Textildiscounter kik
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Kik-Filialen öffneten trotz Corona-Auflagen in Nürnberg und Fürth.

In Nürnberg und Fürth

Trotz Corona-Auflagen: Textil-Discounter öffnet immer wieder Läden - Polizei schließt sie wieder

  • vonTanja Kipke
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Mehrmals haben Filialen von Textil-Discountern trotz Corona-Auflagen geöffnet. Die Polizei schließt sie wieder. Das Unternehmen Kik sieht sich dennoch im Recht.

Nürnberg - Einige Filialen des Textil-Discounters Kik und Takko hatten schon am Karsamstag (3. April) in Nürnberg* und Fürth* ihre Türen geöffnet. Und das trotz der Corona*-Auflagen und einer Inzidenz von über 100. Kunden konnten ganz normal in den Läden einkaufen, bis die Polizei davon Wind bekam. Danach mussten die Filialen wieder schließen. Nun passierte das gleiche wieder bei einer Filiale im Nürnberger Westen, wie nordbayern.de berichtet. Das Unternehmen sieht sich dennoch im Recht.

Nürnberg: Filialen öffnen trotz Corona-Auflagen - Läden seien „unverzichtbar“

In einem Statement begründet das Unternehmen seine Vorgehensweise: „Wir haben auf Basis unserer rechtlichen Einschätzung und entlang der bisherigen Öffnungsstrategie der bayerischen Politik entschieden, unsere Geschäfte in Bayern zu öffnen“. Die Entscheidung habe nichts mit dem Thema Schuhe zu tun und sei auch keine Protestaktion.

Das Unternehmen sehe seine Filialen als Ladengeschäfte „die für die tägliche Versorgung unverzichtbar sind“, so berichtet nordbayern.de. Kik fordert außerdem„bundesweit möglichst einheitliche Standards, um Ungerechtigkeiten im Umgang mit dem Einzelhandel zu beenden“.

Polizei schließt die Läden immer wieder - Kik erwägt „rechtliche Schritte“

Momentan ist die Öffnung der Läden laut dem bayerischen Infektions-Schutzgesetz noch verboten. Daher fordert die Polizei Mittelfranken* die Filialen jedes Mal wieder zur Schließung auf. „Bislang konnte den Filialmitarbeitern im Rahmen eines Gesprächs die Rechtslage erklärt werden“, sagt Polizeisprecher Stefan Bauer nordbayern.de.

„Alle Filialmitarbeiter zeigten sich daraufhin einsichtig und schlossen die Geschäfte wieder.“ Laut dem nordbayerischen Portal deute die Kik-Konzernzentrale an, sich zu wehren. Man werde die Fälle der Schließungen prüfen und „gegebenenfalls rechtliche Schritte“ erwägen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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