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Bundespräsident Steinmeier besucht mit 150 Diplomaten Franken – dann knöpft er sich Putin vor

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Von: Thomas Eldersch

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Besuch von Bundespräsident Steinmeier in Bayern
Frank-Walter Steinmeier (l.) besucht mit einer Delegation von Diplomaten Franken. Mit dabei ist auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (3.v.r.), Innenminister Joachim Herrmann (2.v.l.) und Europaministerin Melanie Huml. © Daniel Karmann/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete am Dienstag Franken einen Besuch ab. Mit dabei zahlreiche Botschafter und hochrangige Diplomaten.

Nürnberg – Sie ist ein fester Bestandteil im Terminkalender des Bundespräsidenten. Einmal im Jahr reist das deutsche Staatsoberhaupt mit Botschaftern, Diplomaten und hochrangigen Vertretern internationaler Organisationen durch Deutschland. In diesem Jahr machte Frank-Walter Steinmeier in Bayern Halt. Los ging es am Dienstag, 5. Juli, in Nürnberg.

Steinmeier zu Besuch in Franken: In Nürnberg schießt der Bundespräsident gegen Putin

Mit 150 Diplomaten ist der Bundespräsident zunächst nach Nürnberg aufgebrochen. Hier ging es als Erstes zu dem mittelständischen Pumpenbauer Leistritz. Unter Steinmeiers Gästen war aber nicht der ukrainische Botschafter Melnyk, um den es in letzter Zeit immer wieder Schlagzeilen gab. Die Ukraine und der Krieg mit Russland war allerdings dennoch Thema auf der Reise.

Auf einem Mittagessen mit dem Diplomatischen Korps in Nürnberg verurteilte Steinmeier den russischen Angriffskrieg scharf. Er nannte ihn ein mörderisches Verbrechen gegen die Ukraine. Die internationale Gemeinschaft müsse sich dieser imperialen Kriegstreiberei entgegenstellen, so Steinmeier. „Wir müssen uns zur Wehr setzen. Das schulden wir den vielen mutigen Menschen in der Ukraine, die Tag für Tag Widerstand leisten“, sagte er laut Redemanuskript. Dieser Krieg bringe entsetzliches Leid über Millionen Menschen. „Er ist ein mörderisches Verbrechen“, für das allein Russlands Präsident Wladimir Putin verantwortlich sei, sagte Steinmeier weiter. Deutschland stehe fest und entschlossen an der Seite der Ukraine.

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Steinmeier und das Diplomatische Korps besuchen auch Erlangen und Bamberg

Nach dem Besuch der Frankenmetropole stehen noch ein Abstecher in die Wissenschaftsstadt Erlangen und in die historische Domstadt Bamberg auf dem Plan. In Nürnberg wird Steinmeier mit den Diplomaten auch das Germanische Nationalmuseum besichtigen, in Erlangen steht ein Besuch des Helmholtz-Instituts auf dem Programm. In Bamberg will Steinmeier den Dom besuchen und in der Neuen Residenz anschließend eine Ansprache halten.

Eine solche Informations- und Begegnungsreise für das Diplomatische Korps richten deutsche Bundespräsidenten seit 1996 regelmäßig aus. In den vergangenen beiden Jahren war sie jedoch pandemiebedingt ausgefallen. Zuvor ging die Reise jedes Jahr in ein anderes Bundesland; 2019 war Rheinland-Pfalz, 2018 Bremen und 2017 Sachsen-Anhalt das Ziel. (tel mit dpa)

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