In Nürnberg musste das Sondereinsatzkommando der Polizei einen in einer Wohnung verschanzten Mann herausholen.
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In Nürnberg musste das Sondereinsatzkommando der Polizei einen in einer Wohnung verschanzten Mann herausholen. (Symbolbild)

Nicht der erste Einbruch

Mann (29) bricht in Wohnung seiner Ex-Freundin ein und verschanzt sich - SEK rückt an

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Ein Mann brach gleich zweimal in die Wohnung seiner Ex-Freundin ein. Beim zweiten Mal fuhr die Polizei jedoch schwere Geschütze auf.

Nürnberg - Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Freitagabend in der Nürnberger Südstadt. Ein Mann (29) verschaffte sich unerlaubt Zutritt zur Wohnung seiner Ex-Freundin. Nicht das erste Mal, dass er dabei erwischt wurde. Doch diesmal wird es wohl vorerst das letzte Mal gewesen sein.

Einsatz in Nürnberg: Mann bricht gleich zweimal in Wohnung von Ex-Freundin ein

Zum ersten Mal ausrücken mussten die Polizei* bereits am Donnerstag (11. Februar). Da hatte sich ein Mann unerlaubt Zugang zur Wohnung seiner Ex-Lebensgefährtin in der Ammanstraße im Nürnberger Süden* verschafft, schreibt das Polizeipräsidium Mittelfranken in seiner Pressemitteilung. Weil er seine Ex-Freundin bedroht hatte, wurde er von den Polizisten in Gewahrsam genommen und über Nacht in einer Polizeistation einquartiert.

Am nächsten Morgen durfte er dann wieder gehen. Doch anstatt einfach nach Hause zu marschieren, machte sich der 29-Jährige erneut auf zur Wohnung seiner Ex. Die war diesmal nicht vor Ort, als er erneut gewaltsam einbrach. Aber ein aufmerksamer Nachbar erkannte ihn und verständigte die Polizei. Weil sich der Mann daraufhin in der Wohnung verschanzte und nicht sicher war, ob er eine Waffe bei sich hatte, wurde das Sondereinsatzkommando (SEK) sowie Beamte der Verhandlungsgruppe Mittelfranken zum Einsatzort gerufen.

Einsatz in Nürnberg: SEK stürmt nach gescheiterten Verhandlungsversuchen die Wohnung

Nachdem alle Kontaktversuche mit dem 29-Jährigen gescheitert waren, stürmte das SEK kurzerhand die Wohnung. Sie konnten ihn ohne größere Problem festnehmen. Der Mann wurde aber bei dem Einsatz leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Danach ging es für ihn umgehend in eine psychiatrische Fachklinik. Neben den Einsatzkräften der Polizei waren auch Einheiten der Nürnberger Feuerwehr* am Einsatz beteiligt. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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