„Aus Respekt für die Corona-Toten“

Gedenken für Corona-Tote in Nürnberg: Kirchenglocken läuten - Busse und Bahnen stehen still

  • vonTanja Kipke
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In ganz Bayern findet heute eine Schweigeminute in Gedenken an die Corona-Toten statt. Auch Nürnberg beteiligt sich mit Aktionen an der Gedenkfeier.

Nürnberg - Im bayerischen Landtag findet heute (23. März) ein Trauerakt zum Gedenken an die Corona-Toten* statt. Markus Söder* wird dabei ebenso wie die Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprechen. Im ganzen Freistaat ist an diesem Dienstag an allen staatlichen Dienstgebäuden in Bayern Trauerbeflaggung angeordnet. Außerdem findet eine Schweigeminute bayernweit um 14.30 Uhr statt. Auch Nürnberg* beteiligt sich an den Aktionen.

Um den 13.000 Corona-Toten in Bayern zu gedenken, läuten um 14 Uhr die Nürnberger Kirchenglocken der drei Innenstadt-Kirchen und der Friedenskirche in Johannis. Damit beteiligt sich die Evangelische Kirche in Nürnberg den Trauerakt im Landtag, wie nordbayen.de berichtet. Mit dem Läuten der Glocken werde die Verbundenheit mit den Trauernden ausgedrückt. Auch andere Nürnberger Kirchengemeinden wollen sich an der Aktion beteiligen.

Nürnberger Kirchenglocken läuten in Gedenken an Corona-Tote - Marcus König besucht Sebalduskirche

Um an einer Schweigeminute für die Opfer der Pandemie beim Glockengeläut teilzunehmen, besucht Oberbürgermeister Marcus König die Sebalduskirche. In den Kirchen St. Sebald, St. Egidien und St. Jakob stehen zudem Seelsorger zum Gespräch bereit, heißt es im Bericht von nordbayern.de weiter. Weil sich viele Menschen wegen der Einschränkungen oftmals nicht in gewohnter Weise von den Verstorbenen verabschieden konnten, soll den Betroffenen auf diese Weise Raum für ihre Trauer gegeben werden, heißt es in einer Mitteilung der Staatsregierung und des Landtags. „Dafür sind unsere Kirchen geöffnet und wir für die Menschen da“, sagt der Sebalder Pfarrer Martin Brons gegenüber nordbayern.de.

Nürnberger VGA lässt Busse und Bahnen in Gedenken an die Corona-Toten stehen

Auch die Nürnberger VGA beteiligt sich am Gedenken für die Verstorbenen der Corona*-Pandemie. Um 14.30 Uhr bleiben Busse und Bahnen für einen kurzen Moment stehen, heißt es in einer Mitteilung der VGA. „Bei uns, aber auch weltweit sind viele Menschen verstorben oder so schwer erkrankt, dass sie an den Folgen der Krankheit lange Zeit leiden“, so Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der VGA. Er hat daher eine Bitte an seine Fahrgäste: „Wir bitten unsere Fahrgäste, mit uns stehen zu bleiben und inne zu halten. Zum Gedenken an und aus Respekt für die Corona-Toten und -Kranken in unserem Land, aber auch weltweit“. Die Fahrgäste werden über Durchsagen und die Fahrgastinformationssysteme über die Schweigeminute informiert. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © dpa/ Daniel Karmann

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