Stallpflicht wird gelockert
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Hühnerhalter müssen davor sorgen, dass ihre Tiere nicht mit Wildvögeln in Kontakt kommen.

Jetzt auch in Nürnberg

Vogelgrippe in Bayern: Das müssen Geflügelhalter nun beachten

  • vonTanja Kipke
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Die Stadt Nürnberg hat neue Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe bekannt gegeben. Um die Verbreitung zu verhindern, wurde eine Aufstallung der Geflügeltiere angeordnet.

Nürnberg - Seit November 2020 tritt die aviäre Influenza, sogenannte Vogelgrippe oder Geflügelpest, auch in Bayern* auf. Die Stadt Nürnberg gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass zur Eindämmung der Geflügelpest am Dienstag (9. März) eine Aufstallung aller Geflügeltiere und weitere Schutzmaßnahmen angeordnet wurden. Das bedeute, alle Geflügelhalter müssen geschlossen Ställe, in die kein Wildgeflügel eindringen kann, gewährleisten. Die Maßnahmen gelten für alle privaten und gewerblichen Tierhalter. Andere Landkreise haben ebenfalls die Aufstallpflicht erlassen.

Klein- und Hobbyhaltungen unter 1000 Stück Geflügel seien besonders gefährdet. Davon sind aktuell 439 in Nürnberg gemeldet. Dazu zählen Hühner-, Puten-, Gänse-, Enten-, Perlhuhn-, Rebhuhn-, Fasanen-, Laufvogel- und Wachtelhaltungen. Ausstellungen oder Märkte, bei denen Geflügel und gehaltene Vögel anderer Arten als Geflügel verkauft, gehandelt oder zur Schau gestellt werden, sind im Stadtgebiet Nürnberg bis auf Weiteres verboten, heißt es in der Mitteilung weiter. Des weiteren dürfen Wildvögel nicht mehr gefüttert werden, um große Ansammlungen und somit die erhöhte Übertragungsgefahr der Tiere zu verhindern.

Nürnberg: Maßnahmen gegen Geflügelpest - auch auf den Menschen übertragbar?

Bislang seien keine Erkrankungen beim Menschen mit der Vogelgrippe aufgetreten. Es gäbe laut dem Robert-Koch-Institut weltweit keine Hinweise für eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung mit solchen Viren. Zur Übertragung vom Tier auf den Menschen scheint es nach bisherigen Erfahrungen nur durch engen Kontakt mit dem erkrankten Tier und dessen Ausscheidungen zu kommen. Wer einen kranken oder verendeten Wildvogel findet, sollte diesen daher nicht anfassen, warnt die Stadt Nürnberg. Personen, die einen verendeten Wildvogel finden, sollen den Fund unter der Telefonnummer 110 der Polizei melden. So könne das Seuchengeschehen im Blick behalten werden. (tk) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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