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„Eine Todesfalle“: Polizei rettet Hunde aus in der prallen Sonne geparktem Auto – „Mich kotzt das so an“

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Von: Felix Herz

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In Franken musste die Polizei zwei Chihuahuas aus einem mitten in der Sonne geparktem Auto befreien.
In Franken musste die Polizei zwei Chihuahuas aus einem mitten in der Sonne geparktem Auto befreien. © Screenshot Polizei Mittelfranken / Facebook

In Franken ließ eine Hundebesitzerin ihre zwei Chihuahuas in ihrem Auto zurück – das mitten in der Sonne geparkt war. Die Polizei musste einschreiten.

Nürnberg – Man sollte meinen, dass es diese Warnung so langsam nicht mehr brauchen sollte: Ein Auto, das im Sommer in der prallen Sonne geparkt wird, heizt sich unerträglich auf und ist somit kein Ort, um Hunde oder gar Kinder darin zurückzulassen. Und doch passiert es immer wieder. So wie in diesem Fall, in dem die Polizei Mittelfranken einschreiten musste und im Nachgang einen emotionalen Post auf Facebook veröffentlichte.

Wie heiß es in einem Wagen werden kann, mussten erst kürzlich auch die Fahrgäste eines Zuges am eigenen Leib erfahren.

Polizei befreit Hunde aus Auto – das mitten in der prallen Sonne stand

Sichtlich frustriert heißt es in dem Facebook-Post der Polizei: „Offenbar hat es sich noch immer nicht bei allen Hundehaltern rumgesprochen, dass ein in der Sonne geparktes Fahrzeug, nicht der ideale Aufenthaltsort für Hunde (oder sogar Kinder!) ist.“ Zuvor hatte die Hundestaffel der Polizei Mittelfranken ausrücken müssen, um zwei Chihuahuas aus einem Fahrzeug zu befreien, das mitten in der Sonne geparkt war.

Zunächst wurde mehrfach versucht, den Halter des Autos zu kontaktieren – erfolglos. Und da die Hunde bereits erste negative Anzeichen zeigten, schritten die Beamten zur Tat: Die Seitenscheibe auf der Beifahrerseite wurde „fachmännisch entglast“. Damit konnten die zwei Hunde aus dem aufgeheizten Fahrzeug befreit werden.

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Hunde in „Todesfalle“ Auto: Polizei mit eindringlicher Warnung

Den Facebook-Post beschließt die Polizei Mittelfranken mit einer eindeutigen Warnung: Bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen heizt sich das Innere von Fahrzeugen, besonders wenn diese in der Sonne stehen, drastisch auf – in wenigen Minuten seien bereits 60 Grad möglich. Das sei „eine Todesfalle für Menschen und Tiere, die sich darin aufhalten!“ Auch leicht geöffnete Fensterscheiben würden hier nicht ausreichen.

Dass eine solche Situation auch tatsächlich tödlich enden kann, zeigte erst kürzlich ein Fall in Mittenwald. Dort brach Herrchen zum Wandern auf – und sein Hund starb bei praller Sonne im Auto. Dementsprechend wütend reagierten auch die Facebook-Nutzer und machten ihrem Frust über die Unachtsamkeit des Hundehalters in den Kommentaren Luft. „Ich sag dazu nichts mehr mich kotzt das so an“, schreibt eine Nutzerin zum Beispiel. Viele Nutzer fordern auch, dass dem Halter oder der Halterin die Hunde weggenommen werden sollten. (fhz)

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