Die Polizei löste in der Nürnberger Innenstadt eine illegale Glücksspieler-Runde auf.
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Die Polizei löste in der Nürnberger Innenstadt eine illegale Glücksspieler-Runde auf.

Blaulicht-Ticker aus der Frankenmetropole

Tagebuch der Nürnberger Polizei: Mehrere zehntausend Euro bei illegaler Glücksspielrunde sichergestellt

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Polizei und Feuerwehr haben in Bayerns zweitgrößter Stadt alle Hände voll zu tun. Was die Einsatzkräfte in Nürnberg alles erleben erfahren Sie immer aktuell in diesem News-Ticker.

  • In Hilpoltstein brachen bislang unbekannte Täter in einen Discounter ein und erbeuteten mehrere zehntausend Euro (Update vom 23. Februar, 13.37 Uhr).
  • Polizei löst zwei Treffen der Tuningszene in Nürnberg auf (Update vom 21. Februar, 18.25 Uhr).
  • Illegale Glücksspielrunde in der Nürnberger Innenstadt aufgelöst (Update vom 26. Februar, 10.31 Uhr).
  • Weitere Meldungen aus Nürnberg und dem restlichen Bayern finden Sie immer bei uns.

Update vom 26. Februar, 9.54 Uhr: In den frühen Morgenstunden am Donnerstag (4.15 Uhr) fuhr eine Polizeistreife eine Runde in der Kohlenhofstraße in Nürnberg-Mitte. Dort entdeckten sie mehrere Männer, die vor einem Haus herumstanden. Grund genug mal genauer hinzuschauen. Als die Beamten dann das Anwesen betraten, trafen sie noch weitere Männer an. Am Ende waren es rund ein dutzend Personen im Alter von 26 bis 55 Jahren, die sich in dem Haus zu einer illegalen Glücksspielrunde getroffen hatten. Die Polizei schreibt, dass „die Örtlichkeit mit entsprechenden Glückspielutensilien ausgestattet war.

Am Ende der Kontrolle konnte die Polizei mehrere zehntausend Euro sicherstellen. Gegen alle Anwesende wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel eingeleitet. Und zusätzlich drohen den Zockern noch Konsequenzen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Erlangen: Mehrere Aufzuchtanlagen für Cannabis entdeckt

Weil es im Flur eines Mehrfamilienhauses im Erlanger Stadtteil Büchenbach verdächtig nach Marihuana gerochen hat, wurden die Ordnungshüter am Mittwochnachmittag in den Würzburger Ring gerufen. Schon bei der Ankunft im Treppenhaus konnten die Beamten das Cannabis riechen. Der Geruch kam von einer der Wohnungen im Obergeschoss.

Nachdem sich die Polizisten eine Anordnung von der zuständigen Staatsanwaltschaft besorgt hatten, machte sich die Feuerwehr daran, die Wohnungstür zu öffnen. Neben drei Aufzuchtanlagen mit insgesamt 17 Marihuana-Pflanzen fanden die Beamten auch den Wohnungsinhaber schlafend vor. Zusätzlich zu den Pflanzen lag auch geerntetes Cannabis sowie Utensilien für den Konsum in der Wohnung herum. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und der 26-jährige Eigentümer muss sich jetzt wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln verantworten.

Nürnberg: Einbruch in Discounter - Täter ebeuten mehrere zehntausend Euro

Update vom 23. Februar, 14.24 Uhr: Mehrere zehntausend Euro erbeuteten bislang unbekannte Täter bei einem Einbruch in einen Discounter in Hilpoltstein (Landkreis Roth). Die Einbrecher drangen zwischen Samstag (20. Februar) 20.15 Uhr und Sonntag 14.30 Uhr über ein Fenster gewaltsam in das Geschäft an der Industriestraße ein. Dort öffneten sie den Tresor und entwendeten einen fünfstelligen Betrag.

Allein der Sachschaden beläuft sich laut Polizeimitteilung auf rund 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei Schwabach führte eine Spurensicherung durch und hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei bittet um Hinweise und Zeugen, denen am Wochenende im Bereich der Industriestraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind. Erreichbar ist sie unter der Telefonnummer (0911) 21 12 33 33.

Nürnberg: 15-Jähriger klaut Wodka, Polizei ruft die Eltern an

Komplett die Beherrschung verlor ein 15-Jähriger in Nürnberg in der Nacht zum Sonntag (21. Februar). Gegen 00.30 Uhr betrat der Jugendliche eine Tankstelle im Stadtteil Eberhardshof. Nachdem der Angestellte der Tankstelle dem 15-Jährigen keinen Wodka verkaufen wollte, musste er sich einige Beleidigungen und Bedrohungen anhören. Zudem schmiss der 15-Jährige mehrere Waren aus den Regalen runter. Dann schnappte er sich eine Flasche Wodka und flüchtete.

Die alarmierten Streifenbesatzungen der PI Nürnberg-West konnten den Jugendlichen schnell festnehmen und das Diebesgut wieder zurück in die Tankstelle bringen. Auf dem Weg zur Polizeiinspektion beleidigte der 15-Jährige die Polizisten „mit allerhand nicht zitierfähigen Kraftausdrücken und bedrohte die Beamten verbal“, wie es in der Polizeimitteilung heißt. Außerdem bespuckte er den Streifenwagen derart, dass eine umfangreiche Innenreinigung notwendig wurde. In der Dienststelle wurde der 15-Jährige den Erziehungsberechtigten übergeben. Die Beamten informierten die Eltern umfangreich über das Verhalten. Der 15-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung, des Diebstahls, der Beleidigung sowie der Sachbeschädigung strafrechtlich verantworten.

Nürnberg: Brand in U-Bahn-Station

Für Löscharbeiten mussten die Nürnberger Berufsfeuerwehren* der Feuerwachen 1, 3 und 4 am Samstag zum U-Bahnhof Maffeiplatz ausrücken. Dort geriet gegen 14 Uhr ein Hochleistungstransformator in Brand. Er befand sich in einem versperrten Traforaum, heißt es in der Polizeimeldung. Während den Löscharbeiten wurde der Bahnhof Maffeiplatz für längere Zeit gesperrt. Der U-Bahnverkehr auf der Strecke der U1 wurde zwischenzeitlich komplett eingestellt. Die Nürnberger Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und geht derzeit von einer technischen Ursache aus. Am Transformator entstand ein erheblicher Sachschaden, die genaue Höhe ist noch nicht bekannt.

Nürnberg: Polizei löst zwei Tuning-Treffen auf

Update vom 21. Februar, 18.13 Uhr: Zwei Treffen der Tuningszene in Nürnberg haben zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Am Samstagabend gegen 20.45 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale mehrere Anrufe ein, dass sich in der Heister- sowie in der Herzogstraße eine große Anzahl getunter Wagen versammelt haben sollen. Mehrere Streifenwagen machten sich daraufhin auf den Weg.

Vor Ort trafen die Beamten dann auf etwa 50 Autos und rund 100 Personen. Die Anwesenden sowie ihre Fahrzeuge wurden kontrolliert. Anschließend leiteten die Polizisten gegen circa 50 Tuner ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzbestimmungen ein.

Nürnberg: Illegales Glücksspiel im Keller eines Restaurants

Bereits am Freitagabend gegen 20.45 fiel einer Streife ein Anwesen im Stadtteil Tafelhof auf. Ungewöhnlich viele Menschen betraten dort ein geschlossenes Restaurant. Grund genug mal etwas genauer nachzusehen. Im Untergeschoss des Anwesens fanden die Beamten dann zehn Personen vor, wohl ein illegales Glücksspiel betrieben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellten die Ordnungshüter etwas mehr als 10.000 Euro Bargeld sicher. Die zehn Spieler müssen sich nun wegen des Verdachts der Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel, sowie verschiedener Verstöße gegen die Infektionsschutzbestimmungen verantworten.

Nürnberg: Polizei schnappt mehrere Jugendliche auf einem Bolzplatz

Update vom 20. Februar, 13.56 Uhr: Die Beamten der Bereitschaftspolizei wurden am Donnerstagnachmittag zu einem Bolzplatz im Bereich Langwasser gerufen. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass sich dort gegen 17.30 Uhr etwa 20 Jugendlichen getroffen haben sollen. Sie sollen laut Musik gehört und Alkohol getrunken haben. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, nahmen bereits einige Teenager die Beine in die Hand und ergriffen die Flucht. 13 Personen im Alter von 13 bis 21 Jahren konnten die Ordnungshüter dann doch noch stellen.

Die Bank, an der sich die Jugendlichen trafen, hinterließen sie total vermüllt. Zahlreiche Flaschen mit Hochprozentigem standen überall verteilt. Deshalb entschieden sich die Beamten dazu, die Rucksäcke der Anwesenden zu durchsuchen. Bei einem 13-Jährigen fanden sie einen sogenannten „Pyro Defender“. Ein Gerät zur Selbstverteidigung, welches einen blitzartigen Flammenstrahl verschießt - gefolgt von einem Schallimpuls von etwa 150 Dezibel. Als ihn die Polizisten aus der Tasche nehmen wollten, ging das Gerät los. Zwei 22-jährige Kollegen wurden dabei verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Ein Beamter ist immer noch nicht wieder dienstfähig.

Die Kriminalpolizei überprüft nun, wie die Rechtslage bei einem „Pyro Defender“ darstellt. Der 13-Jährige wurde nach der Überprüfung an seine Eltern übergeben. Elf Personen müssen sich jetzt wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten.

Nürnberg: Zwei Männer prügeln sich in der Austraße

Update vom 19. Februar, 10.20 Uhr: Mit einem ekligen Einsatz hatten es die Polizeibeamten in Nürnberg am Mittwoch zu tun. Wie die Einsatzkräfte mitteilen, rückten sie zu einer Schlägerei in Gostenhof aus. Dabei wurde ein 46-Jähriger den Polizisten gegenüber aggressiv.

Gegen 9.45 Uhr wurden die Polizeibeamten zu der Schlägerei zwischen zwei Männern (46, 55) in die Austraße gerufen. Die Polizisten gingen dazwischen, trennten die Kontrahenten und fixierten sie.

Nürnberg: Mann schlägert sich - und bespuckt dann Polizisten mit Blut

Im weiteren Verlauf spuckte der immer noch aggressive 46-jährige Mann, der Gesichtsverletzungen aufwies, mehrfach mit Blut gegen eine Hauswand. Als ihn die Beamten aufforderten, dies zu unterlassen, drehte er sich um und spuckte absichtlich auf einen der beiden Polizisten. Die daraufhin folgende Festnahme musste unter erheblichem Kraftaufwand durchgeführt werden, weil sich der 46-Jährige weiterhin wehrte. Erst anschließend beruhigte er sich und konnte durch den Rettungsdienst versorgt werden. Der 55-Jährige erlitt durch die Auseinandersetzung ebenfalls leichte Verletzungen. Gegen beide Beteiligte leiteten die Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein. Der 46-Jährige muss sich außerdem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Update vom 18. Februar, 12.25 Uhr: „Als Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte am Mittwochabend (17.02.2021) einen Jugendlichen in Gewahrsam nehmen wollten, wurde dieser rabiat. Unter anderem biss er einem Polizisten ins Bein.“ Das teilte die Polizei Mittelfranken in einer Pressemitteilung mit. Der 15-Jährige war zuvor kontrolliert worden, weil er seine Maske nicht korrekt getragen hatte. Außerdem führte er eine Pylone mit.

Dazu schreibt die Polizei: „Gegen 17:30 Uhr war der Polizeistreife im U-Bahnverteiler am Plärrer eine Gruppe von vier Jugendlichen (2 x 13, 2 x 15 Jahre alt) aufgefallen. Zum einen setzte sich das Quartett aus Jugendlichen verschiedener Hausstände zusammen, zum anderen trugen zwei der Jugendlichen ihren Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt. Obendrein führte der spätere Tatverdächtige eine Pylone mit sich.“ Auf die Pylone angesprochen konnte der 15-Jährige keine schlüssige Erklärung abgeben. Die Beamten gingen deshalb davon aus, dass er sich diese unberechtigterweise angeeignet hatte.

Nachdem er in Nürnberg kontrolliert wurde: Jugendlicher beißt einem Polizisten ins Bein

„Die Polizisten stellten die Pylone sicher und nahmen den Jugendlichen in Gewahrsam, um ihn an einen Erziehungsberechtigten zu übergeben. Hiergegen setzte sich der 15-Jährige allerdings vehement zur Wehr und schlug einem der Beamten ins Gesicht. Auch bei der darauffolgenden Festnahme wehrte er sich nach Leibeskräften und biss unter anderem einem 22-jährigen Polizeibeamten ins Bein. Seinen Unmut gegen die Einsatzkräfte unterstrich der rabiate Jugendliche außerdem mit wiederholten Beleidigungen gegen die Einsatzkräfte. Letztlich musste der rabiate 15-Jährige von mehreren Beamten überwältigt und gefesselt werden“, heißt es dazu weiter.

Die Beamten nahmen den Jugendlichen mit auf die Dienststelle. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung übergaben sie ihn an einen Erziehungsberechtigten. „Gleichzeitig leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung, Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ein. Der Tatverdächtige und sein ebenfalls 15-jähriger Begleiter werden außerdem wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.“

Das Tagebuch der Nürnberger Polizei: 19-Jähriger greift Polizisten an - Illegale Firmenfeier aufgelöst

Erstmeldung vom 17. Februar: Nürnberg - Die Arbeit geht der Polizei in Nürnberg* nicht aus. Besonders die zusätzlichen Einsätze durch die Corona-Pandemie* halten die Beamten auf Trab. Dabei werden sie auch immer wieder selbst zu Opfern - wie jüngst bei einer Polizeikontrolle. Der Alltag auf den Wachen in und um Nürnberg* wird jedenfalls nicht langweilig.

Blaulicht-Ticker Nürnberg: Firmenfeier von Polizei aufgelöst

Am Montagabend (15. Februar) ging es für die Polizisten* in die Nürnberger Südstadt. Ein Zeuge hatte gegen 21.30 Uhr gemeldet, dass dort in einer Firma eine Feier stattfinden soll. Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei wurden daraufhin mobilisiert und sie trafen tatsächlich in dem Gebäude in der Parsifalstraße mehrere Personen an, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der weiteren Durchsuchung des Anwesens entdeckten die Beamten auch noch Personen im Keller und im Dachgeschoss. Dazu standen überall geöffnete Sektflaschen herum, die eindeutig auf eine Feier hinwiesen. Dem Geschäftsführer sowie 12 weiteren Personen könnte die Party jetzt teuer zu stehen kommen. Sie erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Eine Polizeistreife fuhr am Dienstagabend (16. Februar) aufgrund einer Zeugenaussage zu einer Wohnanlage in die Gießereistraße in Fürth. Mehrere Jugendliche sollten sich dort in einer Tiefgarage aufgehalten haben. Der Informant ging davon aus, dass sie dort Drogen und Alkohol konsumieren würden. In einem Verteilergeschoss in der Wohnanlage fanden die Beamten dann auch drei Teenager. Die nahmen aber sofort Reißaus, als sie die Polizisten entdeckten.

Blaulicht-Ticker Nürnberg: Jugendlicher geht auf Polizisten los

Ein 27-jähriger Polizist nahm sofort die Verfolgung der jungen Männer auf und konnte einen 19-Jährigen kurze Zeit später stellen. Dieser ließ sich aber nicht einfach so festhalten. Er schlug auf den Polizisten ein und konnte erst durch die Hilfe seines Kollegen überwältigt und gefesselt werden. Dabei beleidigte der Mann die Beamten immer wieder. Die anderen beiden Jugendlichen konnten derweil unerkannt entkommen.

Als die Polizisten den 19-Jährigen dann durchsuchten, fanden sie Utensilien zum Konsum von Marihuana. Daraufhin durchsuchten sie die Wohnung des Mannes und fanden dort Kleinstmengen von Cannabis. Gegen ihn und seinen 18-jährigen Mitbewohner wird nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Der rabiate Teenager muss sich außerdem wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten sowie Beleidigung verantworten. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Ebenfalls am Dienstagabend wurde die Polizei sowie zahlreiche Feuerwehrleute zu einem Brand bei einem Recycling-Betrieb gerufen. Die giftigen Rauchschwaden, die durch das Feuer entstanden, waren so massiv, dass die Anwohner aufgefordert wurden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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