Eine Polizistin präsentiert am 25. März 2015 in München die neue Uniform der bayerischen Polizei.
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Die Polizei (Symbolbild) musste in Nürnberg nach einer Werbeaktion das Verkehrschaos in Bahnen lenken.

Fast komplett blockierte Straßen

Nürnberg: Benzin-Werbung führt zum absoluten Verkehrschaos - Polizeistreifen müssen ausrücken

War jetzt hier der Werbetreibende, oder doch die Kunden schuld? In Nürnberg war an einem bestimmten Spot kein Durchkommen mehr - Polizisten mussten einschreiten.

  • Werbung ist oft Geschmackssache - aber selten ruft sie die Polizei auf den Plan.
  • Genau das ist jetzt aber in Nürnberg passiert - mehrere Streifen waren im Einsatz.
  • Als nächstes soll die Aktion unter anderem in München Station machen.

Nürnberg - Ob diese Werbung in der Erinnerung haften wird? Wie dringend sind die Menschen in der Corona-Krise* auf Autobenzin angewiesen - oder können sie es sich nicht mehr so gut leisten? Eine aus dem Ruder gelaufene Verkaufsaktion in Nürnberg* wirft aktuell viele Fragen auf - sie hat in der Franken-Metropole* ein Verkehrschaos ausgelöst. Die Polizei musste die Aktion deshalb am Mittwoch vorzeitig beenden.

Nürnberg: Werbe-Aktion eskaliert - Verkehr kommt „weitgehend zum Erliegen“

Was war passiert? Eine Tankstelle im Osten der Stadt hatte damit geworben, eine Stunde lang Kraftstoff zu verschenken. Das führte zu so einem großen Andrang, dass die Straßen rund um die Tankstelle fast komplett blockiert waren. „Die Tankstelle in der Ostendstraße hatte damit geworben, im Zeitraum von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr an Kunden gratis Kraftstoff abzugeben. Bereits zum Beginn der Aktion gegen 13:00 Uhr kam der Verkehr auf Grund des großen Andrangs im Bereich Ostendstraße und Cheruskerstraße weitgehend zum Erliegen", heißt es in der Mitteilung der Polizei Mittelfranken*.

Gratis-Tanken sorgt für Chaos in Nürnberg: „Mehrere Polizei-Streifen waren notwendig“

Im gesamten östlichen Stadtgebiet staute sich der Verkehr. Busse und Straßenbahnen konnten nicht wie geplant fahren. Mit 20 Litern Gratis-Sprit hatte die Tankstellen-Kette bereits in anderen Städten geworben, oft begleitet von Verkehrsbehinderungen.

„Mehrere Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg sowie der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost waren notwendig, um den Verkehr im betroffenen Bereich zu regeln. Um die Situation zu entlasten, entschieden die Beamten nach Rücksprache mit dem Tankstellenbetreiber die Aktion frühzeitig zu beenden. Der Verkehr hat sich danach bis etwa 14:15 Uhr weitgehend normalisiert“, teilt die Polizei mit. Ob sich München auch auf so eine Eskalation einstellen kann? Am Donnerstag ist unter anderem die bayerische Landeshauptstadt bei der Werbeaktion dran. (dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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