Innenstadt Nürnberg
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Die Corona-Inzidenz in Nürnberg ist weiter gesunken.

News-Ticker für die Frankenmetropole

Corona in Nürnberg: Inzidenz sinkt über Ostern - Corona-Mutationen breiten sich aus

  • vonTanja Kipke
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Die Inzidenz in der Stadt ist wieder gestiegen. Verschiedene Corona-Varianten wurden in Nürnberg nachgewiesen. Alle News der Frankenmetropole im Ticker.

  • Mehrere Corona-Mutationen auch in Nürnberg - Eine breitet sich besonders in Bayern aus. (Update vom 1. April, 16.35 Uhr)
  • Schuhgeschäfte in Bayern dürfen wieder öffnen - Inzidenz spielt keine Rolle. (Update vom 1. April, 11.20 Uhr)
  • Die Inzidenz liegt am Ostermontag bei 165,9 (siehe Update vom 5. April, 9.52 Uhr).
  • Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem schönen Nürnberg gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Nürnberg-Newsletter.

Update vom 5. April, 9.52 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg liegt bei 165,9. Das geht aus dem RKI-Dashboard (Stand 5. April, 3.09 Uhr) hervor. Wie aussagekräftig die aktuellen Corona-Zahlen jedoch sind, ist unklar. Das RKI stellt dazu klar: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.“

Corona in Nürnberg: Inzidenz sinkt auf 167,1 am Ostersonntag

Update vom 4. April, 11.19 Uhr: Die Inzidenz sinkt wieder. Wie sehr man den Zahlen vertrauen sollte, sei dahingestellt. Bekanntlich sinken die Zahlen immer übers Wochenende, weil weniger getestet und gemeldet wird. Das lange Osterwochenende verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Am 2. April hat die Inzidenz in der Stadt Nürnberg mit 192,9 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Und sank dann auf 177,1 am Karsamstag und 167,1 am Ostersonntag. Wie aussagekräftig diese Entspannung ist, wird sich wohl erst Ende kommender Woche zeigen.

Update vom 1. April, 16.35 Uhr: Eine aktuelle Auswertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zeigt, dass in Bayern bei immer mehr positiven Corona-Fällen eine sogenannte VOC-Virusvariante nachweisbar ist. VOC bedeutet „Variants of Concern“ und bezieht sich somit auf „besorgniserregende Virusmutationen“. Der Anteil solcher Virusmutationen betrifft in Bayern laut LGL über 73 % aller Infizierten. Der deutlich überwiegende Anteil der VOC sei dabei mit 72 % auf die B.1.1.7*-Virusvariante zurückzuführen, die sich bereits in Großbritannien ausgebreitet hat, heißt es in der Pressemitteilung des LGL weiter. Das LGL veröffentlichte auf ihrer Homepage in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern die einzelnen Zahlen für alle bayerischen Städte und Landkreise.

In der Stadt Nürnberg gab es bisher 1316 Fälle, bei denen eine VOC-Virusvariante nachgewiesen wurde. Davon sind 1236 auf die B.1.1.7 Mutation aus Großbritannien zurückzuführen. Zehn Fälle konnten bisher auf die brasilianische Mutation P.1* zurückgeführt werden und zwei Fälle auf die südafrikanische Variante B.1.351*. Oberbürgermeister Marcus König (CSU*) richtete daher einen wichtigen Appell an die Nürnberger:innen: „Wir dürfen gerade jetzt – mitten in der dritten Welle mit den sehr viel ansteckenderen Virus-Mutationen und steigenden Inzidenz-Zahlen – in unserer Vorsicht nicht nachlassen“, mahnte er in einer Mitteilung der Stadt. „Eben weil vor allem die britische Virus-Variante jede Nachlässigkeit der Menschen ausnutzt“, sei es jetzt besonders wichtig - vor allem auch über Ostern - die AHA-Hygieneregeln zu beachten und Kontakte zu beschränken.

Video: Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt

Corona in Bayern: Schuhgeschäfte dürfen wieder öffnen

Update vom 1. April, 11.20 Uhr: Gute Nachricht für Nürnbergs Schuhgeschäfte. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehören. Die Sieben-Tage-Inzidenz spiele dabei keine Rolle. Das bedeutet, Schuhläden in ganz Bayern dürfen ihre Türen wieder für Kunden öffnen, auch wenn die Inzidenz der Stadt über 100 liegt. Alle weiteren News zum Coronavirus in Bayern finden Sie in unserem aktuellen Bayern News-Ticker.

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert nähert sich der 200er-Marke

Update vom 1. April, 9.45 Uhr: Nach dem gestrigen Rückgang des Inzidenzwertes ist heute (1. April) wieder ein Anstieg zu erkennen. Laut RKI liegt der Wert bei 191,0. Das sind neun Punkte mehr als am Vortag. Ein leichter Rückgang ist hingegen bei den Corona-Infizierten in den Krankenhäusern zu erkennen. Fünf Personen müssen nicht mehr in den Nürnberger Krankenhäusern behandelt werden. Wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilte geht auch das Impfen weiterhin voran, knapp 2.000 Personen erhielten in den letzten 24-Stunden ihre Erstimpfung der Corona-Schutzimpfung.

Nürnberg stoppt Astrazeneca Impfung für unter 60-Jährige

Update vom 31. März, 9.55 Uhr: Gestern (30. März) teilte die STIKO (Ständige Impfkommission) mit, dass sie den Astrazeneca-Wirkstoff nur noch für Personen über 60 Jahren empfehle. Aufgrund dieser Entscheidung haben viele Städte das Impfen mit dem Astrazeneca-Vakzin bei unter 60-Jährigen gestoppt. Gestern Abend (30. März) riefen Kanzlerin Angela Merkel* und Gesundheitsminister Jens Spahn* zu einer Bund-Länder-Beratung. Bei der anschließenden Pressekonferenz präsentierten sie ihre Ergebnisse. Für Astrazeneca wurde eine geänderte Altersempfehlung beschlossen, ganz nach den Vorgaben der STIKO.

Auch die Stadt Nürnberg gab noch gestern Abend (30. März) in einer Pressemitteilung bekannt, der Empfehlung der STIKO zu folgen. Daher werden im Impfzentrum in der Messe Termine für den Personenkreis unter 60 Jahren, denen der Impfstoff des Herstellers am Mittwoch (31. März) und an folgenden Tagen verabreicht werden sollte, erst einmal storniert. Den Betroffenen wurden bereits neue Terminvorschläge mit dem Impfstoff von Biontech gemacht. Welche weiteren Folgen die neue Empfehlung auf die Impfstrategie in Nürnberg haben werde, solle am Mittwoch (31. März) geklärt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert sinkt um sieben Punkte - Elf weitere Tote

Update vom 31. März, 9.40 Uhr: Der Inzidenzwert der Stadt Nürnberg ist in den letzten Tagen stetig angestiegen. Heute ist erstmals wieder ein kleiner Rückgang zu erkennen. Laut RKI liegt der Wert heute bei 182,3. Das sind sieben Punkte weniger als am Vortag. 65 Personen haben sich in den letzten 24-Stunden neu mit dem Coronavirus infiziert. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind elf weitere Personen verstorben, wie die Stadt Nürnberg auf ihrer Homepage bekannt gibt.

Corona-Bürgertelefon und Impfhotline auch über Ostern erreichbar

Update vom 30. März, 16.45 Uhr: Das Gesundheitsamt ruft in Erinnerung, dass das Corona-Bürgertelefon der Stadt Nürnberg* an allen Wochentagen und auch an Osterfeiertagen von Karfreitag bis Ostermontag besetzt ist. Von Montag bis Sonntag von jeweils 8.30 Uhr bis 16 Uhr können Bürger:innen unter der Telefonnummer (09 11) 23 11 06 44 Fragen an Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamts rund um das Coronavirus richten. Das gab die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt. Da sich die Anrufe am Vormittag häufen, könne es dazu kommen, dass nicht alle Anrufe entgegengenommen werden können. Man solle es deswegen auch nachmittags versuchen, wenn am Vormittag alle Leitungen belegt seien sollten.  

Zudem könne die Hotline des Impfzentrums unter der Telefonnummer (09 11) 14 89 82 40 angerufen werden. Von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, auch an Karfreitag und Ostermontag, beantworten die Mitarbeiter:innen der Hotline Fragen rund um das Thema Impfung, zum Beispiel zur Reihenfolge der Impfungen, zum Ablauf im Impfzentrum oder zur Wirkung des Impfstoffs. Es wird gebeten, dabei zu beachten: Die Hotline diene nicht der Terminvergabe für eine Impfung im Impfzentrum. 

Nürnberg kann keine Modellstadt werden - Pressekonferenz mit Söder und Holetscheck

Update vom 30. März, 15.45 Uhr: Um 12 Uhr informierten Markus Söder und Klaus Holetschek in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse des bayerischen Impf-Gipfels. Bis 2. Mai bekommt Bayern über zwei Millionen Impfdosen dazu. Aktuell werden 40.000 Impfdosen pro Tag verimpft, die Geschwindigkeit soll sich noch erhöhen. Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung wird „maximal vergrößert.“ Die Notreserven werden aufgelöst, „alles wird verimpft“. Denn auch die Erstimpfung gebe schon einen Schutz. 

Klaus Holetschek spricht, er fordert einen „pragmatischen Umgang“ beim Thema Impfen. Es müsse schnell vorwärts gehen. Bürokratie und Pandemie passen nicht gut zusammen. Bei Astrazeneca* erwartet Bayerns Gesundheitsminister auch in Zukunft Schwierigkeiten bei der Akzeptanz. Zu den Modellstädten sagt er: Man habe sich festgelegt auf große Kreisstädte und kreisfreie Städte bis zu 100.000 Einwohnern. 46 kommen damit in Frage - Nürnberg ist mit seinen über 500.000 Einwohnern somit nicht dabei. Erst vor einigen Tagen hat sich Oberbürgermeister Marcus König für Nürnberg als Modellstadt eingesetzt.

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert klettert weiter nach oben

Update vom 30. März, 11.45 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg steuert weiter auf die 200er-Marke zu. Laut RKI liegt der Wert heute bei 189,4. In den letzten 24-Stunden haben sich 89 weitere Personen mit dem Coronavirus* infiziert. Damit kommt Nürnberg auf einen Gesamtwert von 26.680. Im Zusammenhang mit dem Virus sind seit dem Vortag drei Personen verstorben, wie die Stadt Nürnberg auf ihrer Homepage mitteilte. Auf den Intensivstationen gab es zudem einen Zuwachs von vier Personen. Eine Rekordzahl gab es dafür bei den Impfungen. Über 5.500 Personen bekamen in den letzten 24-Stunden ihre Erstimpfung. Rund 3.600 davon im Impfzentrum Nürnberg. So viele Personen wurden bisher noch nie an einem Tag in Nürnberg geimpft.

Innenminister Herrmann über die Corona-Auswirkungen auf die Sterblichkeit in Bayern

Update vom 29. März, 15.30 Uhr: Die Corona-Zahlen in Bayern steigen weiter enorm an. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Sterbezahlen? Diese Frage dürften sich viele inzwischen gestellt haben. Fest steht: Seit Beginn der Corona-Krise sind im Freistaat über 13.000 Menschen an oder mit der Infektion verstorben. Antworten zu dieser Frage gab es heute auf einer Pressekonferenz mit Innenminister Joachim Herrmann.

Corona in Bayern: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Sterbezahlen

„Die Zahlen sprechen leider eine eindeutige Sprache, die keinen Zweifel an der Gefährlichkeit des Virus lassen“, so Herrmann. Im gesamten Freistaat sei in den ersten 10 Monaten von 2020 zwar keine deutlich erhöhte Sterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren vorzuweisen. Dennoch seien in einzelnen Kalenderwochen im Frühjahr signifikant hohe Zahlen nachzuweisen. In einzelnen Landkreisen sind Herrmann zufolge sogar deutliche Anstiege von über 50 Prozent erkennbar. „Damit liegen wir deutlich über den Vorjahren“, betont der Innenminister.

Corona in Nürnberg: Kundgebung des „Bündnis Nazi-Stopp“ kritisiert Querdenker-Demo

Nürnberg - Am Sonntag trafen sich 160 Menschen in Nürnberg*, um für eine bessere Sozialpolitik in der Corona-Krise zu demonstrieren. Die Redner der Kundgebung kritisierten die Aussagen der Querdenker-Demo am Tag zuvor scharf. Ulli Schneeweiß und Anna Heinze-Lahcalar von „Bündnis Nazistopp“ betonten, dass es sich bei den „Querdenkern“ um Egoisten handele, die über die Maskenpflicht jammerten und ohne Rücksicht auf die Schwächsten ihre Freiheiten ausleben wollten, wie es in einem Bericht von nordbayern.de heißt. Zudem hätte die per Video zugeschaltete Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair festgestellt, dass die Szene „mit Nazis kein Problem“ habe, jedenfalls seien auf den Veranstaltungen der Querdenker stets Vertreter der rechtsextremen Szene präsent.

160 Personen des "Bündnis Nazi-Stopp„ demonstrierten in Nürnberg für eine bessere Sozialpolitik in der Corona-Krise.

Die Kundgebung stand unter dem Motto: „Soziale Krisenpolitik statt rechtes Geschwurbel!“. Auf der Seite des Bündnissen schreiben die Veranstalter, ihnen sei es gelungen gemeinsam wichtige inhaltliche Akzente zu setzen. Die Redner:innen hätte neben der Kritik an den „rechtsoffenen ‚Corona-Rebellen‘, die zunehmend desaströsen sozialen Folgen der Corona-Krise angeprangert und die derzeitige Wirtschafts- und Sozialpolitik kritisiert“.

Corona in Nürnberg: Querdenker-Demo mit rund 550 Teilnehmern - Polizei schreitet ein

Am Samstag demonstrierten rund 550 Personen gegen die Corona-Maßnahmen auf dem Kornmarkt. Für die Kundgebung hatte die Stadt Nürnberg der Gruppe „Querdenken 911“ Vorgaben gemacht. Streitpunkte waren das Wie und das Wo der Demonstration. Weil es keine Einigung gab, zogen die Organisatoren der Demonstration per Eilantrag vor das Verwaltungsgericht in Ansbach, wie nordbayern.de berichtet. Anschließend jubelte die Querdenker-Szene auf Facebook von einem „Sieg vor Gericht“. Doch dabei handelt es sich eher um einen Teilsieg. Die Kundgebung durfte zwar, wie von den Veranstaltern geplant, auf dem Kornmarkt stattfinden, allerdings wurde der Aufzug durch die Innenstadt gestrichen. Die Demonstration musste daher „ortsfest“ stattfinden.

Knapp 550 Demonstranten protestierten auf dem Nürnberger Kornmarkt gegen die Corona-Maßnahmen.

Insgesamt dauerte die Veranstaltung dreieinhalb Stunden. Es kam dabei immer wieder zu Verstößen gegen die Einhaltung des Mindestabstands und der Maskenpflicht. Insgesamt mussten sich 19 Personen wegen Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten. 21 Personen wurden des Platzes verwiesen. Um 18 Uhr wurde die Veranstaltung dann von der Polizei aufgelöst. Aber insgesamt verlief die Veranstaltung ohne größere Zwischenfälle, resümiert die Polizei Mittelfranken* in einer Pressemitteilung.

Nürnberg: Der Inzidenzwert der Stadt steigt weiter stark an

Seit knapp zwei Wochen liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert* in Nürnberg über 100. Die bayerische „Notbremse“ gilt demnach seit dem 16. März. Dies bedeutet: Geschäfte und Schulen sind geschlossen, Kitas sind weiterhin im Notbetrieb und die nächtliche Ausgangssperre gilt wieder. In den letzten Tagen schnellte der Wert enorm in die Höhe. Laut dem Robert-Koch-Institut* (RKI) liegt er bei 186,2. Das sind 36 Punkte mehr als noch am Freitag (26. März). Insgesamt kommt Nürnberg auf 26.591 Corona-Infizierte.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen ist im Vergleich zum Vortrag um drei Personen gestiegen, wie die Stadt Nürnberg* auf ihrer Homepage bekannt gibt. Über 2.000 Personen bekamen im Laufe des Wochenendes ihre erste Corona-Schutzimpfung. Damit kommt Nürnberg auf eine Gesamtzahl von 77.105 Geimpften. Etwa ein Drittel der Geimpften Personen haben auch schon ihre Zweitimpfung erhalten. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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