Das Baumeisterhaus wird saniert.
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Das Baumeisterhaus wird saniert.

Gutachten und Ausnahmegenehmigung  

Wegen Sanierungsarbeiten am Baumeisterhaus - Mauersegler müssen in neues Quartier umsiedeln

Mauersegler müssen wegen der Sanierung einer Außenfassade für mindestens zwei Brutperioden umziehen. Ein artenschutzrechtliches Gutachten liegt vor.  

Nürnberg- Die Natursteinfassade des Baumeistershauses muss fachgerecht saniert werden. Weil durch das aufgestellte und benötigte Baugerüst Mauersegler ihre Nester im Traufbereich der Westfassade nicht mehr erreichen können, sind am Gerüst Ersatznester angebracht worden, um den Zugvögeln auch während der Sanierung eine Brutmöglichkeit zu geben.  


An der Süd- und Westseite des Baumeisterhauses im Bauhof 9 hat das städtische Hochbauamt ein Arbeits- und Sicherungsgerüst errichtet, um Passanten vor herabfallenden Sandsteinteilen zu schützen. Die weitere Untersuchung zeigte eine substanziell stark geschädigte Natursteinfassade, die fachgerecht restauriert werden muss. Die Sanierungsplanung mit Abschätzung der Kosten ist derzeit im Gange, wie das Rathaus Nürnberg* berichtet.  

Nürnberg: Wegen Umbau - Neue Nester für Zugvögel 

Zudem stellte sich heraus, dass sich im Traufbereich der Westfassade Nester von Mauerseglern befinden, die mit der Aufstellung des Gerüstes für die Vögel nicht mehr erreichbar gewesen wären. Mauersegler sind Zugvögel. Sie kehren jedes Jahr an ihren alten Brutplatz zurück, an dem sie sich von Ende April bis Anfang August aufhalten. 

Hier können die Mauersegler jetzt brüten: Ersatznester am Baugerüst.

Die geplanten Restaurierungsarbeiten an den eingerüsteten Flächen werden voraussichtlich bis zum Sommer 2022 andauern und damit Einfluss nehmen auf mindestens zwei Brutperioden. Diese Tatsache hat zur Folge, dass ein artenschutzrechtliches Gutachten und eine Ausnahmegenehmigung der Regierung von Mittelfranken eingeholt sowie die damit verbundenen festgelegten Maßnahmen umgesetzt wurden. Auch die Beauftragung einer externen ökologischen Baubegleitung ist erfolgt.  

Nürnberg: Zugvögel müssen für mehrere Monate umziehen

„Seit Ende Februar 2021 befinden sich zehn Ersatznistkästen an der Außenseite des Gerüstes Richtung Parkplatz. Um den Bezug der neuen Unterkünfte zu erleichtern, hat das Hochbauamt zusätzlich zwei Klangattrappen am Gerüst montiert. Durch simulierte Lockrufe ab Ende April 2021 erhofft man sich eine höhere Akzeptanz der Interims- Niststätten und damit einen bleibenden Bruterfolg trotz veränderter Rahmenbedingungen“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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