Gedenkdemonstration anlässlich des ersten Jahrestages des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau in Berlin.
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Die „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ setzten ein Zeichen für Solidarität.

Zeichen gegen Rassismus setzen

Trotz Corona: „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ - Kundgebung zum internationalen Tag gegen Rassismus

  • vonTanja Kipke
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Die „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ begannen Mitte März. Am Wochenende fand in Nürnberg eine große Kundgebung mit über 170 Menschen statt.

Update vom 22. März: Am 21. März gingen weltweit Menschen zum internationalen Tag gegen Rassismus auf die Straßen. In ganz Bayern gab es vielfältige Aktionen: Neben Kundgebungen auch zahlreiche Online-Veranstaltungen, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. Auch in Nürnberg haben sich am Sonntagnachmittag 170 Menschen auf dem Kornmarkt zu einer Kundgebung versammelt. Sie wollen gemeinsam eintreten gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus. Die Aktivisten forderten ein stärkeres Eingreifen von Justiz und Politik, wie der BR mitteilt.

Rassismus und Nationalismus seien weltweit Ursache von Ausgrenzung, Spaltung und Menschenrechtsverletzungen, so die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer- Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY) Mitra Sharifi gegenüber dem BR. Um Rassismus nachhaltig zu bekämpfen, brauche es eine engagierte Zivilgesellschaft. Es brauche aber auch Gesetze und Strukturen, die die Betroffenen schützen und gleichstellen.

Video: Internationaler Tag gegen Rassismus - Aktionen in Amsterdam und den USA

Erstmeldung vom 8. März

Nürnberg - Die Menschenwürde ist für alle Menschen bedingungslos und unantastbar. Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ finden vom 15. bis zum 22. März wieder die „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ statt. Das Programm stehe nun fest und kann online aufgerufen werden. Das teilte die Stadt Nürnberg* in einer Pressemitteilung mit.

Letztes Jahr mussten die Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Deshalb freuen sich die Veranstalter umso mehr, dass trotz der aktuellen Beschränkungen, durch viel Kreativität und Engagement, ein abwechslungsreiches Programm entwickelt werden konnte. Viele Schulen, Vereine, Institutionen und auch Einzelpersonen nehmen mit Veranstaltungen am Projekt teil. Die Organisation übernimmt das städtische Menschenrechtsbüro zusammen mit dem Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung.

Nürnberg: Programm für „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ steht fest

Das rassistische Attentat in Hanau und die weltweite Black-Lives-Matter-Bewegung haben gezeigt, wie wichtig ein Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus in der aktuellen Lage ist. An über 30 verschiedenen Terminen kann man innnerhalb der zwei Veranstaltungswochen teilnehmen. Besonders viele Projekte wollen Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung eine Stimme geben, ihnen Gehör verschaffen und zeigen, dass die Gesellschaft der Stadt solidarisch zusammenhält, so heißt es in der Pressemitteilung.

In den Wochen gibt es Aktionen rund um den internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März, sowie verschiedene Ausstellungen, Führungen, Workshops und Podiumsdiskussionen. Auch die Theater bieten digitale Theaterabende zum Thema an. Das Spielzeugmuseum hat eine Ausstellung rund um rassistisches Spielzeug organisiert und die AWO hat eine Online-Challenge mit dem Thema „Singen gegen Rassismus“ auf die Beine gestellt.

Nürnbergs Oberbürgermeister bedankt sich für die Entwicklung der spannenden Formate

„Wir alle müssen ein Zeichen setzen für eine friedliche, vielfältige und demokratische Gesellschaft“ - so wird Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, in der Pressemitteilung zitiert. Der Oberbürgermeister bedankt sich bei denen, „die in diesen schwierigen Zeiten mit großer Kreativität spannende digitale und analoge Formate entwickelt haben“. Gleichzeitig ruft er die Nürnbergerinnen und Nürnberger dazu auf, sich aktiv an den unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen zu beteiligen, „um die diesjährigen Wochen gegen Rassismus mit Leben zu erfüllen“, heißt es im Bericht weiter. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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