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Messerattacke in Ansbach: Täter von Polizei erschossen – Neue Details bei Pressekonferenz veröffentlicht

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Von: Tanja Kipke, Thomas Eldersch

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Ein mutmaßlicher Messer-Angreifer griff am Bahnhof Ansbach zwei Reisende an und verletzte diese. Die Polizei musste den Angreifer erschießen.

Update 14.07 Uhr: Nach derzeitigen Erkenntnissen hielt sich der Afghane nur sporadisch in Ansbach auf, so Polizeisprecher Dieter Hegwein. Ein Antrag auf Asyl sei abgelehnt worden. Es lagen bereits sieben Straftaten bei der Polizei vor. Unter anderem Körperverletzungen. „Seine Motivlage ist derzeit nicht eindeutig geklärt“, sagt Hegwein. Auf dem Handy des Täters fanden sich bisher keine Hinweise auf ein Motiv. Aus den Ermittlungen gaben sich keine Hinweise auf eine Mittäterschaft. „Wir gehen davon aus, dass er allein gehandelt hat.“ Man gehe davon aus, dass keine weitere Gefahrensituation besteht.

In der Wohnung des Täters habe man eine Packung von Antidepressiva gefunden. In der Nacht hatte man acht Tatzeugen vernommen. Der verletzte 20-Jährige, der dem 17-Jährigen zur Hilfe kam, konnte dem Täter das Messer entwenden, so Hegwein. Dabei zog er sich eine Schnittwunde zu, die im Krankenhaus ambulant behandelt wurde. Der 17-Jährige erlitt Würgeverletzungen am Hals.

Messerangriff in Ansbach: 20-Jähriger rettete Passant wohl das Leben

Update 14 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei und Staatsanwaltschaft zum Messerangriff in Ansbach beginnt pünktlich um 14 Uhr. Der Präsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger erklärt, es sei ein Notruf eingegangen, ein Mann kniete auf einem 17-Jährigen und habe versucht ihn mit Messern zu verletzten. Ein couragierter 20-Jähriger griff ein und lenkte die Aufmerksamkeit des Angreifers auf sich. „So rettete er wohl dem 17-Jährigen das Leben“, so Fertinger.

Die eintreffenden Beamten konnten ihn wenige Straßen weiter fassen, dabei habe sich der Täter entschlossen, auf die Polizeibeamten loszugehen. Diese machten von ihren Schusswaffen Gebrauch. „Der Angreifer starb auf dem Gehweg“, sagt Fertinger. Durch Bodycams der Beamten und anderen Videoaufnahmen könne man den Angriff rekonstruieren. „Wir gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus“. Zeugen vernahmen deutlich die Rufe „Allahu Akbar“. Ob es sich um einen islamistischen Hintergrund handelt, müsse noch ermittelt werden. In der Wohnung des Täters habe man bisher keine Hinweise dazu gefunden.

Update vom 9. September, 12.37 Uhr: Der von der Polizei erschossene Verdächtige der Messerattacke von Ansbach ist ein polizeibekannter afghanischer Staatsangehöriger. Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter aus Ermittlerkreisen erfuhr, war der 30-Jährige im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen. Wegen Drogendelikten und mindestens eines Körperverletzungsdelikts war er schon vor der Attacke am Donnerstag der Polizei bekannt. Darüber berichtete zuvor die Bild. Die Beamten wollten sich zunächst nicht zu der Nationalität äußern - aus ermittlungstaktischen Gründen, wie es hieß.

Nach Messerattacke in Ansbach: Polizei ermittelt auf Hochtouren - PK um 14 Uhr

Update vom 9. September, 10.41 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach dem Messerangriff in Ansbach intensiv, um das Motiv des von Beamten erschossenen Tatverdächtigen herauszufinden. Die Wohnung des 30-Jährigen sei durchsucht und sein Handy sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagvormittag. Das Handy werde von Kriminalisten auf Hinweise durchsucht. Der Mann hatte einen 17-Jährigen und einen 20-Jährigen mit dem Messer verletzt. Die beiden jungen Männer wurden ambulant behandelt und konnten noch am Donnerstagabend nach Hause gehen. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut, führte der Polizeisprecher am Freitag aus.

Am Tatort stellten die Ermittler beim Verdächtigen zwei Haushaltsmesser sicher, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tatwaffen sind, wie der Sprecher erklärte. Am Freitagnachmittag wollten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer Pressekonferenz weitere Informationen zum Verdächtigen und seinem Motiv sowie zum Ablauf der Tat bekanntgeben. Die Ergebnisse können Sie hier live mitverfolgen.

Update vom 9. September, 10.05 Uhr: Am Donnerstagabend wurde in Ansbach ein Mann nach einem Messerangriff durch einen polizeilichen Schusswaffengebrauch tödlich verletzt. Das hatte die Polizei noch am Abend mitgeteilt. Das Polizeipräsidium Mittelfranken informiert am heutigen Freitag um 14 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz über den aktuellen Ermittlungsstand.

Messerattacke in Ansbach
Polizisten nach dem Tod des Angreifers, der in Ansbach mindestens zwei Menschen mit einem Messer verletzt hat. © Bauernfeind/vifogra/dpa

Messerattacke in Ansbach: Täter soll „Allahu Akbar“ gerufen haben

Update vom 9. September, 7.44 Uhr: Nach einem Angriff auf mehrere Passanten (siehe Erstmeldung) mit zwei Verletzten in Ansbach sucht die Polizei weiter nach dem Motiv und den Hintergründen der Tat. 

Der 30 Jahre alte Mann soll am Donnerstagabend mehrere Passanten mit „mindestens einem“ Messer angegriffen haben, teilte die Polizei mit. Er habe während der Tat mehrmals „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen. Ob ein terroristischer oder islamistischer Hintergrund vorliege, könne man aber noch nicht bestätigen, sagte ein Sprecher. „Es wird aber intensiv geprüft.“ Nach der Tat liefen demnach Ermittlungen und Durchsuchungen im Umfeld des Mannes.

Messer-Angriff in Ansbach: Polizei schießt auf Mann

Update 20.20 Uhr: Inzwischen gibt es ein erstes Statement eines Sprechers der Polizei Ansbach. Im Gespräch mit dem Newsportal News5 bestätigte der Beamte einen Angriff auf Passanten am Bahnhof Ansbach mit einem Messer. Der Mann soll im Bereich eines Parkhauses Menschen angegriffen und leicht verletzt haben. Als dann die Polizisten eintrafen, soll er auch auf sie losgegangen sein.

„Es kam zum Schusswaffengebrauch gegen die männliche Person“, heißt es weiter in dem News5-Interview. Dabei wurde der Angreifer tödlich verletzt. Er verstarb noch vor Ort. Das Motiv des Mannes ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen noch.

Erstmeldung vom 8. September, 19. 20 Uhr: Ansbach – Am Donnerstagabend kam es nach Informationen der Bild zu einem Messer-Angriff am Bahnhof Ansbach. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. Als der Mann sich aggressiv den Beamten näherte, sollen diese auf ihn geschossen haben.

Messer-Angriff am Bahnhof Ansbach: Polizei rückt mit Großaufgebot aus

Die Bild berichtet weiter davon, dass gegen 18 Uhr ein Mann mit einem Messer bewaffnet zwei Reisende angegriffen haben soll. Diese sollen dabei aber nur leicht verletzt worden sein. Die Polizei wurde informiert und machte sich mit einem Großaufgebot zum Bahnhof nach Ansbach auf den Weg.

Weiter schreibt die Bild, dass der Mann auf die eintreffenden Beamten losgehen wollte. Diese konnten sich anscheinend nur durch den Gebrauch ihrer Waffe helfen. Sie schossen den Mann nieder. Er wurde dabei wohl lebensgefährlich verletzt und musste zunächst noch reanimiert werden. (tel)

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