Kunden sind etwa Friseure

Nürnberger Trio entwickelt spezielle Corona-Plattform - Einfall kam im Biergarten

  • Leyla Yildiz
    vonLeyla Yildiz
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Für einen Restaurantbesuch nach dem Corona-Lockdown müssen Gäste ihre Daten hinterlegen. Dafür hat ein Nürnberger Trio eine spezielle Plattform entwickelt.

Nürnberg - Das Coronavirus bringt so einige neue Phänomene und Erfindungen zutage. So gibt es auf einmal Mund- und Nasenmasken mit durchsichtigem Fenster, Haken zum Öffnen von Türen oder wie eben im Fall eines Nürnberger Trios eine Registrierungsplattform für Restaurants. Natürlich stehen die beiden Brüder Steffen und Christoph Löslein und ihr Mitgründer Dmitry Gorelenkov nicht alleine mit dieser Idee da.

Mittlerweile gibt es vieler solcher Gästeregistrierungs-Anwendungen. Mit der App Luca hat Nürnberg beispielsweise Ende März einen Vertrag abgeschlossen. Eine der Funktionen: Nutzer können ihre Daten anlegen und sich unter anderem bei einem Besuch im Restaurant bequem über einen QR-Code an- und abmelden.

Für die Lösleins kam laut Nordbayern.de die Idee während eines Biergartenbesuchs kurz nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr. Der Nürnberger Biergarten registrierte damals seine Gäste über einzelne Zettel und sammelte sie in einer Schuhbox. Doch schon kurz darauf brachte ein Windstoß den Stapel zum Fliegen.

Corona-Anwendung von Nürnberger Trio: In nur zwei Wochen war die Plattform einsatzbereit

„Wir arbeiten beide bei einem großen IT-Dienstleister und dachten uns, das kann doch nicht sein, dass man 2020 mit Papierzetteln arbeitet“, sagte Steffen Löslein zu Nordbayern.de. Darum wussten sie, was zu tun ist und packten das Thema neu an. Die Idee für ihre Registrierungs-Anwendung war geboren. In einem sehr kurzen Zeitraum von nur zwei Wochen schafften es die Drei ihre Corona*-Plattform für den Einsatz bereit zu machen.

Bei einem Biergartenbesuch kam dem Nürnberger Brüderpaar Steffen und Christoph Löslein der Einfall zu einer speziellen Corona-Plattform.

Unter www.corona-anmeldung.de haben sich bereits deutschlandweit über 8000 Betriebe kostenlos angemeldet, bei circa drei Millionen Nutzern ist die Anwendung im Gebrauch. Die Handhabung ist dabei recht simpel: Registrierte Betriebe können über die Plattform ein PDF ausdrucken, auf dem ein QR-Code abgebildet ist. Die Gastronomen legen den Zettel sichtbar für die Gäste aus, wo diese sich dann mit der Handykamera und dem Code für ihren Besuch erfassen lassen können. Das heißt, dass die Besucher nicht extra eine App herunterladen müssen.

Nürnberger Trio entwickelt Corona-App zur Gästeregistrierung: Kunden sind unter anderem Friseure

Doch nicht nur Gastrobetriebe haben die Plattform in Benutzung. Auch Friseure, der Einzelhandel oder Kosmetikstudios zählen, wie Nordbayern.de berichtet, zu dem Kundenkreis des Nürnberger* Trios. Dennoch macht die Gastronomie mit 25 Prozent den größten Anteil aus. Auf die Daten der Gäste hätten laut den Gründern nur die Betriebe selber Zugriff. (ly) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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