Söders Heimat im Porträt

Söder eröffnet in Ansbach Ausstellung „Typisch Franken?“: Und schwärmt von der fränkischen Treue

  • VonDeutsche Presse-Agentur
    schließen
  • Magdalena von Zumbusch
    schließen

Etwas Fränkisch hört man seinem Sprachfluss noch an: Söder als gebürtiger Nürnberger lobt das „großartige Essen und die innere Gelassenheit“ der Franken.

Ansbach - Die fränkische Kultur verbinden viele Menschen vor allem mit kulinarischen Spezialitäten: Bratwurst, Wein, Bier und Lebkuchen aus dem bayrischen Regierungsbezirk sind bekannte Klassiker. Aber das ist nicht alles, was die fränkische Kultur ausmacht: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt bei der Eröffnung der Bayrischen Landesausstellung 2022 in Ansbach, was er mit seiner Heimar verbindet - nicht zuletzt auch innere Werte.

Bayrische Landesausstellung 2022: Söder eröffnet „Typisch Franken?“-Ausstellung

Was Franken und seine Kultur ausmacht, zeigt die diesjährige Landesausstellung: Auf rund 1000 Quadratmetern in der Orangerie und in der Stadtkirche St. Gumbertus von Ansbach. Söder eröffnete die Schau am Dienstag (24. Mai) offiziell, seit dem Mittwoch (25. Mai) steht sie dem Publikumsverkehr offen. Die Ausstellung sei eine Liebeserklärung an Franken, sagte Bayerns Ministerpräsident. „Typisch Franken ist schon unsere Vielfalt“, fügte er hinzu.

Dass Franken nun zum dritten Mal im Mittelpunkt einer Landesausstellung steht, ist nicht dem bayrischen Landeschef Söder, sondern seinem Vorgänger, (dem Oberbayern) Horst Seehofer (CSU) zuzuschreiben, wie im Ausstellungskatalog nachzulesen ist.

Markus Söder bei der Eröffnung der Ausstellung „Typisch Franken“, die fränkische Kultur zur Schau stellt.

„Typisch Franken?“: Der Franke ist bodenständiger als der Oberbayer, findet Kultusminister Blume

Das Fragezeichen im Titel der Ausstellung wurde nach Angabe des für die Organisation (mit-)verantwortlichen Hauses der Bayerischen Geschichte bewusst gesetzt: Es hinterfrage die vielen Klischees und Vorurteile gegenüber der fränkischen Kultur. Das Fragezeichen deute aber auch auf ein gewisses Understatement hin, das man gemeinhin mit den Franken verbinde, so der Kunstminister Markus Blume (CSU). Oberbayern dagegen würde sich mit mindestens drei Ausrufezeichen im Titel schreiben, fügte er noch hinzu.

Auch Söder betonte die teils übersehene Bedeutung Frankens für Süddeutschland. Flächenmäßig sei es so groß wie Oberbayern, was viele nicht wüssten. Und auch der Franke an sich werde oft unterschätzt, sagte Söder. Er sei bescheiden, wisse aber eigentlich um seine Qualitäten und sei heimatverbunden. Das Schönste sei für ihn, wenn er nach einem Urlaub wieder in die Heimat zurückkehren dürfe. „Der Franke ist einfach gern daheim“, sagte Söder.

Bayrische Landesausstellung 2022: Scheu, aber treu sei der Franke laut Söder

Maximal schockieren könne man ihn, wenn man sich im Wirtshaus mit an seinen Tisch setze, obwohl noch andere Plätze frei seien. „Es dauert, bis man den Franken zum Freund hat, es geht nicht so schnell.“ Aber wenn man ihn mal habe, werde man ihn nicht mehr los, witzelte Söder: Der Franke sei sehr treu.

In der neuen Ausstellung kann sich der Besucher auf Zeitreise kreuz und quer durch Franken begeben. 150 Exponate beleuchten die neun fränkischen Regionen zwischen dem Mittelalter und 1800, auch zum Franken der Gegenwart gibt es etwas zu sehen. Besucher können über das Weinland Franken, über das fränkische Bier, die Tracht, die Rolle der Religion in Franken und natürlich die fränkische Bratwurst und den Nürnberger Lebkuchen lernen.

„Franken ist ein Gefühl“, so Söder: Die Bayrische Landesausstellung in Ansbach soll das Gefühl vermitteln

Neben seiner kulturellen Vielfalt mache Franken außerdem die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die wunderschöne Natur, das großartige Essen und diese innere Gelassenheit“ aus: „Der Franke macht nicht viel Aufhebens um die Dinge“, so Söder. Und fand zur Ausstellung ein schönes Schlusswort: Der Ausstellung sei es gelungen, dem Zuschauer die besondere Schönheit Frankens zu vermitteln, findet Söder. Und diese sei „nicht in Zahlen und Statistiken zu messen“, sondern: „Franken ist ein Gefühl“.

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an. (dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

Kommentare