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Mann bei Polizeieinsatz erschossen - zuvor griff er Beamte mit Messer an

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Von: Katharina Haase

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Ein Polizist greift nach seiner Waffe
Ein Polizist greift nach seiner Waffe. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

In Gunzenhausen ist am frühen Freitagmorgen ein Mann bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Die Hintergründe der Ereignisse sind noch unklar.

Update vom 25. Februar, 13.40 Uhr: Nachdem ein Mann bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen ist, ermittelt nun das Landeskriminalamt (LKA). Es untersuche, ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war, teilte die Polizei mit. Dies sei in solchen Fällen üblich. Zum Tathergang selbst ermittelt weiter die Polizei Ansbach. 

Warum der Mann die Einsatzkräfte angriff, war zunächst unklar. Es bestehe der Verdacht auf einen psychischen Ausnahmezustand, so die Polizei. Wie viele Schüsse fielen, wie viele Beamte schossen und ob zuvor zur Warnung in die Luft geschossen worden war, war unklar. Diese Fragen seien Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine LKA-Sprecherin.

Im Jahr 2020 schossen Polizisten im Freistaat nach Angaben des bayerischen Innenministeriums zehn Mal im Einsatz auf Menschen. Eine Person wurde dabei getötet, eine verletzt. Außerdem gab es laut einem Ministeriumssprecher elf Warnschüsse, bei denen die Beamten bewusst nur in die Luft schossen. Zahlen für das vergangene Jahr sollen im März vorliegen. 

Schüsse in Gunzenhausen: Mann wird bei einem Polizeieinsatz erschossen

Erstmeldung vom 25. Februar, 07.06 Uhr: Gunzenhausen - Im mittelfränkischen Gunzenhausen ist am frühen Morgen des Freitag, 25. Februar, ein Mann bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Offenbar wurde er von einem Polizeibeamten im Dienst erschossen, berichtet die Deutsche Presseagentur. Die Hintergründe sind noch ungeklärt.

Wie de Polizei berichtet, erhielten die Beamten gegen Mitternacht von Donnerstag auf Freitag einen Anruf - mit dem Hinweis auf einen randalierenden Mann in der Lindenstraße. Vor Ort bemerkten die Beamten Rauchgeruch und alarmierten die Feuerwehr. Aktuell wird davon ausgegangen, dass der Randalierer das Haus, in dem er selbst lebte, in Brand gesteckt hat.

Gunzenhausen: Mann von Polizei erschossen - er legte einen Brand in seinem Haus

Als die Feuerwehrkräfte vor Ort ankamen, trat der Bewohner aus dem Haus. Er bedrohte die Beamten mit einem Messer und griff sie schließlich an. Trotz mehrfachem Einsatz von Pfefferspray habe sich der Mann nicht beruhigen lassen. Schließlich setzten die Beamten ihre Schusswaffe ein.

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Nach tödlichen Schüssen in Gunzenhausen: Polizeibeamte in psychologischer Betreuung

Der Mann wurde durch die Schüsse verletzt und nach sofortiger medizinischer Erstbetreuung in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag der 47-Jährige seinen Verletzungen. Einsatzkräfte und auch die Polizeibeamten befinden sich in psychologischer Betreuung.

Rund 100 Einsatzkräfte kämpften derweil gegen die Flammen, welche sich im Keller ausgebreitet hatten. Auch nach dem Löschen des Brandes blieb das Haus stark verraucht. Sieben Bewohnerinnen und Bewohner aus angrenzenden Häusern wurden evakuiert. Warum der Mann das Feuer legte und auf die Beamten losging, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. kah *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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