Blick auf das Nürnberger Volksfest. Kettenkarussell im Vordergrund. Riesenrad, Achterbahn und Frauenkirche im Hintergrund.
+
Das Nürnberger Frühlingsvolksfest musste wegen der Corona-Pandemie schon Anfang März abgesagt werden.

Hoffnung auf „NürnBärLand“

Protestaktion Nürnberger Volksfeste: Schausteller versammeln sich auf Festplatz - „Wir sind traurig“

  • vonTanja Kipke
    schließen

Am Wochenende wäre das Nürnberger Frühlingsvolksfest gestartet. Die Schausteller trafen sich stattdessen zu einer Kundgebung, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Nürnberg - Das diesjährige Nürnberger Frühlingsvolksfest musste wie letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie Anfang März abgesagt werden. Am vergangenen Wochenende hätte am Samstagnachmittag (3. April) eigentlich die feierliche Eröffnung des Festes stattgefunden. Stattdessen versammelten sich die Schausteller für eine Protestaktion auf dem Festplatz in Nürnberg*. „Wir wollen wieder Freude bringen“ stand auf den Schildern der Anwesenden.

Auch Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas kam in Vertretung des Oberbürgermeisters zu der Aktion am Samstag. Auch Volksfestkönigin Christina Späth war dabei. Eine über 100 Jahre alte Konzertorgel lässt bei der Kundgebung, zumindest akustisch, ein bisschen Volksfeststimmung aufkommen, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. „Heute hätten wir das Frühlingsfest eröffnet... die Pandemie war dagegen. Wir sind traurig!“, schreiben die Veranstalter auf der Facebook-Seite der Nürnberger Volksfeste.

Nürnberger Volksfest: Schausteller versammelten sich für Protestaktion auf dem Festplatz

Die emotionalen Statements zeigten, wie sehr es fehle, „dass die Schausteller schon seit rund 70 Wochen ihrem Beruf, ihrer Berufung nicht mehr nachgehen dürfen“, heißt es in dem Post weiter. Die Schausteller wollen nicht von staatlichen Hilfen abhängig sein, sie wollen selbst ihren Lebensunterhalt verdienen. Es sei nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern vor allem ein psychisches. Man hoffe, dass das zusammen mit der Stadt Nürnberg entwickelte Alternativkonzept „NürnBärLand“ stattfinden könne. Bei dem mobilen Freizeitpark sollen nur ein Drittel der Betriebe auf 60.000 Quadratmeter Gelände verteilt werden. Dazu kommt ein strenges Hygienekonzept. Aber auch das wird erst möglich sein, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Weitere Nachrichten aus Nürnberg und der Region bekommen Sie immer aktuell bei uns. Über die aktuelle Corona-Lage in Nürnberg können Sie sich ebenfalls aktuell bei uns informieren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare