Tritt er bald in Las Vegas auf? Der Mentalmagier Christoph Kuch hat eine Talentshow in den USA gewonnen.
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Tritt er bald in Las Vegas auf? Der Mentalmagier Christoph Kuch hat eine Talentshow in den USA gewonnen.

„Abgefahrene Nummer“

Von Nürnberg nach Las Vegas: Deutscher Magier räumt in US-Fernsehshow ab - bald eine Show am Strip?

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Ein Magier aus Nürnberg kann mit seinem Trick die Kultmagier Penn und Teller aus den USA von sich überzeugen. Vielleicht ist das sein Ticket für eine Show in Las Vegas.

Nürnberg - Es ist das „Deutschland sucht den Superstar“ bloß für Magier und in den USA. In der Fernsehshow der amerikanischen Zaubererlegenden Penn & Teller „Fool us“ werden Talente gesucht, die es in klassischer Casting-Show-Manier schaffen, mit ihren Tricks von sich zu überzeugen. In diesem Jahr nahm auch ein Magier aus Nürnberg* teil und er versetzte selbst die alten Hasen der Branche ins Staunen.

Nürnberg: Kuch wollte schon als Kind Magier werden

Der 46-jährige Christoph Kuch, der in Stein im Landkreis Fürth wohnt, aber in Nürnberg* mit Kollegen eine Zauberschule betreibt, ist bereits in Deutschland als Mental-Magier erfolgreich. Er gewann 2011 die deutsche Meisterschaft der Zauberkunst und 2012 sogar die Weltmeisterschaft in der Sparte Mental-Magie, schreibt nordbayern.de. Und jetzt wollte der Mann, der schon als Kind einen Zauberkasten geschenkt bekam und seitdem den Zauberstab nicht mehr weggelegt hat, die Elite der Magierwelt von sich überzeugen - und das mit einem Goldfischglas.

Mit einem vermeintlich einfachen Karten- und Würfeltrick gelang es ihm, das seit Jahrzehnten in Amerika erfolgreiche Magier-Duo Penn & Teller, in der Finalshow am vergangenen Samstag (27. Februar) von sich zu überzeugen. Aufgrund der Corona-Pandemie* konnte er seinen Trick zwar nur virtuell vorführen, das tat der Begeisterung der beiden Jury-Mitglieder aber keinen Abbruch. Zu Beginn seines Auftritts sieht man Kuch mit einem Tuch über den Kopf. Eine Frau aus dem Publikum - der Trick wurde bereits vergangenes Jahr im Stuttgarter Renitenztheater mit 20 Zuschauern aufgezeichnet - muss aus einem Stapel eine zufällig ausgewählte Karte ziehen. Auf allen sind verschiedene Berufe notiert. Sie bekommt den Astronauten. Dann zieht Kuch das Tuch vom Kopf und sitz in einem Astronautenhelm vor ihr.

Nürnberg: Erst zwölf Menschen konnten Penn & Teller reinlegen

Schon nach dem ersten Teil des Tricks sind Penn, der mit vollständigem Namen Penn Fraser Jillet heißt, und sein Partner, der nur auf den Namen Teller hört, begeistert. Beide machen die Sendung „Fool us“ („Leg uns rein“) schon seit zehn Jahren. Ziel der Show ist es, den Experten einen Trick vorzuführen, den sie nicht entschlüsseln können. Nach Angaben von Penn, gab es in der ganzen Zeit erst zwölf Menschen, denen das gelungen ist. Und Kuch ist jetzt einer davon.

In der Show „Fool us“ der Magier Penn (l.) & Teller belegte der Nürnberger Mentalist Christoph Kuch den ersten Platz.

Im zweiten Teil seiner Vorführung zeigt der Magier aus Nürnberg* Gegenstände, die von eins bis sechs nummeriert sind. Er bittet daraufhin eine Zuschauerin einen Würfel zu werfen. Es wird die drei. Der dritte Gegenstand ist ein Stofftierfisch. Kuch nimmt daraufhin seinen Astronautenhelm ab und spuckt einen lebenden Goldfisch aus seinem Mund in ein Glas. „Was für eine abgefahrene Nummer“, kommentiert Penn den Auftritt des deutschen Zauberers.

Nürnberg: Sieg bei der TV-Show könnte das Sprungbrett nach Las Vegas werden

Penn und Teller wären aber keine Profis, wenn sie nicht schon eine Idee hätten, wie der Trick funktionieren könnte. Sie müssen ihren Lösungsvorschlag einer anderen Jury erklären, die von Kuch erfahren hat, wie der Trick funktioniert. Das geschieht alles hinter der Kamera, um den Zuschauern nicht zu viel zu verraten. Erst als die Kameras wieder angehen, wird das Ergebnis bekanntgegeben. Die Moderatorin spricht also in der Nacht auf Samstag - auch noch an Kuchs 46. Geburtstag - die vielleicht lebensverändernden Worte: „Du hast sie reingelegt.“ Kuch jubelt, während Penn und Teller wohl immer noch über den Trick sinnieren.

Ob der Gewinn der Sendung jetzt das große Sprungbrett für den 46-Jährigen nach Las Vegas wird, ist noch nicht sicher. Dort hin reisen wird er, wenn es die Corona-Zahlen zulassen, auf jeden Fall. Denn ein Teil des Gewinns ist ein Auftritt gemeinsam mit den Kult-Magiern in der amerikanischen Glücksspielmetropole. Ob er dort dann den beiden den Trick verraten wird, ist eher unwahrscheinlich. Kuch dazu: „Wenn sie mich fragen, sage ich: Na los, tippt doch noch mal.“ (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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