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Nürnberger will zur Chinesischen Mauer reiten - und auf dem Weg 10.000 Stammzellenspender gewinnen

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Von: Tanja Kipke

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Jürgen Dirrigl will mit seinem Pferd Peu nach China reiten.
Jürgen Dirrigl will mit seinem Pferd Peu nach China reiten. © dpa/Jürgen Dirrigl/nachchinareiten.de

Jürgen Dirrigl hat sich Großes vorgenommen. Mit seinem Pferd will er nach China reiten - und auf dem Weg Spender sammeln. Einen Testritt hat er bereits begonnen.

Nürnberg - Seit einem Jahr plant der 52-jährige Nürnberger* Jürgen Dirrigl seine Reise zur Chinesischen Mauer. Entlang der neuen Seidenstraße will er mit seinem Pferd Peu die fast 18.000 Kilometer nach China zurücklegen. Auf seinem Weg möchte er 10.000 neue Stammzellenspender gewinnen. Dafür sind zahlreiche Typisierungsaktionen mit dem Deutschen Roten Kreuz geplant. Die Idee kam ihm durch seine schwer kranke Freundin. „Sie ist an Leukämie erkrankt und wird unsere Abreise vermutlich auch nicht mehr erleben, weil es keinen Spender gab“, sagt Dirrigl dem BR.

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Nürnberger will nach China reiten: Testritt vor der großen Reise bereits gestartet

Vor knapp zehn Tagen ist Dirrigl zu einer 35-tägigen Testreise aufgebrochen. Vom bayerischen Hof bis nach Lübeck soll der Testritt gehen und beweisen, ob Mensch und Tier gut auf die Strapazen vorbereitet sind. Rund 900 Kilometer wird der Nürnberger mit seinem Pferd Peu in den nächsten Wochen zurücklegen. Mit dabei ist der 37-jährige Emanuel mit seinen zwei Hunden, Turbo und Milow. Er wird den Nürnberger mit einem Allrad-Fahrzeug begleiten und auch Futter für Peu transportieren, was Dirrigls Angaben nach spätestens ab Ostanatolien nötig sein wird.

Beim Testritt sei es „genau die Dauerbelastung“ wie auch bei seiner Reise nach China. Denn die Tagesetappen seien gleich geplant wie er der dpa erklärt. Immer 30 Kilometer am Tag, dazwischen insgesamt fünf Ruhetage.

Reise nach China soll zwei bis drei Jahre dauern

Für die Reise nach China plant der 52-Jährige zwei bis drei Jahre ein - inklusive Winterpausen. Los geht es von Crailsheim in Baden-Württemberg. Das Ende wird Huairou in China sein. Dabei wird Dirrigl 17 Grenzen passieren und - hoffentlich - zahlreiche neue Stammzellenspender gewinnen. Wie er dem BR erklärte, sei es leider immer noch so, dass viele Menschen nicht wüssten, dass ein Wangenabstrich ausreiche, um sich typisieren zu lassen. Auch das Knochenmark könne ambulant übers Blut entnommen werden. Eine Stammzellenspende sei also kein großes Ding, so Dirrigl.

Seinen Testritt sowie seine Reise nach China kann auf seinem Blog oder auf seinen Social-Media-Kanälen verfolgt werden. Das Projekt „Vom Ländle ins Land der Mitte“ des Nürnberger wird von Spenden finanziert. (tkip mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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