Eine Frau trägt ein Schild mit „Nazis raus“ darauf.
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Ein Nürnberger Antiradikalisierungsprojekt hat im Kampf gegen Antisemitismus einen Preis gewonnen (Symbolbild)

Bayerischer Integrationspreis 2021

Nürnberger Antiradikalisierungsprojekt bekommt Auszeichnung - drei Preise gehen nach München

Das Nürnberger Antiradikalisierungsprojekt setzt sich gegen Diskriminierung und Antisemitismus ein. Die Bemühungen wurden nun mit einem Preis belohnt.

Nürnberg - Das Nürnberger* Antiradikalisierungsprojekt ist mit dem Bayerischen Integrationspreis 2021 ausgezeichnet worden. 145 Bewerbungen gingen insgesamt ein. Die Jury des Bayerischen Integrationsrates wählte daraus drei Preisträger sowie die Gewinnerin eines Sonderpreises aus. Das vom Global Elternverein e.V. getragene Nürnberger Projekt unter der Leitung von Mehmet Yilmaz erhält den mit 2.000 Euro dotierten 2. Preis. 

Nürnberg: Antiradikalisierungsprojekt gegen Diskriminierung und Antisemitismus 

In der Begründung der Jury heißt es: Das Projekt Antiradikalisierung arbeitet gegen Diskriminierung und gegen Antisemitismus. Es soll dazu beitragen, Politikinteresse, Integration und menschenrechtliche Werte bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Im Fokus stehen hierbei die Vermittlung von Computerkenntnissen und Programmierfähigkeiten, der Besuch einer Synagoge und das Feiern von Festtagen anderer Religionen. Die Kinder und Jugendlichen bekommen aktive Unterstützung beim Aufbau von Eigenmotivation zur Verbesserung der Schulleistung und zur Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben – unter anderem durch ein Mentoring-Programm für ehrenamtliches Engagement. 

Nürnberg: Antiradikalisierungsprojekt macht laut Bürgermeister junge Menschen stark 

Oberbürgermeister* Marcus König (CSU) gratuliert dem Global Elternverein: „Mein herzlicher Glückwunsch für diese verdiente Auszeichnung, die Ihr wertvolles Engagement in einem nicht zu unterschätzenden Spannungsfeld würdigt: Radikalisierungsprävention, Einsatz gegen Diskriminierung und Rassismus, Integration durch Bildung, Eröffnung von beruflichen Perspektiven und gerechte Teilhabechancen sind eng miteinander verflochtene Themen. In Ihrem Projekt gelingt es Ihnen erfolgreich, junge Menschen stark für die Zukunft zu machen. Danke!“ 

Nürnberg: Das sind die weiteren Preisträger des Bayerischen Integrationspreis 2021 

Die weiteren Preisträger sind das Improtheater, München, und das Projekt YouthBridge, München. Der Sonderpreis geht an die Vorsitzende von heimaten e.V. – Netz für Chancengerechtigkeit in München, Zahra Akhlaqi.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU*), Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann (CSU) und die Bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer (CSU) werden die Preise am 21. Juni 2021 im Maximilianeum in München überreichen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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