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17 Verletzte auf der A9: 71-Jähriger rast mit 200 km/h auf Baustelle zu – Unfallwagen trifft neun Autos

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Von: Tanja Kipke

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Zehn Fahrzeuge sind an dem Unfall auf der A9 beteiligt.
Zehn Fahrzeuge sind an dem Unfall auf der A9 beteiligt. © NEWS5 / DESK

Auf der A9 Richtung Hof hat es am Sonntagnachmittag gekracht. Mehrere Fahrzeuge waren in einen schweren Unfall verwickelt.

Update vom 30. Mai, 10.30 Uhr: Ein Gutachter bestätigte den Verdacht, dass der 71-Unfallverursacher mit mindestens 200 km/h unterwegs gewesen sei. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei. Nicht bestätigen wollte er aber Medienberichte, wonach der Mann aus Sachsen mit 220 km/h unterwegs gewesen sei.

Bei dem Unfall war der schuldige Fahrer auf der Autobahn 9 in Richtung Berlin auf den vorausfahrenden Wagen eines 40-Jährigen aufgefahren. Danach prallten die beiden Unfallautos mit acht weiteren Fahrzeugen zusammen. Der Unfallverursacher und seine Frau wurden schwer verletzt, die anderen Beteiligten, darunter auch mehrere Kinder, erlitten zumeist nur leichte Verletzungen. Ein Wagen geriet in Brand, die Insassen konnten sich aber selbst retten.

Update vom 30. Mai, 6.39 Uhr: Neue Erkenntnisse zum schweren Auffahrunfall auf der A9 (siehe Erstmeldung): Der 71-Jährige fuhr in den Wagen eines 40 Jahre alten Mannes auf der Mittelspur. Beide Autos schleuderten anschließend gegen andere Fahrzeuge. Das teilte die Polizei am späten Abend mit.

Update vom 29. Mai, 18.50 Uhr: Laut Verkehrspolizei Hof war der Verursacher des schweren Unfalls auf der A9 wohl ein 71-jähriger Mann, der mit 220 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen war. Bei der Autobahnbaustelle bei Münchberg gab es jedoch zähflüssigem Verkehr. Der Unfallverursacher musste deshalb eine Vollbremsung hinlegen und zog auf die mittlere Spur. Dort fuhr er laut Polizei mit seinem Wagen auf das vorausfahrende Auto auf und drückte insgesamt neun Autos zu beiden Seiten weg. Erst dann sei das Fahrzeug des Mannes zum Stehen gekommen.

Eines der Autos fing Feuer und musste von der Feuerwehr gelöscht werden. Insgesamt befanden sich 29 Personen in den zehn beteiligten Autos. Nach Angaben der Polizei forderte der Unfall 17 Verletzte, darunter auch Kinder. Der Unfallverursacher und seine Frau, die auf der Rückbank saß, wurden schwer verletzt, die anderen leicht bis mittelschwer.

Unfall auf der A9: Langer Stau nach Massenkarambolage

Update vom 29. Mai, 16.55 Uhr: Die Polizei hat neue Informationen zum schweren Unfall auf der A9 bekannt gegeben. Ein Fahrzeug sei auf ein anderes aufgefahren, beide seien dann in andere Fahrzeuge geschleudert, sagte ein Polizeisprecher. Die Sperrung der Fahrbahn Richtung Norden werde noch länger andauern. Bereits jetzt gebe es einen langen Stau. Polizei und Technisches Hilfswerk leiten die Autos von der Autobahn.

Erstmeldung vom 29. Mai, 16.30 Uhr: Bayreuth – Auf der A9 zwischen Nürnberg und Hof ist es am Sonntag zu einem schweren Verkehrsunfall mit mindestens zehn Fahrzeugen gekommen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte, brannte ein Auto, mehrere Menschen seien verletzt.

Schwerer Unfall auf der A9: ADAC gibt Verhaltenstipps für Autofahrer

Die Autobahn Richtung Berlin sei total gesperrt. Der ADAC forderte die Autofahrer auf, zwischen Marktschorgast und Münchberg-Süd eine Gasse für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge zu bilden.

Im Staumelder des ADAC heißt es: „Zwischen Bad Berneck/Himmelkron und Münchberg-Süd, Unfall mit mehreren Fahrzeugen, Richtungsfahrbahn gesperrt, Gasse für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge bilden, ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren, bis 29.05.2022 18:30 Uhr“. Neun Kilometer lang staut sich der Verkehr offenbar bereits. (dpa/tkip)

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