Der Verein Nürnberg-Fürther Stadtkanal e.V. will aus dem Frankenschnellweg einen Stadtkanal machen.
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Der Verein Nürnberg-Fürther Stadtkanal e.V. will aus dem Frankenschnellweg einen Stadtkanal machen.

Kuriose Idee

„Nürnberg könnte eine fantastische Stadt werden“: Verein will aus Frankenschnellweg einen Stadtkanal machen

Die Zukunft des Frankenschnellwegs ist weiterhin umstritten. Ein Verein hat nun vorgeschlagen, einen Stadtkanal aus der Autobahn zu machen.

Nürnberg - Die Zukunft des Frankenschnellwegs ist weiterhin ein heiß diskutiertes Thema in Nürnberg*. Die einen sind für einen Ausbau, die anderen vehement dagegen. Der Verein Nürnberg-Fürther Stadtkanal e.V. hat mit seiner Idee jetzt einen ganz neuen Vorschlag gebracht: Aus dem Frankenschnellweg soll ein Stadtkanal für Nürnberg und Fürth werden - mit Nahverkehr auf dem Wasser und verpachteten Flächen am Ufer. 


Nürnberg: Stadtkanal statt Frankenschnellweg? 


Geht es nach Theobald Fuchs und den Mitgliedern seines Vereins, könnte man schon bald über den Frankenschnellweg rudern. „Die Teerdecke müsste weg“, erklärt er bei nordbayern.de, „aber ich denke, 2022 könnte es losgehen.“ Mit ihrer Idee wollen die drei Gründer des Vereins - Theobald Fuchs, Tibor Klingen und Klaus Wechselberger - die Diskussion um den Ausbau der Autobahn zwischen Nürnberg* und Fürth endgültig auf Eis legen. Ein solcher Kanal könne ohne Großbaustelle und Bauunternehmen entstehen. 

„Wir wollen mit so wenig Aufwand wie möglich Flächen für Einwohner frei machen“, so Fuchs. Dort wo heute Autos und Lkw über die Autobahn düsen, ist früher tatsächlich schon einmal Wasser geflossen. Vor mehr als 50 Jahren wurde der Frankenschnellweg nämlich auf einer Trasse des Ludwig-Donau-Main-Kanals gebaut. Dieses Wasser wünschen Theobald Fuchs und seine Mitstreiter sich zurück. 


Nürnberg: Bürger sollen sich selbst um den Bau des Kanals kümmern 


Es soll aber kein Industriekanal mit tonnenschweren Schiffen entstehen. Eine Wasser-Idylle mit Raddampfer jedoch auch nicht. Vielmehr soll der Kanal eine Mischung aus Natur und innovativer Technik sein. „Zum Beispiel für Schiffe mit Solarstrom, die sich selbst automatisch an Stationen aufladen.“ Der Verein plant knapp 1,50 Meter Wassertiefe, mit schrägen Ufern, an denen Rudervereine Platz finden und jedes Jahr Wettbewerbe veranstalten können. Einen Bauträger soll es nicht geben, stattdessen sollen Bürger Grundstücke am Wasser pachten und sich dann um den Bau des Kanals kümmern. 

Für Fuchs ist es „einfach nicht logisch“, in den Ausbau der Autobahn A83 zu investieren. Er sieht „die fantastische Stadt, die Nürnberg werden könnte - im Vergleich zum immer gleichem Beton“. Aber wohin mit den zehntausenden Fahrzeugen, die täglich den Frankenschnellweg passieren? Auch dafür hat Fuchs einen Plan: Der Durchgangsverkehr zwischen München und Frankfurt soll auf die A3, A6 und A9 verlagert werden. Die Gruppe der Pendler wird sich laut Fuchs in den kommenden Jahren verändern und mehr und mehr zum Nahverkehr wechseln, der in großen Teilen auch mit Booten erfolgen kann. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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