Ein Radfahrer ist in Offenbach tödlich verunglückt.
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In Nürnberg soll Fahrrad fahren durch eine App sicherer werden. (Symbolbild)

Karte mit Beinahe-Unfällen

SimRa-App soll für mehr Sicherheit im Nürnberger Radverkehr sorgen - So funktioniert sie

Die SimRa-App soll den Radverkehr in Nürnberg sicherer machen. Wie genau funktioniert die neue Anwendung? 

Nürnberg - Der aktuelle ADFC-Fahrradklimatest hat ergeben, dass vier von fünf Radfahrern sich auf Nürnbergs* Straßen nicht sicher fühlen. Eine neue App, die Gefahrensituationen aufzeichnet, soll nun für mehr Sicherheit sorgen. 

Nürnberg: App Soll Radverkehr sicherer machen - Das kann die SimRa-App 

Die kostenlose SimRa-App (Sicherheit im Radverkehr) zeichnet die Route der Radfahrer auf und erkennt gefährliche Situationen, beispielsweise wenn der Radler plötzlich stark bremst oder den Lenker umreißt. An diesen Stellen setzt die App dann einen Marker. Später können die Radfahrer angeben, was genau passiert ist. Etwa, wenn der Radfahrer beim Abbiegen übersehen wurde oder wenn jemand zu knapp überholt hat. 

Vor allem ginge es dabei um Beinahe-Umfälle, wie Robin Mannetstätter, der die App seit einigen Wochen nutzt, dem BR erklärt hat. Die angegebenen Daten werden dann anonymisiert an die Technische Universität in Berlin weitergegeben, die hinter der Entwicklung der App steht. Die Entwickler der TU Berlin erstellen aus den Daten dann eine Karte, aus der mögliche Gefahrenstellen in der Stadt hervorgehen.  

Nürnberg: Verkehrsplanungsamt der Stadt will Unfall-Karte einbinden 

Das Vorhaben, Radwege sicherer zu machen, ist auch Teil des Mobilitätspakts der Stadt Nürnberg*, der Anfang des Jahres von den Stadträten beschlossen wurde. In den kommenden Jahren will die Stadt Radwege verbreitern und Lücken schließen, sodass ein Radnetz von rund 135 Kilometern Länge entsteht. Dabei könnten auch die durch die SimRa-App erstellten Unfall-Karten ins Spiel kommen.

Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes, zeigt sich laut BR aufgeschlossen gegenüber der Idee. Alle Daten seien herzlich willkommen, wenn sie repräsentativ sind und klare Erkenntnisse liefern könnten. Das Verkehrsplanungsamt kenne die Engstellen und Unfallschwerpunkte in der Stadt bereits, eine Karte mit Beinahe-Unfällen wäre aber neu. Jedoch könne laut Jülich auch nicht jedes Fehlverhalten von Autofahrern planerisch gelöst werden. Deshalb plädiert er zusätzlich auf gegenseitige Rücksicht zwischen Rad- und Autofahrern. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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