Coronavirus in Nürnberg: Stühle einer Cafe-Terrasse in der Innenstadt sind mit Absperrband um einen Sonnenschirm gebunden.
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Ein neuer Beschluss im Nürnberger Stadtrat hilft auch den Gastronomen in der Innenstadt.

Beschluss im Stadtrat

Wegen Corona-Krise: Nürnberger Gastronomie und Einzelhandel erhalten weiter finanzielle Erleichterungen

Nürnberger Gastronomen sollen in der Corona-Pandemie weiterhin Erleichterungen bei Sondernutzungsgebühren erhalten. Das beschloss der Stadtrat vergangene Woche.

Nürnberg - Der Stadtrat hat am vergangenen Mittwoch (24. März) beschlossen, die im Frühjahr 2020 eingeführten coronabedingten Erleichterungen bei Sondernutzungsgebühren für öffentliche Flächen bis Ende 2021 zu verlängern. Damit folgt er einem Vorschlag des Wirtschafts- und Wissenschaftsrats. Der Beschluss kommt der Gastronomie, dem Einzelhandel, Verkaufsständen und dem Schaustellergewerbe zugute. 

Nürnberg: Gastronomen müssen nicht für Freischankflächen zahlen  

Unter anderem werden laut einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg* die Sondernutzungsgebühren für die Freischankflächen in der Gastronomie um 100 Prozent reduziert. Für Warenausstellungsvorrichtungen im Einzelhandel und Verkaufsstände jeweils um 50 Prozent. Die Erleichterungen gelten vorerst bis zum 31. Dezember 2021. Die Gebührenermäßigungen sollen weiterhin automatisch vom Liegenschaftsamt umgesetzt werden. 

Auf diese Weise wolle die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten die von der Corona*-Krise besonders betroffenen Wirtschaftszweige unterstützen, erklärt Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Michael Fraas. Der Ferienausschuss des Stadtrats hatte bereits am 3. März beschlossen, Gebühren für verschiedene Veranstaltungen zur Hälfte zu reduzieren. Darunter Festivitäten mit lokalem Bezug, aus der Mitte der Bürgerschaft oder solche, die Gemeinsinn fördern, wie etwa Kirchweihen oder Stadtteilfeste.  

Video: Coronahilfen - Auch Brauereigaststätten bekommen Unterstützung

Nürnberg: Keine Sondernutzungsgebühren an coronabedingt geschlossenen Tagen 

An Tagen, an denen ein Betrieb coronabedingt geschlossen hatte und somit die Sondernutzung nicht ausgeübt hat, entfallen die Gebühren gänzlich. In einem solchen Fall können betroffene Unternehmen sich bei der zuständigen Abteilung des Liegenschaftsamts melden. Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Fraas verspricht: „Wir werden tagesgenau abrechnen und etwaige, vorausbezahlte Gebühren selbstverständlich zurückzahlen.“ Im Einzelfall seien sogar Stundungen möglich. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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