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„Überall Bomben, Raketen und Straßenkämpfe“: Frau berichtet von Flucht aus Kiew - Franke nimmt Familie auf

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Von: Katarina Amtmann

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Wegen des Ukraine-Kriegs befinden sich zahlreiche Menschen auf der Flucht. Eine Familie aus Kiew hat es an die Grenze geschafft. Ein Nürnberger nahm sie mit nach Deutschland.

Nürnberg - Der Ukraine-Konflikt ist zu einem Krieg eskaliert, zahlreiche Menschen befinden sich deshalb auf der Flucht. So erging es auch Nataliia Konstantynova. Die Frau flüchtete am Dienstag mit ihrer Mutter und ihren zwei Kindern aus Kiew. „Wir sind nur noch gerannt, weil sich die Lage zugespitzt hat. Überall waren nur Bomben, Raketen und Straßenkämpfe“, berichtet sie im Gespräch mit Sat1 Bayern.

Ukraine-Krieg: Familie berichtet von Flucht aus Kiew - Nürnberger nehmen sie mit nach Deutschland

„Wir alle hatten große Angst. In Kiew war es einfach zu gefährlich. Wir mussten schnellstmöglich die Stadt verlassen“, erzählt sie. Mitgenommen haben sie nur den Wellensittich der Kinder. Im Zug von Kiew an die Grenze war kein Platz für Gepäck. Dort angekommen trafen sie zufällig Dave und Thomas aus Nürnberg. Das Duo hatte sich auf den über 1000 Kilometer langen Weg gemacht, um Sachspenden zu bringen und Menschen mit nach Deutschland zu nehmen. 10 Stunden dauerte die Fahrt von Franken an die polnisch-ukrainische Grenze.

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Nach Ukraine-Flucht: Familie kommt in Nürnberg unter - „Wir fühlen uns sicher“

Die Situation schildert Dave gegenüber Sat1 Bayern wie folgt: „Es ist katastrophal. Der ganze Platz, an dem wir vorhin waren, ist alles voll mit Bussen, Presse, voll Fernsehen. Aber wenn du jemanden fragst, wo das und das ist... das weiß keiner.“ Die beiden Männer haben Nataliias Familie mit nach Nürnberg gebracht, Thomas hat sie bei sich aufgenommen.

„Mein Sohn hat dann gesagt, er räumt sein Zimmer“, berichtet er dem TV-Sender. Dort gebe es ein Ausziehsofa für zwei Personen sowie zwei einzelne Betten „Ein großes Dankeschön an Thomas, an seine Freunde und Familie. Wir fühlen uns sicher. Ohne Bomben, ohne Raketen fühlen wir uns einfach viel besser“, erzählt Nataliia. (kam)

Auch ein Unternehmer aus Franken zeigt sich wegen des Kriegs in der Ukraine tief betroffen. Er schreibt kurzerhand Vitali Klitschko und spendet 250.000 Euro.

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