Ein Senior wird von einer medizinischen Fachkraft im Nürnberger Impfzentrum mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff geimpft
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Fränkische Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter selbst impfen können. (Symbolfoto)

Offener Brief an Markus Söder

Adidas, Datev, GfK und Co. - Fränkische Großunternehmen machen Impf-Vorstoß - und wenden sich an Regierung

  • vonTanja Kipke
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Sechs fränkisch Großunternehmen richten sich mit einem offenen Brief an Markus Söder. Sie wollen ihre Beschäftigten selbst impfen zu dürfen.

Nürnberg - Sechs fränkische Großunternehmen aus dem Raum Nürnberg* wandten sich in einem offenen Brief an Markus Söder. Adidas*, Puma, Schaeffler, Datev, Leoni und GfK erbitten die Erlaubnis, ihre Beschäftigten selbst impfen zu dürfen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa) in einer Mitteilung. Sie wollen ihre 33.000 Mitarbeiter und deren Familienangehörige mithilfe der Betriebsärzte den Corona-Impfstoff selbst verabreichen. „Damit könnten die Unternehmen der Region dazu beitragen, den Schutz der Bevölkerung auszuweiten“, heißt es im Brief an den Ministerpräsidenten Markus Söder*.

„Zunächst möchten wir Ihnen und Ihren Mitarbeitenden für Ihr Engagement bei der Pandemiebekämpfung herzlich danken“, beginnen die Unternehmen ihr Schreiben. Die Unternehmen möchten gerne einen Beitrag leisten, um die Corona*-Schutzimpfung der deutschen Bevölkerung zügig zu bewerkstelligen. „Konkret bieten wir gerne an, die vorhandene Infrastruktur unserer Unternehmen zur Verfügung zu stellen“, heißt es weiter.

Nürnberg: Großunternehmen richten sich an Söder, um eigene Beschäftigte impfen zu dürfen

So könne man, sobald große Mengen Impfstoff zur Verfügung stünden, rund 33.000 Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen innerhalb kürzester Zeit impfen. Und das, ohne die öffentlichen Systeme zu belasten. „Der Schutz unserer Mitarbeitenden ist für uns ein hohes Gut“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Wenn Impfungen schneller umgesetzt werden, könnten wir als Unternehmen aber auch einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag leisten.“

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Nürnberg: Impfverordnung müsste geändert werden

Die Unternehmen seien überzeugt, dass die Bewältigung der Pandemie eine gemeinsame Kraftanstrengung erfordere. Um dieses Vorhaben umzusetzen, müsste allerdings die Impfverordnung des Bundes geändert oder außer Kraft gesetzt werden, da diese eine Priorisierung etwa nach Alter oder Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen vorsieht. (tk/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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