1. Startseite
  2. Bayern
  3. Nürnberg & Franken

Urlaubstrend wegen Corona? Immer mehr Wohnmobile sind auf Bayerns Straßen unterwegs

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Eldersch

Kommentare

Ein Wohnmobil verspricht die große Freiheit auf vier Rädern. Das scheinen sich auch viele Menschen in Bayern gedacht zu haben. Die Zulassungszahlen stiegen enorm an.

Fürth - Das Gefühl, monatelang eingesperrt gewesen zu sein, und die teils zahlreichen Corona*-Bestimmungen in anderen Ländern könnten dazu geführt haben, dass sich ein Trend in Bayern immer mehr durchgesetzt hat. Urlaub machen im eigenen Camper. Ungebunden und spontan an den Ort zu fahren, nach dem einem gerade der Sinn steht. Immer mehr Menschen im Freistaat leisten sich den nicht gerade günstigen Spaß, ein Wohnmobil zu besitzen.

Corona in Bayern - Der Wohnmobil-Bestand im Freistaat wächst rapide an

Am Freitag (28. Mai) veröffentlichte das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth* die Zulassungszahlen für Wohnmobile in Bayern. An ihnen lässt sich ganz klar die Tendenz zum mobilen Eigenheim ablesen. Mit einem Plus von 12,9 Prozent, auf das vergangene Jahr gesehen (Stichtag war der 1. Januar 2021), machte der Wohnmobil-Bestand im Freistaat einen ordentlichen Satz nach oben. 14.600 Fahrzeuge wurden 2020 zugelassen. Insgesamt gibt es jetzt bayernweit 127.660 zugelassene Wohmobile.

Ein Trend, den die Statistiker nicht nur in Bayern feststellen konnten. Deutschlandweit stieg die Zahl der Wohnmobilzulassungen sogar um 14,5 Prozent. Das entspricht 85.300 Neuzulassungen. Insgesamt sind auf Deutschlands Straßen also 674.697 rollende Eigenheime unterwegs. Die Statistiker haben außerdem berechnet, dass der Anteil der Wohnmobile am bayerischen Pkw-Bestand 1,6 Prozent ausmacht. Damit liegt der Freistaat über dem deutschen Durchschnitt mit 1,4 Prozent. Spitzenreiter sind allerdings die Schleswig-Holsteiner mit einem Anteil von 2,6 Prozent.

Holen Sie sich Inspiration: Die Camping-Tipps für Bayern (Video)

Urlaubstrend in Bayern: Wohnmobile sind nicht gerade günstig

Die beliebteste Wohnmobilmarke der Deutschen war laut Analyse des Landesamts die FCA (Fiat Chrysler Automobiles). Rund 330.200 Fahrzeuge des Herstellers sind in Deutschland zugelassen. In Bayern sind es rund 56.700. Im Freistaat belegt Platz zwei Volkswagen (29.900 Fahrzeuge) und den dritten Platz macht Daimler (10.300 Fahrzeuge). Mit Diesel sind annähernd alle Wohnmobile unterwegs (108.300 Fahrzeuge/95,8 Prozent). Insgesamt gibt es nur 4500 zugelassene Beziner.

Wer die Freiheit auf vier Rädern genießen will, muss auch genügend Kleingeld in der Tasche haben. Wie die Experten von campwerk.de recherchiert haben, muss man für ein Modell ohne Ausstattung im Schnitt 35.000 Euro auf den Tresen legen. Mit Grundausstattung können es ganz schnell mal 45.000 Euro werden. Der Spritverbrauch ist ebenfalls nicht zu verachten. Zwischen 23 und 28 Liter verbrauchen die gängigen Benziner-Modelle im Schnitt auf 100 Kilometer. Diesel-Fahrzeugen können je nach Beladung und Größe zehn bis 20 Liter auf 100 Kilometer schlucken. Dazu kommen dann noch die flexiblen Kosten wie Standgebühr, Heizung/Gas, Stromversorgung und Verpflegung. Dafür hat man dann allerdings die Freiheit, jeden Morgen an einem anderen Ort aufzustehen. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem Freistaat gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Bayern-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare