Ein Mensch hebt ein Rehkitz aus einer Wiese.
+
Die Rehkitzhilfe Franken hat 28 Jungtiere aus einer Wiese eines Landwirtes gerettet.

Erfolgreiche Rettungsaktion

28 Rehkitze vor Tod bewahrt - Tierschützer rückten mit moderner Technik an

  • Leyla Yildiz
    vonLeyla Yildiz
    schließen

Tierschützer haben in Gunzenhausen 28 Rehkitze aus einer Wiese vor dem Mähtod gerettet. Dafür bedienten sie sich modernster Technik.

Gunzenhausen - In Gunzenhausen, genauer gesagt im Ortsteil Unterhambach (etwa 60 Kilometer von Nürnberg* entfernt), hat die Rehkitzhilfe Franken 28 Rehkitze vor dem sicheren Tod bewahrt. Geschafft haben das die Helfer mit einer Wärmebildkamera, mit der sie die Kleinen auf der Mähfläche eines Landwirtes aufgespürt haben.

Wie so üblich lassen die Rehmütter ihre Babys auf Wiesen zurück - diese warten dann geduldig im Gras, bis sie zurückkommen. Doch genau das ist für die Rehkitze besonders gefährlich. Wenn die Bauern ihre Wiesen mit dem großen Mähdrescher abernten, bemerken sie die Kleinen oftmals nicht, da die sich bei Gefahr meist wegducken und so im hohen Gras nicht erkennbar sind.

28 Rehkitze aus Wiese gerettet: Tierschützer hoben sie mit Handschuhen aus dem Gras

Die Rehkitzhilfe Franken erwartete in diesem Jahr wegen der wetterbedingten späten Mahd besonders viele Jungtiere in den Feldern, wie Nordbayern.de berichtet. Nachdem die Wärmebildkamera die Kitze aufgespürt hatte, hoben die Helfer sie mit Handschuhen und etwas Gras aus der Wiese heraus und legten sie in eine große Plastikwanne.

Die Bauern mähten ihre Flächen daraufhin ab und die Helfer brachten die Kleinen anschließend wieder zur Wiese zurück. Die Rehkitzhilfe war bis zu den Abendstunden vor Ort, um zu sehen, ob die Rehmütter ihre Kinder auch abholen. Das machten sie zum Glück alle.

Bei Rettungsaktion: Tierschützer finden auch zahlreiche tote Rehkitze

In der ganzen Freude über die erfolgreiche Rettungsaktion entdeckten die Helfer leider auch einige tote Rehkitze. Die Vermutung der Rehkitzhilfe ist, dass das auf freilaufende Hunde zurückgeht, die die Jungtiere durch die Gegend jagen und so zu Tode hetzen. Darum haben die Helfer eine große Bitte an die Hundehalter: Sie sollen ihre Tiere von Mai bis Juli an die Leinen nehmen.

Erst kürzlich passierte genau so ein Fall im Fürther* Wald, als wahrscheinlich mehrere Hunde zwei Rehe zu Tode jagten. (ly) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem schönen Nürnberg gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Nürnberg-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare