Passanten mit Mund-Nasen-Schutz gehen vor der Kulisse der Nürnberger Altstadt.
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Aufgrund des gestiegenen Inzidenzwerts gelten für die Stadt Nürnberg wieder härtere Maßnahmen.

Inzidenzwert weiter über 100

Corona-Regeln werden verschärft: Nürnberg überschreitet Grenzwert deutlich - auch andere Städte betroffen

  • vonTanja Kipke
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Der steigende Inzidenzwert in Nürnberg zwingt die Stadt dazu, die Lockdown-Lockerungen wieder aufzuheben. Neue Regelungen gelten ab Dienstag (16. März).

Nürnberg - In den letzten Tagen hatte es sich schon abgezeichnet. Der Inzidenzwert in Nürnberg liegt seit Freitag deutlich über 100. Das Robert-Koch-Institut* hat am Sonntag einen Sieben-Tage-Inzidenzwert* von 112,7 bekannt gegeben. Nürnberg liegt also seit drei aufeinanderfolgenden Tagen über dem Grenzwert von 100. Daher gelten für die Stadt ab Dienstag (16. März) die Maßnahmen der Infektionsschutzverordnung bei einer Inzidenz von über 100. Nach den Schulschließungen folgen nun auch weitere Einschränkungen.

Nürnberg Inzidenz weiterhin über 100 - was ab Dienstag 16. März gilt

Da der Inzidenzwert am Freitag schon die Grenze von 100 überschritten hatte, beschloss die Stadt, dass Schulen ab Montag wieder in den Distanzunterricht zurückkehren und Kitas in den Notbetrieb gehen. In einer Pressemitteilung hat die Stadt Nürnberg* nun bekannt gegeben, dass die bestehenden Lockerungen zum Großteil wieder zurückgenommen werden müssen. Was dies konkret bedeutet:

  • Zwischen 22 und 5 Uhr gilt wieder eine nächtliche Ausgangssperre
  • Kontaktbeschränkungen: Treffen mit nur einer weiteren Person außerhalb des eigenen Haushaltes erlaubt. (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet)
  • „Click and Meet“ in Geschäften entfällt - Abholen vorbestellter Ware weiterhin möglich.
  • Blumenläden, Buchhandlungen, Baumärkte und alle Geschäfte der Grundversorgung dürfen geöffnet bleiben.
  • Schulen gehen wieder in den Distanzunterricht - bei Kitas gilt der Notbetrieb.
  • Tiergarten Nürnberg muss seine Tore wieder schließen.
  • Stadtbibliotheken und Stadtarchiv bleiben unter den bisherigen Bedingungen geöffnet.
  • Sport in festen Gruppen nicht mehr erlaubt - nur noch kontaktfreier Sport möglich.
  • Maskenpflicht in den ausgewiesenen Zonen montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr, in den Bereichen der großen Einkaufszentren auch samstags von 9 bis 18 Uhr.

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es, man habe dabei keinerlei eigenen Ermessensspielraum. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) appelliert daher erneut an die Bevölkerung: „Wir alle müssen uns an die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln halten, um aus dieser schlimmen Situation herauszukommen. Es kommt auf jeden und jede an.“

Auch in anderen bayerischen Städten werden Lockerungen zurückgenommen

Schlechte Nachrichten gibt es auch für die Bürger in vier weiteren bayerischen Städten. Für Regensburg*, Fürth, Landshut und Straubing gelten bereits ab Montag (15. März) die strengeren Regeln. Die Städte hatten bereits am Samstag den dritten Tag in Folge den Inzidenzwert von 100 überschritten. Die sogenannte bayerische „Notbremse“ führt auch in den genannten Städten zu Ausgangssperren, Distanzunterricht, Ladenschließungen und Kontaktbeschränkungen. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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