Abschiebegefängnis Hof
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In Hof hat das neue Abschiebegefängnis eröffnet.

Platz für 150 Menschen

Abschiebungseinrichtung in Hof eröffnet: Schon bald werden die ersten Häftlinge untergebracht

Das neue Abschiebegefängnis in Hof ist in Betrieb genommen worden. Schon bald werden dort die ersten Häftlinge untergebracht.

Hof – Im bayerischen Hof eröffnet ein neues Abschiebegefängnis. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) nahm dieses am Montag (25. Oktober) in Betrieb. Es bietet Platz für bis zu 150 Abschiebehäftlinge.

Abschiebegefängnis in Hof: Erste Häftlinge sollen schon bald untergebracht werden

Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf das Justizministerium berichtet, sollen nun die ersten Zellen belegt werden, zunächst 16 Frauen. Das Abschiebegefängnis kostete die Regierung 78,5 Millionen Euro. Es soll Menschen beherbergen, die kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben und freiwillig nicht ausreisen wollen. Diese dürfen jedoch nicht gemeinsam mit Strafgefangenen untergebracht werden.

57 Prozent der aus Bayern im Jahr 2020 abgeschobenen Ausländer seien zuvor in Deutschland polizeilich in Erscheinung getreten, hieß es am Montag bei der Eröffnung. Insgesamt habe es bayernweit im vergangenen Jahr 1558 Abschiebungen gegeben. Deutlich weniger als im Vorjahr, was durch die Corona-Pandemie erklärt wird.

Hof: Abschiebegefängnis ist getrennt vom Strafgefängnis

Da die Abschiebehäftlinge nicht gemeinsam mit Strafgefangenen untergebracht werden dürfen, sind in Hof die beiden Einrichtungen zwar in der Nachbarschaft voneinander, jedoch räumlich getrennt. Sie nutzen jedoch eine gemeinsame Infrastruktur, etwa bei der Versorgung mit Fernwärme, berichtet die dpa weiter.

Hof: Hier gibt es weitere Einrichtungen in Bayern

Neben der in Hof gibt es in Bayern noch Einrichtungen in Eichstätt, Erding sowie am Flughafen München. Eine weitere ist in Passau geplant – in Kombination mit einem Gefängnis für Straftäter. Insgesamt stehen damit bayernweit rund 300 Plätze zur Verfügung. Bayern macht somit mehr als ein Drittel der bundesweiten Kapazität aus.

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