Luftqualität Messstation an einer vielbefahrenen Straße
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Die Messtationen in Nürnberg zeigten, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub 2020 eingehalten werden konnten. (Symbolbild)

Bessere Luft dank Corona? 

Dank Corona? Luft in Nürnberg 2020 deutlich besser als 2019 

Die Luft in Nürnberg ist im Jahr 2020 deutlich besser als noch 2019. Die Jahresgrenzwerte liegen sogar unter der erlaubten Grenze. 

Nürnberg - Das Referat für Umwelt und Gesundheit zieht Bilanz zur Luftqualität im zurückliegenden Jahr 2020 für Nürnberg*. „Es ist eine sehr gute Nachricht, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) und für Feinstaub (Fraktionen PM10 und PM2,5) an allen Luftmessstationen im Stadtgebiet im Jahr 2020 sicher eingehalten wurden“, heißt es aus dem Referat für Umwelt und Gesundheit. Weiter führt die Referentin Britta Walthelm aus: „Dies gilt sowohl für die Jahresgrenzwerte wie auch für Kurzzeit-Grenzwerte auf Tages- oder Stundenbasis.” 

Jahresgrenzwert an Stickstoffdioxid in Nürnberg deutlich unterschritten 

Auch die in der Vergangenheit durch Überschreitungen des Jahresgrenzwertes für Stickstoffdioxid auffällige Messstation an der Von-der-Tann-Straße liegt mit 36 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft nun deutlich unter dem Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm.  

Da die Stickstoffdioxid-Belastungen im städtischen Umfeld zum überwiegenden Teil durch den motorisierten Individualverkehr hervorgerufen werden, macht sich hier der kontinuierliche Flottenwechsel mit verbesserter Abgasreinigung und zunehmendem Anteil an alternativen Antriebsformen positiv bemerkbar. Für 2020 sind als Sondereffekte zudem die Verringerung des Einkaufs- und Besucherverkehrs (etwa zum Christkindlesmarkt) während der Phasen des Lockdowns sowie die generell geringeren Fahrzeugbewegungen der Berufspendler aufgrund von vermehrter Homeoffice-Tätigkeit anzuführen.

Ozon-Werte 2020 in der Stadt Nürnberg waren unauffällig

Im Jahr 2019, das als ein Jahr der Ozon-Rekorde gilt, stellt sich 2020 auch im Hinblick auf die Ozon-Werte als ein weitgehend unauffälliges Jahr dar.  

Demnach wurde die Informationsschwelle der 39. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen) von 180 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter) zum Schutz von sensiblen Bevölkerungsgruppen nicht überschritten, wie aus einer Meldung des Rathauses hervorgeht.  

Gründe für sauberere Luft in Nürnberg: Corona und gutes Wetter sorgen für bessere Werte 

Weiter wird ausgeführt, dass „keine einzige Ozon-Warnung ausgelöst werden musste“. Einzig an der Messstation am Flughafen wurde der Zielwert für die Anzahl der Tage mit erhöhten Ozon-Gehalten im Kalenderjahr 2020 erneut überschritten. Neben den coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens war insbesondere das sommerliche Wettergeschehen ohne ausgeprägte Phasen mit hohen Temperaturen, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung für die positive Ozon-Entwicklung verantwortlich.  

Gemessen werden die Ozon-Werte an insgesamt fünf Luftmessstationen. Die Grundlage der Beurteilung durch die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg orientiert sich an Werten aus dem Stadtgebiet.

Die Standorte der Stationen sind:

  • Von-der-Tann-Straße (verkehrsnah),
  • die Köhnstraße (verkehrsnah, südlich Hauptbahnhof),
  • die Muggenhofer Straße (städtischer Hintergrund),
  • Jakobsplatz (städtischer Hintergrund)
  • und der Flughafen (ländlich-stadtnaher Hintergrund). 

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