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Nach Attacke im Bürgeramt auf Mitarbeiterin: Stadt Fürth zieht Konsequenzen

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Ausländerbehörde
Nachdem eine Mitarbeiterin in der Ausländerbehörde Fürth angegriffen worden ist, hat die Stadt nun einen Sicherheitsdienst engagiert. © Soeren Stache/dpa/Symbolbild

Im Fürther Bürgeramt wacht ab sofort ein Sicherheitsdienst. Der Schritt kommt nach einer Attacke auf eine Mitarbeiterin in der Ausländerbehörde. 

Fürth – Vor wenigen Wochen attackierte ein 25-Jähriger eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde körperlich. Die Stadt Fürth* zieht nun Konsequenzen aus dem Vorfall: Ein Sicherheitsdienst wacht nun über das Bürgeramt. Solche Vorfälle sind kein Einzelfall – die Stadt will sich nun weitere Maßnahmen überlegen.

Fürth: 25-Jähriger attackierte Mitarbeiterin

Der Vorfall ereignete sich vor einigen Wochen auf einem Flur im Ämtergebäude Süd. Der 25-Jährige packte die Mitarbeiterin der Behörde am Hals und drückte sie gegen eine Wand. Zeugen schafften es, den Mann von der Frau wegzuzerren. Die Polizei rückte an, nahm die Personalien des Mannes auf und zeigte ihn wegen Körperverletzung an.

Die Mitarbeiterin ist seitdem krankgeschrieben, wie nordbayern.de berichtet. Der Vorfall sei kein Einzelfall, berichtet eine Kollegin der Geschädigten im Gespräch mit den Fürther Nachrichten. Demnach würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bürgerinnen und Bürgern bei Behördengängen öfter respektlos behandelt. Die Mitarbeiterin schildert: Nach ihr wurden bereits Stifte geworfen, Beleidigungen seien „an der Tagesordnung“. Man gehe “mit einem unguten Gefühl in die Arbeit“, beschreibt sie.

Fürth: Stadt will für Sicherheit in Bürgeramt sorgen

Die Stadt wolle die Attacke nicht auf die leichte Schulter nehmen und zieht nun erste Konsequenzen. Unmittelbar nach dem Vorfall engagierte die Stadt einen Sicherheitsdienst, der in den Behörden nach dem Rechten sehen soll. So sollen etwa Bürgerinnen oder Bürger, die Hausverbot bekommen haben, nicht nochmal in das Gebäude gelangen. Der 25-jährige Täter schickte nach dem Vorfall noch einen Drohbrief an das Bürgeramt – und drohte mit Gewalt.

Der Sicherheitsdienst soll erstmal bis Ende 2021 die Eingänge der Behörde überwachen und auf den Fluren patrouillieren. Bereits vor einiger Zeit wurde an den Schreibtischen der Angestellten ein Alarmknopf installiert. In der Stadt macht man sich nun Gedanken darüber, wie man die Sicherheit der Angestellten weiter verstärken könnte. Es solle etwa Training und Selbstverteidigungskurse geben. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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