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Erfolg bei den Grünen: Erste Transfrauen ziehen in den Bundestag - Tessa Ganserer für Nürnberg dabei

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Von: Tanja Kipke

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Die Freude bei den Grünen ist groß. Die ersten transgeschlechtlichen Personen ziehen in den deutschen Bundestag. Mit dabei: Tessa Ganserer aus Nürnberg.

Nürnberg - Sie hat es geschafft. Tessa Ganserer zieht zusammen mit Nyke Slawik als erste transgeschlechtliche Frauen in den Bundestag ein. Die Grünen haben bei der Bundestagswahl* in Bayern über 14 Prozent erzielt und feiern somit das beste Wahlergebnis seit Jahren. Um genau zu sein, seit 40 Jahren. „Es ist ein historischer Abend“, sagt die Grünen-Politikerin gegenüber dem BR. Alles rund um den Wahlabend und die Ergebnisse in Nürnberg* können Sie hier* nachlesen.

(Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Franken-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Nürnberg.)

Bundestagswahl 2021 in Nürnberg: Tessa Ganserer kämpfte um Direktmandat in Nürnberg-Nord

Ganserer (Grüne) war mit Sebastian Brehm (CSU) und Gabriela Heinrich (SPD) als Direktkandidatin im Wahlkreis Nürnberg-Nord aufgestellt. Auf dem Stimmzettel war Ganserer allerdings noch unter ihrem abgelegten Namen gestanden, was ihr sehr zu schaffen machte. Am Wahlabend holte Brehm sich mit eindeutigen 28,4 Prozent das Direktmandat. Um den zweiten Platz lieferten sich Ganserer und Heinrich am Wahlabend ein spannendes Rennen. Die Grünen-Politikerin gewann es schließlich knapp mit 22,6 Prozent gegenüber 21,9 Prozent. Durch die Listenplätze der Grünen in Bayern zieht Ganserer nun in den Bundestag ein. „Ich bin noch ganz überwältigt, freue mich aber riesig auf meine neue Aufgabe in Berlin!“, twittert sie am Montagmorgen.

Sie bedankt sich von Herzen für das „Vertrauen der Wähler*innen“. Am Ende ihrer Nachricht schickt sie noch ihre Glückwünsche an Nyke Slawik, die aus NRW für die Grünen in den Bundestag ziehen wird.

Tessa Ganserer: „Das alte Denken in Deutschland wurde abgestraft“

Ganserer gehört seit 2013 dem bayerischen Landtag an. Vor drei Jahren hatte sie ihr Coming-Out als Transfrau. Sie setzt sich für den Klimaschutz und für die Rechte von schwulen, lesbischen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen ein. Das Wahlergebnis zeige ihr, dass sich in Deutschland etwas tut: „Der Wahlabend zeigt deutlich, dass das alte Denken in Deutschland abgestraft wurde, und es ist einfach Zeit ist, auch für die Rechte von queeren Menschen in Deutschland etwas zu tun“, sagt Ganserer dem BR. Sie freue sich daher sehr, ihre Themen in den nächsten vier Jahren auch im Deutschen Bundestag voranzubringen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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