Sogenannte Querdenker protestieren vor der Lorenzkirche gegen die Corona-Maßnahmen.
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Auf einer Corona-Demo, ähnlich wie hier in Nürnberg vor der Lorenzkirche, kam es in Lauf an der Pegnitz zu Angriffen auf Polizisten. (Archivbild)

Mehrere verletzte Polizisten

Nach Angriff auf Polizei während Corona-Demo: Solidaritätswelle der Bevölkerung berührt Beamten

  • vonTanja Kipke
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Ein Demonstrant verletzte Beamte der Polizei bei einer Corona-Demo in Lauf an der Pegnitz. Daraufhin kam es zu einer Solidaritätswelle aus der Bevölkerung - und einer Spende.

Nürnberg/Lauf - Ende Januar kam es in Lauf an der Pegnitz* (Landkreis Nürnberg) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen bei einer Corona-Demo. 40 Personen demonstrierten auf dem Laufer Markplatz gegen die Corona-Maßnahmen. Da eine Demonstrantin den Mund-Nasen-Schutz nicht richtig trug, verlangten die Beamten ihr Attest zu sehen. Daraufhin kam es zu Rangeleien und ein Teilnehmer griff die Beamten körperlich an. Er verletzte dabei drei Ordnungshüter. Einer musste im Nachhinein im Krankenhaus behandelt werde, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken* damals in einer Pressemitteilung mitteilte.

Nach diesem Einsatz erreichten die Polizei in Lauf viele Solidaritätsbekundungen. „In einem Umfang wie noch nie zuvor zeigten sich viele Menschen aus der Region dankbar für den Einsatz, das Engagement und die menschliche Art der örtlichen Polizei“, heißt es in einem Facebook-Post der Polizei Mittelfranken. Auch ein anonymer Dankesbrief mit einem Geldgeschenk von 100 Euro erreichte die Beamten. Dadurch kam dem Dienststellenleiter und seinen Kolleg:innen eine Idee.

Nürnberg/Lauf: Polizei spendet Geld nach Corona-Demo - „Wir wollen etwas zurückgeben“

Laufer Polizei stockt Geldbetrag aus eigener Tasche auf und übergibt Spende an Caritas

Den übermittelten Betrag von 100 Euro erhöhten die Kolleg:innen der Dienstelle aus der eigenen Tasche um ein Vielfaches. Ingesamt kamen 555 Euro zusammen. Das Geld übergaben zwei Beamte der Dienstelle der Caritas Nürnberger Land als Spende. Es soll für ein aktuelles Projekt der Quartiersarbeit eingesetzt werden: Menschen, die auf Grund sprachlicher oder bildungsmäßiger Barrieren den Zugang zum Internet nicht finden, werden von der Caritas geschult und dazu mit (gebrauchten) Endgeräten ausgestattet, so heißt es in der Facebook Mitteilung. Einwandererfamilien und Menschen in vorgerücktem Alter solle so in der Corona-Pandemie geholfen werden, Anschluss an die digitale Kommunikation zu bekommen. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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