Feuerwehrleute aus Mittelfranken musste von ihren griechischen Kollegen gerettet werden.
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Feuerwehrleute aus Mittelfranken musste von ihren griechischen Kollegen gerettet werden. (Symbolbild)

Nürnberger Kollege hilft

Feuerwehrleute aus Mittelfranken verirren sich in Griechenland - Hilfe kommt ausgerechnet aus der Heimat

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Bei einer ungewöhnlichen Rettungsaktion mussten zwölf Feuerwehrleute aus Mittelfranken in Griechenland gerettet werden. Geholfen hat dabei ein Kollege aus der Heimat.

Nürnberg/Thasos - Wenn Helfer selbst einmal Hilfe brauchen. So könnte man die Geschichte einer verrückten Rettungsaktion in Griechenland betitelten. Während eines privaten Wanderurlaubs verirrten sich zwölf Feuerwehrleute aus Mittelfranken auf der griechischen Insel Thasos. Geholfen wurde ihnen letztendlich von einem Kollegen im rund 1500 Kilometer entfernten Nürnberg*.

Feuerwehrleute verirren sich auf Thasos und bekommen Hilfe aus Deutschland

Zu zwölft reisten die Feuerwehrkameraden aus Mittelfranken für einen Wanderurlaub nach Thasos. Auf einer Tour am Dienstag (27. Juli) stellten sie fest, dass sie sich zum einen verlaufen hatten und zum anderen, dass zwei ihrer Kollegen schon seit geraumer Zeit fehlten. Die Freunde hatten außerdem nicht genug Trinkwasser dabei. Deshalb entschieden sie sich, Hilfe zu holen. Sie riefen bei der international gültigen Notrufnummer 112 an und landeten bei einem örtlichen Helfer. Die Kommunikation gestaltete sich jedoch schwierig. Der Mann verstand die Kollegen aus Deutschland nicht.

Also kamen die Floriansjünger auf die Idee bei der Integrierten Leitstelle* (ILS) in Nürnberg anzurufen, berichtet die ILS am Mittwoch. Dort ging zufälligerweise ein Kollege ans Telefon, der gebürtiger Grieche ist. Ein noch größerer Zufall war, dass der Mann seine Jugend häufig auf Thasos verbrachte und sich deshalb dort gut auskannte.

50 Helfer brechen aus um ihren deutschen Kammeraden zu helfen

Der ILS-Mitarbeiter konnte die Männer mithilfe von GPS lokalisieren und alarmierte die Feuerwehr auf Thasos - deren Nummer er ohnehin in seinem Handy gespeichert hatte. Die wären eigentlich sofort mit einem Rettungshubschrauber aufgebrochen. Aber alle zwölf Helikopter waren im Einsatz, um bei einem Waldbrand in der Region zu helfen. Deshalb brachen mehr als 50 Helfer zu Fuß auf, um nach den Deutschen zu suchen.

Nach etwa fünf Stunden fanden die griechischen Helfer die völlig erschöpften Wanderer und auch die zwei vermissten Männer. Alle wurden unversehrt ins Tal gebracht und von dort aus zurück in ihr Hotel gefahren. Ernsthaft verletzt wurde bei der Aktion niemand. (tel mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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