1. Startseite
  2. Bayern
  3. Nürnberg & Franken

Nürnberger Krötenfreunde: Helfer zum Tragen der Tiere gesucht

Erstellt:

Kommentare

Kröten überqueren bei ihrer Wanderung in ihr Sommerquertier oft Straßen.
Kröten überqueren bei ihrer Wanderung in ihr Sommerquertier oft Straßen. Um sie sicher herüberzubringen, braucht es Menschen. © Ján Krolák/dpa/Symbolbild

Mit dem Frühlingsbeginn wandern die Amphibien wieder in Gebiete und auch über Straßen. Das Team der Krötenfreunde in Nürnberg sucht Helfer, die die Tiere rüber tragen.

Nürnberg – Mit den ersten wärmeren Tagen und regnerischen Abenden im Frühling, beginnen Amphibien wie Erdkröten, Grasfrösche sowie Berg- und Teichmolche ihre Wanderungen von ihrem Winter- in ihr Sommerquartier. Dabei machen die Tiere sich auf einen gefährlichen Weg: Um vom Wald zum Laichgewässer zu gelangen, müssen sie häufig viel befahrene Straßen überqueren. Je nach Wetterlage beginnt die Wanderung oft schon Ende Februar. 

Nürnberger Verein sucht Helfer, um Kröten sicher über die Straße zu bringen

Zum Schutz der Tiere richten die Naturschutzwacht, das Umweltamt der Stadt Nürnberg* sowie Bürgerinnen und Bürger mobile Krötenzäune am Straßenrand auf. Helferinnen und Helfer bringen die Amphibien dann sicher auf die gegenüberliegende Straßenseite, sodass sie ihre Reise fortsetzen können. Dazu werden nun weitere Freiwillige gesucht, wie die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung schreibt. Vor allem das Team der Krötenfreunde im Stadtteil Brunn sucht noch dringend helfende Hände zur Verstärkung.

Deshalb ist das Krötenretten so wichtig 

Kröten, Unken, Molche und Salamander sind erstaunliche Tiere: Während ihres Heranwachsens durchlaufen sie eine beeindruckende Metamorphose - vom Ei über die Larve bis hin zum erwachsenen Tier verändern sie ihre Gestalt komplett. Zum Problem für die Tiere wird, dass ihre Lebensräume - sowohl an Land als auch im Wasser - abnehmen. Auen und Moore werden laut NABU immer seltener, zudem gibt es immer weniger Laichgewässer. Umso wichtiger ist es, die Tiere zu schützen. 

In Bayern werden jährlich rund 700.000 Amphibien von Ehrenamtlichen gerettet, wie der Bund Naturschutz schreibt. Dadurch wurden schon viele Amphibienpopulationen vom Aussterben bewahrt. Insgesamt sind in Bayern 19 verschiedene Amphibienarten heimisch: Dazu gehören neben häufigen Arten wie der Erdkröte oder dem Grasfrosch auch seltenere Arten wie die Gelbbauchunke oder der knallblaue Moorfrosch.  

(Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Mittelfranken und der Franken-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

So wird man Krötenfreund 

Wer Interesse hat, den Kröten bei ihrer Wanderung zu helfen, kann sich unter der Mailadresse amphie9@t-online.de an die Krötenfreunde oder unter uwa3@stadt.nuernberg.de an das Umweltamt wenden. Beim Krötenretten gelten die derzeitigen Corona*-Regeln. 

Als Ausrüstung benötigen die Helferinnen und Helfer lediglich eine gute Taschenlampe und wasserdichte Kleidung. Die Amphibien sind besonders gerne bei Regen unterwegs. Zusätzlich ist es ratsam, dass die Helfenden eine Warnweste tragen, um von vorbeifahrenden Autos gesehen zu werden. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare