Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts an grünen Bäumen vorbei, um an einer abschließenden Pressekonferenz teilzunehmen.
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Der CSU-Chef Markus Söder nimmt die Lockerungen in Nürnberg auch selbst wahr.

News-Ticker aus der Frankenmetropole

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert sinkt weiter - Söder besucht die Außengastronomie

  • Leyla Yildiz
    VonLeyla Yildiz
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Die 7-Tage-Inzidenz in Nürnberg hat nochmal einen großen Sprung nach unten gemacht. Jetzt wird massiv gelockert. Alle weiteren Entwicklungen im News-Ticker.

  • Söder postet Foto von sich im Restaurant in Nürnberg. (siehe Update vom 29. Mai, 16.44 Uhr)
  • Inzidenz-Trend hält an - Corona*-Neuinfektionen steigen jedoch an. (siehe Update vom 28. Mai, 10.58 Uhr)
  • +++Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Dieser Ticker ist beendet. Die neusten Corona-Infos für die Stadt Nürnberg finden sie im aktuellen Ticker.

Update vom 30. Mai, 10.08 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auch am Sonntag weiter, von 72 auf 68,5. Das ist immer noch deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt aber fast ein Drittel weniger als noch vor einer Woche.

Update vom 29. Mai, 16.44 Uhr: Am Samstag gibt es in Nürnberg wieder 72 Corona-Neuinfektionen, wie auch am Tag zuvor. Dennoch sank die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI weiter. Sie liegt jetzt bei 70,8. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern nimmt ebenfalls weiter ab. Am Samstag wurden noch 25 (-1) Menschen auf den Intensivstationen behandelt. 63 (-5) Patienten lagen auf den Normalstationen. Die Impfungen konnten im Vergleich zum Vortag noch einmal gesteigert werden. Insgesamt wurden nun 291.052 (+5699) Impfdosen verabreicht. Vollständig geimpft sind in der Frankenmetropole 80.255 (+4460).

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die neuen Lockerungen in Nürnberg gleich selbst einmal wahrgenommen. Auf seinem Instagram-Profil postete er ein Foto von sich im Außenbereich eines Restaurants*. Dies nahm der „heute-Show“-Comedian Fabian Köster gleich zum Anlass, um sich über den CSU-Chef lustig zu machen.

Corona: Infektionszahlen steigen wieder - Inzidenz sinkt

Update vom 28. Mai, 10.58 Uhr: Der Trend hält an. Die Inzidenzwerte in Nürnberg sinken weiter. Auch am ersten Tag nach den großen Lockerungen geht der Inzidenzwert runter. Er liegt laut RKI bei 74,7. Jedoch sind noch einmal 72 Neuinfektionen dazu gekommen. Die Zahl der Patienten, die wegen einer Covid-19-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden müssen, ist ebenfalls zurückgegangen. Auf den Intensivstationen liegen 26 (-2) Menschen, auf Normalstation sind es 68 (-2). Und auch beim Impfen geht es weiter zügig voran. 285.353 (+6173) Impfdosen wurden bislang verabreicht. 75.795 (+3447) Menschen sind mittlerweile vollständig immunisiert.

Corona: Nürnberg hält den siebten Tag in Folge die Inzidenz unter 100 - jetzt wird gelockert

Update vom 27. Mai, 9.25 Uhr: Nürnberg macht einen großen Satz in Richtung Lockerungen. Die Inzidenz sank von Mittwoch auf Donnerstag noch einmal massiv. Bei zuvor 96,1 rutschte sie jetzt runter auf 77,6 Fälle. Damit ist die Frankenmetropole jetzt den siebten Tag unter 100. Nach dem neuen Beschluss aus München, in dem es hieß, dass Lockerungen schon einen Tag früher in Kraft treten dürfen, wird heute einiges gelockert. Was jetzt erlaubt ist, können Sie in unserem Überblick nachlesen.

Am Donnerstag kamen noch einmal 28 neue Infektionsfälle dazu. 28 (-2) Patienten liegen derzeit mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation. 70 (+5) Menschen sind auf Normalstation untergebracht. Das Impfen geht ebenfalls weiter rasend voran. Insgesamt wurden bisher 279.207 (+3798) Impfdosen verabreicht. Vollständig geimpft sind mittlerweile 72.348 (+2619).

Corona in Nürnberg: Inzidenz stagniert wegen Massenausbruch in Gemeinschaftsunterkunft

Update vom 26. Mai, 10.40 Uhr: Während in ganz Bayern die Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 gefallen ist, genauer gesagt auf 46, liegt der Wert in Nürnberg immer noch knapp unter 100. Am heutigen Mittwoch meldet das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 95,7. Demnach sind 47 neue Fälle hinzugekommen und drei weitere Menschen verstorben.

Dass der Inzidenzwert nicht weiter sinkt, so wie im Rest von Bayern, liegt an einem bestimmten Grund. In einer Gemeinschaftsunterkunft ist es zu einem massiven Ausbruch des Coronavirus gekommen, wie die Stadt mitteilte. Insgesamt 52 Fälle und 36 Kontaktpersonen wurden dem Nürnberger Gesundheitsamt gemeldet. Alle Betroffenen sind momentan in Quarantäne und zusätzlich werden Reihentestungen durchgeführt. Das restliche Infektionsgeschehen sei laut der Stadt rückläufig.

Auf den Intensivstationen gehen die Zahlen weiter zurück. 30 Patienten (-8) werden momentan intensivmedizinisch behandelt, 65 Menschen (+8) liegen auf der Normalstation.

Corona in Nürnberg: Klinik-Verantwortliche wehren sich gegen DIVI-Gate

Erstmeldung vom 25. Mai: Nürnberg - Die Coronazahlen in Nürnberg* sind rückläufig. Der Trend zeigte sich vor Pfingsten. Jetzt allerdings scheint die Sieben-Tage-Inzidenz etwas zu stagnieren. Der Wert lag in den letzten Tagen zwar immer unter 100, bewegt sich jedoch stabil zwischen 93 und 97. Am heutigen Dienstag meldet das Robert-Koch-Institut für die Frankenmetropole eine Sieben-Tage-Inzidenz* von 97. Es sind 39 neue Fälle hinzugekommen, 38 Menschen (+1) liegen auf den Normalstationen der Kliniken und 57 auf den Intensivstationen (Stand 21. Mai). Damit sind es zehn Patienten weniger als noch am Tag zuvor.

Mittlerweile entspannt sich die Lage in den Kliniken, doch das war nicht immer so. Nun müssen sich Intensivmediziner in ganz Deutschland mit Vorwürfen herumschlagen, die das Forscherteam rund um den Medizinprofessor und Gesundheitsökonom Matthias Schrappe in einem Thesenpapier niedergeschrieben haben. Darin werfen sie den Ärzten unter anderem vor, dass die Intensivmedizin die Corona-Lage überspitzt darstellt* und damit den Bürgern Angst macht. Stattdessen vermuten sie Betrug bei den Subventionen und Manipulation durch die Kliniken. Das belegte die Gruppe mit Zahlen. Die Diskussion erhielt den Namen DIVI-Gate (DIVI = Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin).

Corona in Nürnberg: Verantwortliche in Kliniken verärgert über DIVI-Gate

Jetzt haben sich Verantwortliche aus den Kliniken Nürnberg, Fürth und Erlangen* gemeldet und zeigen sich verärgert. Wie Nordbayern.de berichtet, sei das Thesenpapier laut dem Vorstandsvorsitzenden des Klinikums Nürnberg, Achim Jockwig, „abenteuerlich und absurd“ sowie eine „Unverschämtheit und bitter unseren Mitarbeitern gegenüber“. Der medizinische Direktor und Pandemiebeauftragte des Klinikums Fürth, Manfred Wagner, bezeichnet das als einen „Schlag ins Gesicht“. Bei ihm staue sich innere Wut auf, wenn er so etwas lese.

Die Kliniken Nürnberg, Fürth und Erlangen weisen die Vorwürfe im Thesenpapier des Medizinprofessors Matthias Schrappe zur Lage auf den Intensivstationen deutlich zurück. (Symbolbild)

Mittlerweile steht jedoch fest, dass einige Zahlen zur Untermauerung der Thesen falsch sind. Die Forschergruppe hat sie deshalb zum Teil aktualisiert. Trotzdem bleibt der Ärger. „Wir wären froh gewesen, wenn nicht so viele Patienten intensivmedizinische Hilfe gebraucht hätten, da die Intensivkapazitäten für Covid-Patienten und andere Patienten, die nach einer Operation, einem Unfall, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall einen Platz auf der Intensivstation brauchen, zeitweise sehr knapp waren“, sagt Jockwig zu Nordbayern.de.

Corona in Nürnberg: Zahlen im Thesenpapier waren falsch

Eben das bezweifeln die Autoren des Thesenpapiers allerdings und belegten das wiederum mit falschen Zahlen. In der ersten Fassung des Thesenpapiers schrieben sie, dass in der ersten Corona-Welle etwa 3000 Patienten auf der Intensivstation behandelt werden mussten, in der aktualisierten Fassung spricht das Forscherteam von circa 6000 Patienten. Eine Gefahr von Überlastung der Intensivstationen hätte es demnach gar nicht gegeben. Die Zahlen sind wie bereits erwähnt falsch und zeigen nicht die gesamte Menge an Intensivpatienten in der jeweiligen Welle. Stattdessen ist es die maximale Anzahl an Corona-Patienten, die gleichzeitig am selben Tag intensivmedizinisch in Behandlung waren.

„Wer - wie die Autoren - behauptet, die Angst vor knappen Intensivkapazitäten oder der Triage war unbegründet, hat vor allem auch in unserer Region die angespannte Lage nicht erlebt“, sagt der Sprecher des Universitätsklinikums Erlangen, Johannes Eissing laut Nordbayern.de. „Es gab Tage, an denen am Uni-Klinikum Erlangen nur ein bis zwei Intensivbetten für lebensbedrohliche Notfälle frei verfügbar waren.“ 

Corona in Nürnberg: Kliniken kauften mit Subventionen Beatmungsgeräte

In ihrem Thesenpapier werfen die Forscher den Krankenhäusern zudem Subventionsbetrug vor. Das weist Manfred Wagner klar zurück. Die Fürther* Klinik hat im letzten Frühjahr einen Zuschuss erhalten und schaffte damit Beatmungsgeräte an. Genauso handhabte es die Nürnberger Klinik. „Wir haben im März 2020 die Leichentransporter durch Bergamo in Italien fahren sehen und jeder hatte Angst, dass das Gleiche bei uns passiert“, sagte Wagner zu Nordbayern.de. Um sich darauf vorbereiten zu können, seien in Fürth dementsprechend die Kapazitäten massiv erhöht worden. „Die schlimmsten Hochrechnungen sind bei uns dann glücklicherweise nicht eingetreten.“ (ly)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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