Nürnberg ist Bayerns zweitgrößte Stadt.
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Nürnberg ist Bayerns zweitgrößte Stadt.

Zweitgrößte Stadt Bayerns

Dürer-Stadt Nürnberg: Historische Altstadt und moderne Metropole 

Die Dürer-Stadt Nürnberg ist Bayerns zweitgrößte Metropole. Sie hat neben einer malerischen Altstadt, „Drei im Weggla“ und Christkindlesmarkt viel zu bieten.

  • Nürnberg ist Bayerns zweitgrößte Stadt und Geburtsort Albrecht Dürers.
  • Berühmt sind der Christkindlesmarkt und die Nürnberger Bratwürste.
  • Stadt ist wichtiger Universitäts- und Wirtschaftsstandort.

Nürnberg - Klar, Nürnberg kennt man vor allem dank seines berühmten Sohns, Maler Albrecht Dürer, des weltberühmten Christkindlesmarkts und der Nürnberger Bratwürste. Lange stand die Stadt im Schatten der großen Schwester, der Landeshauptstadt München, in den 90er Jahren wurde die fränkische Metropole gar zur „langweiligsten Großstadt Deutschlands“ gewählt - mittlerweile hat sie sich aber zum lebendigen Universitäts- und wichtigen Wirtschaftsstandort gemausert.

Mit seinen gut 500.000 Einwohnern ist Nürnberg die zweitgrößte Stadt Bayerns - und wächst stetig. Im gesamten Ballungsraum, zu dem auch die Nachbarstädte Fürth, Erlangen und Schwabach gehören, leben über 1,3 Millionen Menschen, in der sogenannten Metropolregion Nürnberg sogar 3,6 Millionen.

Universität und Nürnberg ist wichtiger Bildungs-, Wirtschafts- und Messestandort

Mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm ist die fränkische Stadt wichtiger Bildungsstandort der Region. 2025 ist die Eröffnung der Technischen Universität Nürnberg geplant. Im Nordosten betreibt das Fraunhofer-Institut eine Forschungseinrichtung für Integrierte Schaltungen (IIS), außerdem ist Nürnberg Sitz der Bundesagentur für Arbeit.

Als bedeutende Messestadt beherbergt Nürnberg auf seinem Messegelände, derNürnberg Messe, internationale Veranstaltungen, darunter die Biofach, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, die jährlich im Frühjahr stattfindet, die weltweit größte Spielwarenmesse Ende Januar oder im Herbst die Consumenta, eine Publikumsmesse für Lifestyle, Wellness, Events, Bauen und Wohnen.

Gut angebunden: Albrecht-Dürer-Flughafen und Hauptbahnhof Nürnberg

Gut angebunden ist die fränkische Metropole mit dem Albrecht-Dürer-Flughafen im Norden der Stadt, der jährlich rund 4,5 Millionen Passagiere verzeichnet. Vom Hauptbahnhof Nürnberg aus kommt man in alle wichtigen Großstädte Deutschlands, über die 2006 eingeweihte ICE-Strecke innerhalb einer Stunde nach München und in drei Stunden in die Hauptstadt Berlin.

Nürnbergs nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute historische Altstadt mit der Kaiserburg ist Postkartenmotiv und Besuchermagnet der 500 000-Einwohner-Stadt. Beliebter Anlaufpunkt für Touristen ist der 19 Meter hohe Schöne Brunnen aus dem 14. Jahrhundert auf dem zentral liegenden Hauptmarkt, der im Dezember auch Deutschlands berühmtesten Weihnachtsmarkt, den Nürnberger Christkindlesmarkt, beherbergt.

Nürnberg: Lebkuchen gibt es nicht nur zur Weihnachtszeit

Lebkuchen gibt es in Nürnberg nicht nur in der Weihnachtszeit, zu kaufen gibt es sie ganzjährig in zahlreichen Lebküchnereien, die unter anderem in den malerischen Altstadtgassen verteilt liegen. Seit dem Mittelalter gehören auch die Brücken zum Altstadtbild. Berühmt sind der Henker- und der Kettensteg oder die Max-Brücke.  

Kulinarisch hat es in Nürnberg nicht nur das süße Oblatengebäck, sondern auch die Nürnberger Rostbratwurst zu Ruhm gebracht. Die kleinen Schweinefleischwürstchen werden im Dreierpack gebraten als „Drei im Weggla“ - also im Brötchen - gegessen, als Tellergericht mit Sauerkraut oder im Zwiebelsud gekocht als „Blaue Zipfel“ serviert.

Die Restaurants in der Stadt an der Pegnitz tischen aber nicht nur fränkisch auf: Mit 14,2 Prozent der Einwohner gehört Nürnberg nach Köln und Berlin zu den deutschen Städten mit dem höchsten Anteil an türkischstämmigen Einwohnern. Entsprechend viele türkische Lokale tummeln sich in der Stadt. Dort gibt es nicht nur den klassischen Döner, sondern auch Falafel aus Kirchererbsen, oder Teigteilchen wie Pide und Börek schmecken dort besonders authentisch.

Nürnbergs dunkle Vergangenheit: Von Lochgefängnissen bis zur Rolle im Dritten Reich

Nürnbergs berühmtester Sohn, der Maler Albrecht Dürer, der von 1471 bis 1528 in der Stadt lebte und arbeitete, hinterließ zahlreiche Gemälde, Holzschnitte und Kupferstiche. Berühmt sind sein Selbstbildnis, der „Feldhase“ oder das „Rhinocerus“. Heute kann man das Albrecht-Dürer-Haus, damalige Wohn- und Arbeitsstätte Dürers, das heute ein Museum beherbergt, an Nürnbergs hübschem Tiergärtnertorplatz unterhalb der Kaiserburg besichtigen.

Düsterer ist das Ambiente in den mittelalterlichen Lochgefängnissen in den Kellergewölben des Nürnberger Rathauses. Sie dienten ab dem 14. Jahrhundert als Räume für Häftlingszellen und Folterkammern zur Urteilsvollstreckung der damaligen Gerichtsbarkeit. Die Lochgefängnisse sind anhand eines Medienguides zu besichtigen.

Nürnberg: Sehenswürdigkeiten und Geschichte

Ein weiteres dunkles Kapitel der Nürnberger Vergangenheit ist zweifelsfrei die bedeutende Rolle der Stadt im Dritten Reich. In den Jahren 1933 bis 1938 hielten die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler ihre Reichsparteitage auf dem Reichsparteitagsgelände ab. Heute sind dort gigantische Tribünenreste, die nie fertiggestellte Kongresshalle Colosseum sowie das dazugehörige Dokumentationszentrum zu besichtigen, das ein umfassendes Bild über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und die Geschichte der Reichsparteitage vermittelt.

Zur nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt gehört außerdem das Memorium Nürnberger Prozesse im heutigen Landgericht Nürnberg-Fürth, wo von 1945 bis 1949 im Schwurgerichtssaal 600 den Hauptkriegsverbrechern des Dritten Reichs bei den Nürnberger Prozessen der Prozess gemacht wurde. Eine Dauerausstellung im Dachstuhl direkt über dem Saal 600 klärt über Verlauf und Nachwirkungen der Gerichtsverfahren auf.

Kultur in Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum bis Rock im Park

Kulturell bietet Nürnberg mit dem Germanischen Nationalmuseum einen Überblick zur Kulturgeschichte des deutschen Sprachraums von der Urgeschichte bis zu Gegenwart sowie mit dem Verkehrsmuseum der Deutschen Bahn eines der ältesten technikgeschichtlichen Museen Europas.

Musikfans pilgern jedes Jahr im Juni zum international bekannten Rockfestival Rock im Park, das im Volkspark Dutzendteich, einem Teil des früheren Reichsparteitagsgeländes, stattfindet. Ebenfalls im Juli findet jährlich das Nürnberger Bardentreffen, ein dreitägiges, kostenloses Open-Air-Musikfestival, statt.

Anhänger des Nürnberger Clubs1. FC Nürnberg sind im Max-Morlock-Stadion zuhause. Es bietet Platz für bis zu 50.000 Zuschauer und ist neben Fußballrasen auch Veranstaltungsort für Konzerte. Genau wie die nebenanliegende Arena Nürnberger Versicherung, in der Nürnbergs Eishockey-Mannschaft Thomas Sabo Ice Tigers beheimatet ist.

Nürnbergs Freund und Helfer sind bayernweit im Einsatz

Für die Sicherheit der Nürnberger ist das Polizeipräsidium Mittelfranken zuständig, das aber auch bayernweite Aufgaben erfüllt. So gehört zum Polizeipräsidium auch die Polizeiinspektion Spezialeinheiten Nordbayern, wozu die Spezialeinsatzkommandos (SEK) und die Mobilen Einsatzkommandos (MEK) zählen. Sie sind für schwere Gewaltkriminalität in ganz Bayern zuständig. Wenn es brennt stehen in Nürnberg 500 Berufsfeuerwehrleute und noch mehr Aktive bei der Freiwilligen Feuerwehr bereit. 

ms

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