Markus Söder auf der Pressekonferenz zur K-Frage nach der CSU-Sitzung.
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Markus Söder auf der Pressekonferenz zur K-Frage nach der CSU-Sitzung.

Kanzlerkandidatur

Söder fliegt wegen K-Frage spontan nach Berlin - Wer bezahlt seinen Privatjet?

  • vonTanja Kipke
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Viele Fragen kursierten im Netz über den überraschenden Privatflug von Markus Söder nach Berlin Sonntagabend. Auf der Pressekonferenz gab es nun Antworten.

Nürnberg - Um sich mit Armin Laschet* (CDU) wegen der K-Frage zu beraten, ist Markus Söder* (CSU) gestern (18. April) Abend kurzerhand von Nürnberg nach Berlin gejettet. Zu einer Entscheidung kamen die beiden bei ihrem Treffen allerdings noch nicht. Armin Laschet erklärte bei der Pressekonferenz nach der CSU*-Sitzung, er habe für 18 Uhr den Bundesvorstand der CDU* eingeladen, um über die Situation zu beraten.

In der Pressekonferenz gab Söder bekannt, er wolle weiterhin Kanzlerkandidat für die Union werden, doch die Entscheidung bei der Union stehe noch aus. Im CSU-Präsidium habe man beraten und feststehe: „Die Zeit ist reif für eine Entscheidung.“ Irgendwann sei alles gesagt, alle Argument ausgetauscht. Womöglich kommt es heute Abend (19. April) bei der Sitzung des Bundevorstand zu einer eindeutigen Entscheidung.

Nürnberg: Markus Söder jettet überraschend nach Berlin - Wer zahlt den Privatjet?

Die Entfernung (Luftlinie) von Nürnberg* nach Berlin beträgt ca. 373 Kilometer. Dafür braucht man mit einem normalen Kurzstreckenflug ca. eine Stunde. Mit einem Privatjet schafft man es in 36 Minuten. Genau so einen Jet benutze Söder am Sonntag, um sich spontan mit Laschet zu beraten. Teuer ist so ein Flug allemal. Mehrfach kam in den sozialen Medien die Frage auf, wer die Kosten für so einen Flug trage.

Auf genau diese Frage eines Journalisten in der Pressekonferenz antwortete Generalsekretär Markus Blume (CSU): „Selbstverständlich die CSU! Das heißt, wir als Partei, weil es sich natürlich um einen Parteitermin gehandelt hat“. Es sei allerdings „die absolute Ausnahme“, wenn andere Verkehrsmöglichkeiten aufgrund der Kurzfristigkeit nicht möglich seien. Der Ministerpräsident äußerte sich dazu: „Wenn man schnell gerufen wird, muss man auch schnell entscheiden.“

Video: K-Frage Markus Söder - Wann gibt es Entscheidung?

Die Kasse der CSU füllt neben Spendern allerdings durchaus auch der Steuerzahler. Rund 45 Millionen Euro kann die CSU im Jahr ausgeben, eine Zahl, die allerdings schwankt, wie nordbayern.de berichtet. Es komme darauf an, wie viele Spenden einlaufen und ob Wahlen stattgefunden haben. Der Staat vergütet jede Stimme mit der sogenannten Wahlkampfkostenerstattung. Partei und Staat haben also für den Flug gezahlt. Das Geld fehle nun aber in der CSU-Kasse. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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