Das Nürnberger Kulturhaus Z-Bau ist mit dem bisherigen Pandemie-Management unzufrieden.
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Das Nürnberger Kulturhaus Z-Bau ist mit dem bisherigen Pandemie-Management unzufrieden.

„Egozentrische und unzureichende Maßnahmen“

Anstatt Lockerungen: Nürnberger Veranstalter fordert „Zero Covid“-Strategie

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Das Haus für Gegenwartskultur, der Z-Bau in Nürnberg, wünscht sich nicht wie viele andere weitere Lockerungen, sondern setzt auf eine Null-Infizierte-Strategie.

Nürnberg - Für die Veranstaltungsbranche ist die aktuelle Zeit besonders schwer. Keine Auftritte, keine Partys. Dass es bald zu Lockerungen kommt, wünschen sich viele. Die Nürnberger* Betreiber des Z-Baus fordern genau das Gegenteil. Sie kritisieren die Corona-Politik der Bundesregierung und wollen eine „Zero Covid“-Strategie, das meldet das Kulturzentrum in einem Statement.

Nürnberg: Betreiber des Z-Baus melden sich zur aktuellen Corona-Lage zu Wort

„Die Entwicklungen und Ereignisse der letzten Wochen und Monate können wir nicht länger unkommentiert mit ansehen“, schreibt der Veranstalter auf Social Media. „Politische Entscheidungsträger haben mit ihrem (Nicht-)Handeln Vertrauen verspielt und mögliche Chancen der Pandemie-Eindämmung ungenutzt verstreichen lassen“. Dadurch seien Kraft, Empathie und Solidarität verschwunden. 

Corona: „Einseitige, egozentrische und unzureichende Maßnahmen“ - Z-Bau-Veranstalter verärgert

Musikkonzerte, Partys, Theateraufführungen und Lesungen - der Z-Bau war vor dem Coronavirus* mit Leben gefüllt. Nun werfen die Betreiber des Kulturhauses den Verantwortlichen in Sachen Pandemie „einseitige, egozentrische und unzureichende Maßnahmen“ vor. Diese seien für weitere Kranke und Tote verantwortlich. Sie sind „in dieser Gesellschaft Benachteiligten dabei vollends aus dem Blick geraten“. 

Haus für Gegenwartskultur: Z-Bau in Nürnberg fordert „Zero Covid“-Strategie

Was tun? Das Team des Z-Baus fordert eine Initiative wie „Zero Covid“. Ziel sind „Null Infektionen“. Diese sollen mit einem „solidarischen europäischen Shutdown“ erreicht werden. Auch Arbeitsplätze sollen mit einbezogen werden. „Wir vertrauen auf das Prinzip der Wissenschaft“, schreiben die Betreiber. „Wir vertrauen auf das Prinzip der Wissenschaft und gerade weil unsere Hoffnungen auf ein wenig Kulturprogramm im Sommer immer aussichtsloser erscheinen, fordern wir grenzenlose Solidarität und endlich, endlich eine konsequente Niedriginzidenzstrategie.“ Seit Dienstag gibt es neue Corona-Regeln in Bayern. Auch die Bürger in Nürnberg haben allen Grund sich darüber zu freuen. Alle Entwicklungen im News-Ticker*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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