1. Startseite
  2. Bayern
  3. Nürnberg & Franken

3G und 2G? Kirchengemeinden im Nürnberger Raum setzten auf unterschiedliche Regelungen

Erstellt:

Kommentare

Gottesdienst
Gottesdienste sollen in Nürnberg stattfinden - trotz Urlaub. © Silas Stein/dpa/Symbolbild

Was planen die Nürnberger Kirchen für ihre Weihnachtsgottesdienste? Die Verantwortlichen beziehen zu den 2G- und 3G-Optionen unterschiedlich Stellung. 

Nürnberg - Die Corona-Zahlen* steigen, aber noch dürfen Kirchengemeinden Gottesdienste ohne eine 3G- oder 2G-Regel abhalten. Ist das Ganze überhaupt vertretbar? Elke Pilkenrot, Sprecherin der katholischen Stadtkirche, erklärt nordbayern.de: „Wir tun uns schwer zu sagen: Du darfst nicht.“ Strengere Regeln als vorgeschrieben seien in den meisten Nürnberger* Gemeinden noch kein Thema. 

„Im Gottesdienst reichen die Plätze aus, um ausreichend Platz zu lassen“, sagt Pilkenroth. Noch warte man zudem auf Ansagen aus den Diözesen, wie die aktuellen politischen Vorgaben umgesetzt werden sollten. 

„Wir haben das Thema 3G oder 2G im Kirchenvorstand diskutiert“, berichtet Pfarrer Martin Brons von St. Egidien und St. Sebald. „Aber die, die zu uns kommen, sind meist sogar schon geboostert.“ Man wolle niemanden ausschließen und offenbleiben für Menschen, die aus einem aktuellen Anlass kommen und in der Kirche Trost suchen. 

Nürnberg: Man braucht Ordner zur Kontrolle 

Auch anderenorts will man von zusätzlichen Einschränkungen Abstand nehmen – vorerst: In die Lorenzkirche haben alle Zugang. Mit Abstand und FFP2-Maske* auch in der Kirchenbank, so Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein. Genug Platz, wenige Besucher, die meisten ohnehin geimpft, so hört man es von den meisten Pfarreien. Dazu komme bei der Entscheidung gegen strengere Regeln in den Gemeinden oft auch ein ganz trivialer Grund, sagt Elke Pilkenroth. Wer 3G oder 2G vorschreibt, braucht auch Ordner, die das kontrollieren. „Und da ist es kaum mehr möglich, Ehrenamtliche zu finden.“ 

Anders sieht die Lage in der Versöhnungskirche in Schniegling aus: Dort gilt nach einer Entscheidung des Kirchenvorstands schon jetzt 2G, Ungeimpfte können dort den Gottesdienst nicht mehr besuchen. Und die Erfahrungen seien gut, sagt Pfarrer Otfried Haug zu nordbayern.de. „Das bringt eher mehr Leute in die Kirche, weil sie froh sind, dass ihnen hier ein geschützter Raum angeboten wird.“ Auch in St. Hedwig in Großgründlach hat man am Martinstag strengere Regeln ausgetestet, es galt 3G plus mit Anmeldung. „Das war auch zur Sicherheit der Kinder, von denen viele ungeimpft sind“, erklärt Pastoralreferent Ralph Saffer. „Parallel haben wir den Gottesdienst nach außen übertragen, damit niemand ausgeschlossen wird.“ Die Resonanz sei auch hier positiv. 

Nürnberg: Das ist für Weihnachten geplant 

Aber wie sieht es für die Weihnachtsgottesdienste aus? In St.Lorenz will man derzeit noch auf G-Regeln verzichten, aber mit einem Anmeldesystem arbeiten, erklärte Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein. Im Seelsorgebereich Nürnberg Mitte Nordwest von Pastoralreferent Ralph Saffer geht es strenger zu. Die Tendenz gehe in den Gemeinden zu 3G plus mit Anmeldung, vor allem bei den Familienveranstaltungen. 

Nürnberg: Kein Online-Ticketsystem in St. Sebald und St. Egidien 

Ähnlich plant man in St. Sebald und St. Egidien. Weihnachten müsse man nochmal anders bewerten, so Pfarrer Martin Brons gegenüber nordbayern.de. „Da gibt es mehr Gedränge, aber auch ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis für die, die kommen wollen. Stand jetzt wird für unsere Gottesdienste 3G oder 2G gelten.“ Anders als im Jahr zuvor, will man ein Online-Ticketsystem in St. Sebald und St. Egidien nicht anbieten. Bis zu 30 Prozent derer, die einen Platz gebucht hatten, seien am Ende doch nicht erschienen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Franken-Metropole. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare