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Ex-Frau, Ex-Freundin und Schwester lehnten Kontakt ab: Mann schleuderte Hammer auf U-Bahn

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Von: Felix Herz

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In einer Nürnberger U-Bahnstation schleuderte der Mann aus Wut seinen Hammer auf einen Waggon (Symbolbild).
In einer Nürnberger U-Bahnstation schleuderte der Mann aus Wut seinen Hammer auf einen Waggon (Symbolbild). © robertharding / IMAGO

Auf Drogen, betrunken und herbe abgelehnt: Aus Wut soll ein Mann einen Hammer auf eine U-Bahn geworfen haben. Dafür muss er sich nun vor Gericht verantworten.

Nürnberg – Die Attacke hatte im September 2021 für Aufsehen gesorgt: Ein 47-jähriger Mann hatte einen Hammer auf den Waggon einer U-Bahn in Nürnberg geschleudert. Dieser durchbrach das Glas und verfehlte den Kopf einer jungen Frau nur um Haaresbreite. Ein weiterer Fahrgast war durch die Splitter der zerberstenden Scheibe leicht verletzt worden.

Nürnberger Hammerwerfer vor Gericht: Drogen, Alkohol, Ablehnung

Seit Dienstag, 21. Juni, muss sich der Mann nun vor dem Landgericht Nürnberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord in acht Fällen und Sachbeschädigung vor. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte dabei billigend in Kauf genommen, dass die acht Menschen in dem Abteil tödlich verletzt werden können. Einer Justizsprecherin zufolge gab der Mann an, sich nicht mehr an die Tat erinnern zu können – den Hammer aber habe er anhand eines Fotos als den seinen identifizieren können.

Über den Hintergrund der Tat ließ der 47-Jährige seinen Verteidiger Auskunft geben. Demnach nehme er seit mehreren Jahren Drogen – auch an jenem Abend habe er Heroin und Amphetamine konsumiert und Alkohol getrunken. Vor der Attacke auf die U-Bahn hatte er versucht, Kontakt zu seiner Ex-Frau, zu seiner Ex-Freundin und zu seiner Schwester aufzunehmen. Es blieb jedoch beim Versuch, die Frauen wiesen ihn ab.

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Gedemütigt, alkoholisiert und auf Drogen: Mann warf Hammer auf U-Bahn

Nach den vergeblichen Kontaktversuchen sei er „in einem Zustand erheblicher Frustration und Aggression“ mit der U-Bahn durch Nürnberg gefahren. An einer Haltestelle hatte er dann einen Hammer völlig unvermittelt auf einen U-Bahn-Waggon geschleudert, der die Scheibe durchschlug und eine junge Frau nur knapp verfehlte. (fhz)

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