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Offenbar wieder Alternativ-Schule in Bayern entdeckt: 30 Kinder unterrichtet - nach den Lehren eines Zauberers

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Schule
Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

In der Nähe von Erlangen-Eltersdorf betreiben mehrere Eltern offenbar unerlaubt eine alternative Schule. 30 Kinder sollen dort täglich unterrichtet werden. 

Erlangen - In der Nähe von Erlangen-Eltersdorf* werden 30 Kinder offenbar seit mehreren Wochen täglich privat in einer alternativen Schule unterrichtet. Mehrere Eltern sollen diese betreiben, wie nordbayern.de berichtet. Der Redaktion wurden nach eigenen Angaben entsprechende Informationen zugespielt. Einige Kinder seien seit einigen Monaten nicht mehr in ihrer „richtigen“ Schule gewesen, heißt es weiter. Eine ähnliche sogenannte „Querdenker“-Schule war im Spätsommer im Landkreis Rosenheim entdeckt worden.

Erlangen: Private Schule lehnt Corona-Maßnahmen ab 

Die Schule bei Erlangen soll dem Bericht zufolge sogar ein Schulgeld in Höhe von mehreren hundert Euro erheben. Die in Bayern geltenden Corona-Maßnahmen werden dort aber wohl nicht eingehalten. Eine Test- oder Maskenpflicht gibt es laut nordbayern.de nicht. 

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Eltern betreiben offenbar Privatschule in Erlangen: Kindern lernen von Zauberer Ricardo Leppe 

Der Lernstoff orientiere sich an den Inhalten des selbsternannten Lerncoaches und Zauberkünstlers Ricardo Leppe aus Österreich. Dieser zeigt in seinen YouTube-Videos eine klare Haltung gegen die Schulpflicht und die Verantwortung des Staates, pädagogische Inhalte zu vermitteln. Er vertritt die Meinung, dass sich die Lerninhalte an den persönlichen Interessen eines Individuums orientieren sollten. Anwesende auf dem entsprechenden Gelände wollten sich gegenüber nordbayern.de wohl nicht zu den Vorwürfen äußern.  

Schulpflicht besteht seit Herbst wieder: Schulkinder brauchen negativen Corona-Test 

Bis vor den Herbstferien war die Anwesenheit beim Präsenzunterricht in Bayern nicht verpflichtend. Wenn Eltern etwa die Masken- oder Testpflicht ablehnten, durften ihre Kinder ins Homeschooling. Mittlerweile müssen Schulkinder einen negativen Corona-Test vorzeigen, um am Unterricht teilnehmen und somit ihrer Schulpflicht nachgehen zu können, erklärte das bayerische Kultusministerium auf Nachfrage von nordbayern.de. Wer sein Kind dennoch nicht zur Schule bringt, muss mit einem Bußgeld oder sogar einem Schulverweis rechnen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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