Zettel und Schilder weisen in verschiedenen von Geschäften in der Innenstadt auf die Schließung aufgrund der Corona-Krise hin
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Corona in Bayern: Die Schließung der Geschäfte und Gastronomie hat auch Einfluss auf die Arbeitssituation vieler Menschen. Nun liegen neue Arbeitslosenzahlen vor. (Archivbild)

„Lage angespannt“

Corona-Arbeitslose in Bayern: Neue Zahlen in Nürnberg vorgelegt - ein Wert deutlich gestiegen

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeitslosigkeit in Bayern aus? Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit legte dazu in Nürnberg neue Zahlen vor.

Nürnberg - Die Corona-Krise* hat das Leben in Bayern stark verändert. Nicht nur durch Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen. Durch den Lockdown*, die damit verbundenen Schließungen von Geschäften und Restaurants und durch neue Home-Office-Regelungen hat sich auch die Arbeitssituation für viele Bürger gewandelt.

Nicht wenige Menschen haben durch die Pandemie außerdem ihre Arbeit verloren. Unternehmen mussten Insolvenz anmelden. Wie stark sich die Krise auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt hat, zeigte sich nun anhand aktueller Zahlen. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit stellte an diesem Dienstag (2. März) in Nürnberg* die bayerischen Arbeitslosenzahlen für den Februar vor.

Nürnberg: Bundesagentur legt neue Arbeitslosenzahlen vor - Geschäftsführer liefert Erklärung für Quote

Zuerst einmal: Die Arbeitslosigkeit in Bayern hat sich im Februar praktisch nicht verändert. Die Quote verharrte bei 4,2 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg* mitteilte. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 316.632. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit allerdings deutlich gestiegen: Im Februar 2020 hatte die Quote - noch unbeeinflusst von Corona - bei 3,2 Prozent gelegen.

„Im Februar haben zwar weniger Menschen ihre Beschäftigung verloren und sind dadurch arbeitslos geworden als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten jedoch weniger Arbeitslose eine Beschäftigung finden“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Ralf Holtzwart laut dpa-Informationen. Daher fiel der im Februar übliche leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit dieses Jahr sehr viel geringer aus als vor einem Jahr.

„In Anbetracht der anhaltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie hält sich der Arbeitsmarkt in Bayern verhältnismäßig robust“, sagte Holtzwart. „Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage angespannt ist. Die staatlichen Subventionen federn stärkere Auswirkungen ab.“

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Insolvenzen in Bayern: Zahl der Anträge von Unternehmen niedrig - Übrige Insolvenzanträge steigen aber

Auch bezüglich der Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Bayern gibt es Neuigkeiten. Diese ist laut dpa trotz Corona-Krise* niedrig. Im Januar 2021 hätten 138 bayerische Unternehmen bei den Gerichten Insolvenzanträge gestellt, im Dezember seien es 168 gewesen, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth mit.

Zwischen März und September 2020 war die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags ausgesetzt worden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern. Im September hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Freistaat laut der Daten der Statistiker mit 121 ihren Tiefststand erreicht.

Die Zahl der übrigen Insolvenzanträge - etwa von Privatpersonen oder ehemals Selbstständigen - steige dagegen seit Oktober 2020 stetig, wie das Landesamt weiter mitteilte. Im September 2020 hatte ihre Zahl mit 230 ihren Tiefststand erreicht, im Januar 2021 waren es schon 721. Jedoch sei das immer noch ein Prozent weniger als im Vorjahresmonat. (nema mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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