Hohes Wasserlevel im Silbersee in Nürnberg während des Lockdowns.
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Baden ist im giftigen Silbersee schon lange verboten. Nun folgt das Bootsverbot.

Hoch giftig!

Tödliche Gefahr im Silbersee: Nach Badeverbot folgen weitere Maßnahmen der Stadt

Gefährliche Gase im Silbersee zwingen die Stadt Nürnberg zu drastischen Maßnahmen: Es herrscht bereits ein Bade- und bald auch Bootsverbot.

Nürnberg - Bald sind auf dem Silbersee im Bereich Volkspark Dutzendteich Boote und sonstige Schwimmkörper verboten, wie die Stadt Nürnberg* in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Baden darf man in dem mit giftigem Schwefelwasserstoff angereicherten Gewässer schon lange nicht mehr. 

Aus einer Baugrube in der Nähe des Silbersees, die als Deponie für Trümmerschutt dient, sickert Gips, so genanntes Calciumsulfat, ins Grundwasser. Die Folge: Das enthaltene Sulfat löst sich und reagiert bei Sauerstoffmangel im Wasser zu giftigem Schwefelwasserstoff, der sich bevorzugt in drei bis vier Metern anreichert. Bringt man die Wasserschichten durcheinander - etwa, weil man im See schwimmt - steigt er auf. 

Nürnberg: Schwimmen im Silbersee kann zum Tod führen - Auch Boot fahren zu gefährlich

Kommt der Mensch damit in Kontakt, kann das tödliche Folgen haben. Atmen Schwimmer den Stoff ein, können sie bewusstlos werden und ertrinken. Aus diesem Grund besteht seit Anfang der 1960er Jahre ein Badeverbot im Silbersee. Aber nicht nur für Schwimmer besteht Gefahr. Auch wenn Personen den Silbersee mit Booten und sonstigen kleinen Fahrzeugen befahren, kann dies ein schlimmes Ende nehmen. Die Stadt Nürnberg* zieht deswegen die Reißleine: Ab dem 15. April 2021 darf der See - zusätzlich zum Badeverbot – nicht mehr befahren werden. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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