Blick über die Dächer der Altstadt auf die Sebalduskirche und die Kaiserburg in Nürnberg
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Die Stadt Nürnberg sucht einen Namen für einen neuen Stadtteil. (Symbolbild)

Kreative Einsendungen

„Kurzwasser“ oder „Schlauersbrunn“? Tausend Namensvorschläge für Nürnbergs neuen Stadtteil

Die Stadt Nürnberg hatte um Vorschläge für einen neuen Stadtteilnamen gebeten. Viele haben sich daran beteiligt und kreative Wortschöpfungen eingesendet.

Nürnberg - Bis zum Sonntag (18. April) konnten die Bürger Namensvorschläge für einen neuen Stadtteil abgeben. Mehr als 1000 Ideen wurden beim Amt für Kommunikation und Stadtmarketing eingereicht, berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. Die Bürgervertretung wird noch vor den Sommerferien über den endgültigen Namen des neuen Stadtquartiers entscheiden. Erst kürzlich gab es Streit, weil eine Immobilienfirma den Stadtteil zur Vermarktung „Lichtenreuth“ getauft hatte.

Nürnberg: Viele kreative Ideen mit „originellen Begründungen“

Viele Nürnberger beteiligten sich mit kreativen Namen, welche teils an historischen Merkmalen anknüpfen, so etwa „Adlerbuck“ oder „Adlerhof“. Dieser Name erinnert an die Lokomotive „Adler“, der ersten deutschen Bahnlinie von Nürnberg* nach Fürth*. Neben etlichen Clustern mit Mehrfachnennungen gab es pfiffige Meldungen mit „originellen Begründungen“, wie „Kurzwasser“ – weil der Nachbar Langwasser heißt, „Schlauersbrunn“ – weil dort Wissen sprudeln wird, oder, wie gleich von mehreren vorgeschlagen wurde, „Fürth-Süd“ – als „Zeichen der Versöhnung“ oder gar „Zuspruch an den Erbfeind“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Aber auch Eigenschaften des neuen Quartiers wurden fleißig eingebracht. „Tunreuth“ und „Campusbrunn“ beziehen sich auf den zukünftigen Campus der Technischen Universität Nürnberg (TUN), die ihren Standort im neuen Stadtteil haben wird. Neben dem Universitätscampus werden auf der 90 Hektar Fläche noch eine Schule, Kindergärten, Einrichtungen für die Nahversorgung, Büros sowie 1600 Wohnungen errichtet.

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Nürnberg: Marcus König freut sich über die vielen Einsendungen

Wenn Frauen schon bei den Straßennamen (noch) unterrepräsentiert sind, warum nicht einen ganzen Stadtteil nach einer Frau benennen? So nannten viele Sigena, die wie keine andere für das junge Nürnberg steht, das mit ihrer Freisprechung 1050 das historische Licht der Welt erblickte. Mehrere Stimmen hätten sich für außerdem für „Bruneck“ ausgesprochen, auch in Verbindung mit den Annexen -campus oder -viertel, weil diese Bezeichnung schon bekannt sei, so die Stadt Nürnberg*.

Auch das bisher geläufige Lichtenreuth hätte Fürsprecher gefunden, da es „freundlich, offen und hell“ klinge, wie die Stadt berichtet. Oberbürgermeister Marcus König (CSU*) ist erfreut über das große Interesse der Bürger:innen an der Entwicklung der Stadt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir im Stadtrat die passendste Bezeichnung für das neue, junge Quartier finden werden.“ Alle Einsendungen werden nun von einer Jury begutachtet.  *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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