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Nürnberger Kämmerer möchte Stadtrat auf Investitionsdiät setzen 

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 Die Fußgängerzone in Nürnberg wird erweitert.
Die Fußgängerzone in Nürnberg. © Daniel Karmann/ dpa

Da sich das Investitionsvolumen der Stadt innerhalb der letzten 14 Jahre fast vervierfacht hat, verlangt der Stadtkämmerer Harald Riedel jetzt eine Diät.

Nürnberg – Weil die Stadt Nürnberg* 2021 und 2022 insgesamt 400 Millionen Euro neue Schulden anhäuft, fordert Harald Riedel, Leiter der Finanzverwaltung der Stadt jetzt eine Beschlussdiät für neue Vorhaben des Stadtrat: „Wir haben kaum mehr Spielraum für weitere teure Projekte.“ Das berichtet nordbayern.de. 

Aktuell hat die Stadt einen Schuldenberg von 1,7 Milliarden Euro angehäuft. Riedel fordert daher, den Neubau des Stadions privat finanzieren zu lassen. Von Bund und Land verlangt er, dass Nürnberg jedes Jahr 50 Millionen Euro gespritzt bekommt, damit Nürnberg das Ziel erreicht, klimaneutral zu werden. 

Nürnberg: Das Investitionsvolumen der Stadt hat sich seit 2008 vervierfacht 

Innerhalb der letzten 14 Jahr hat sich das Investitionsvolumen der Stadt von 344 Millionen Euro auf 1,337 Milliarden Euro fast vervierfacht. Zwar seien in diesem Zeitraum die Steuereinnahmen um knapp 14 Prozent gestiegen, doch wuchsen gleichzeitig die Kosten fürs Personal um etwa 35 Prozent, Ausgaben im Sozialbereich um über 40 Prozent und die für Sach- und Dienstleistungen um knapp 57 Prozent. 

Mit dem Klimaschutz, Verkehrswende, Digitalisierung und die Folgen von Corona kommen immer mehr Ausgaben hinzu, doch dafür fallen keine Ausgaben weg. Durch Corona bleibt die Stadt pro Jahr auf fast 30 Millionen Euro Kosten sitzen. Und da ist noch nicht mal die Sanierung des Volksbads miteinberechnet, das die Stadt mit über 30 Millionen Euro unterstützt. Der Kämmerer geht von rund einer Milliarde Euro aus, die von der Stadt bis 2031 in Klimamaßnahmen gesteckt werden. 

Nürnberg: Kämmerer appelliert an die Stadträte  

Laut nordbayern.de appellierte er zudem an die Stadträte, alles dafür zu tun, dass die Wirtschaft und damit einhergehend die Zahl der Arbeitsplätze wächst. „Eine gute Entwicklung wirkt sich nicht nur positiv auf die Steuereinnahmen aus, sondern auch dämpfend auf die Sozialausgaben und gibt uns wiederum mehr Spielraum für Investitionen.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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