1. Startseite
  2. Bayern
  3. Nürnberg & Franken

Mögliche illegale Schule in Erlangen: Blieben die Behörden zu lange untätig?

Erstellt:

Kommentare

Ein Grundschüler während des Lernens. Jungen haben mit Online-Lernangeboten mehr zu kämpfen als Mädchen. (Archivbild)
Eine illegale Schule wurde von Behörden offenbar erst verspätet überprüft (Symbolbild). © imago

Haben die Behörden Hinweise auf eine illegale Schule in Erlangen ignoriert? Das betreffende Gelände hätte man wahrscheinlich schon früher überprüfen können. 

Nürnberg – Der Fall einer möglichen illegalen Schule in Erlangen-Eltersdorf sorgt für weiteren Ärger. Jetzt geraten die zuständigen Behörden immer mehr in die Kritik. Der Grund: Sie sollen der Sache zu spät nachgegangen sein. Eigenen Angaben zufolge hätten das Staatliche Schulamt und die Stadt Erlangen schon vor den Herbstferien Hinweise zu einer möglicherweise illegalen Lerngruppe auf dem Gelände der Königsmühle erhalten, berichtet nordbayern.de

Gelände wurden offenbar erst spät überprüft

Zu der Zeit waren Schülerinnen und Schüler coronabedingt jedoch noch von der Präsenzpflicht befreit. Blieben sie Zuhause, hatte Eltern keine Strafen zu fürchten. Deshalb hätten die Behörden damals „keine Erkenntnisse über etwaige vermehrte Verstöße gegen die Schulpflicht im Erlanger Stadtgebiet“ gehabt. Das schrieben die Regierung Mittelfranken und die Erlanger Behörden in einer gemeinsamen Mitteilung.

Zum Ende der Herbstferien am 5. November trat die Präsenzpflicht wieder in Kraft. Trotzdem ließen die Behörden das Gelände Königsmühle erst einen Tag nach einem Bericht von nordbayern.de überprüfen – am 25. November. Schulpflichtige Kinder fanden Polizei und Ordnungsamt nicht vor.

Erlangen und Landkreis: 20 Kinder fehlen im regulären Unterricht

Ermittelt wird weiterhin – zu Details halten sich die Stadt Erlangen und die Regierung von Mittelfranken noch bedeckt. Ob die Behörden mit Schulämtern aus dem Erlanger Umkreis zusammenarbeiten wollen, ist noch unklar. „Es werden alle erfolgversprechenden Aufklärungsmöglichkeiten bei den weiteren Ermittlungen genutzt“, antwortete die Regierung von Mittelfranken auf eine Nachfrage von nordbayern.de. Derzeit werden in Erlangen und dem Landkreis 20 Kinder im regulären Unterricht vermisst.

Auch interessant

Kommentare