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Ein Drittel der Betriebe verstößt gegen Corona-Auflagen: Stadt kontrolliert und zieht harte Bilanz

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Polizei steht in einer Bäckerei
Die Polizei hat zusammen mit den Behörden der Stadt in Nürnberg in mehreren Betrieben die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. (Symbolbild) © Frank Hammerschmidt/dpa

Nürnbergs OB König schärft den Fokus: Nachdem etwa ein Drittel der Betriebe gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat, müsse weiter kontrolliert werden.

Nürnberg – Egal ob Restaurant, Friseur oder Disco: Jeder dritte Betrieb verstößt gegen die Corona*-Regeln in Nürnberg. Das ergaben die Kontrollen bis Sonntag (5. Dezember). Oberbürgermeister Marcus König möchte deshalb die Kontrollen verschärfen. Das berichtet nordbayern.de.

Keine Toleranz bei Corona-Sündern in Bayern! Das zumindest hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder* (CSU*) angekündigt. „Bei Verstößen werden direkt Geldstrafen oder vorübergehende Schließungen ausgesprochen“, warnte Söder. „Das Schutzsystem hat nur Sinn, wenn es auch eingehalten wird.“ Deswegen sind die Beamten der Behörden zusammen mit der Polizei in Nürnberg* seit einigen Wochen daran, die Discos, Friseure, Fitnessstudios und Geschäfte der Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Corona-Sünder in Nürnberger Betrieben: Polizei führte Kontrollen durch

Von den knapp 670 Betrieben haben etwa 250 die Regeln missachtet. Die Polizei habe am Samstag (4. Dezember) kontrolliert, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Sie zieht die Bilanz und musste einen Club sogar behördlich schließen. Unter den Verstößen tummeln sich unter anderem 22 Inhaber, die weder Impf- noch Genesenen- oder gar Testzertifikat vorzeigen konnten. Auch über 60 Beschäftigte und mehr als 80 Gäste konnten keinen Nachweis zu einem der drei Gs (geimpft, genesen, getestet) vorweisen. 113 Personen haben zudem gegen die Maskenauflagen verstoßen.

Normalerweise sei es Aufgabe der Stadt, die Corona-Auflagen in den Betrieben zu überprüfen. Doch da es immer wieder zu Anfeindungen und Übergriffen komme, werden die Mitarbeiter vom Ordnungsamt oft von Polizisten begleitet. Das erklärt die Deutsche Polizeigewerkschaft.

Robert Pollack, Leiter der Kontrollen des Ordnungsamtes, möchte nicht vorschnell urteilen: „Für manche ist das alles nicht immer verständlich und wenn man sich die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung durchliest, kann man das verstehen.“ Gerade kleinere Betriebe seien mit den sich oft veränderten Regeln überfordert und wissen nicht, was aktuell gilt. „Da gibt es einfach noch Schwierigkeiten bei der Umsetzung.“

Corona-Kontrollen: Nürnberger OB König für Überwachung der Regelungen

Doch Marcus König bleibt hartnäckig: „Leider ist es allzu oft nötig, die bestehenden Regelungen auch nachhaltig zu überwachen“, sagte er am Dienstag (7. Dezember). „Dies zeigt uns die Erfahrung. Glücklicherweise halten sich die meisten Menschen und Einrichtungen an die Regeln.“ Das Ordnungsamt werde weiter genau hinsehen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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