Blick auf die Altstadt von Nürnberg (Bayern) mit der Kaiserburg (hinten), der St. Sebald Kirche (M) und dem Rathaus (vorn rechts).
+
Das Wetter in Nürnberg ist durch ein warmgemäßigtes Übergangsklima geprägt.

Klima und Temperaturen in Franken

Meteorologie in der Region Nürnberg

Klimatische Verhältnisse in Franken – was das Wetter in Nürnberg bestimmt und wie es sich auf Weinberge sowie Wälder auswirkt.

  • Die Großstadt Nürnberg weist ein humides, warmgemäßigtes Übergangsklima auf.
  • Das Wetter in Nürnberg zeigt sich manchmal sehr stürmisch.
  • Die Niederschlagsmenge fällt aufgrund der leichten Kessellage geringer aus als in der Umgebung.

Nürnberg – Am 10. Februar 2020 wütete Sturm „Sabine“ über Nürnberg und weitere Teile Bayerns. Das Orkantief brachte der zuständigen Leitstelle über 300 sturmbedingte Einsätze ein – davon rund 170 allein im Stadtgebiet. Verletzte Personen und Tiere gab es diesmal zum Glück nicht. Schäden entstanden ausschließlich an Fahrzeugen und Gebäuden. Die Feuerwehr musste zu umgestürzten Bäumen anrücken. Glimpflich wie an diesem Tag kommen die Bewohner der Großstadt allerdings nicht immer davon. Das Wetter in Nürnberg ist teils unberechenbar: 2006 überraschte ein Tornado die Bewohner der Gartenstadt und verursachte Schäden in Millionenhöhe.

Das Wetter in Nürnberg und der Umgebung Franken

Die Umgebung von Franken weist ein Klima auf, wie es für viele Gebiete in Deutschland typisch ist: Im Jahresverlauf wechseln die Temperaturen sowie Niederschlagsmengen mit den vier Jahreszeiten. Das Wetter in Nürnberg folgt daher einer gleichmäßigen Temperaturkurve, die im Juli ihren Höchststand und im Januar ihren tiefsten Wert erreicht. Als beste Reisezeit gelten die Monate zwischen Mai und September, wenn sich das Wetter angenehm zeigt und es weniger regnet. Doch auch die Wintermonate haben ihren ganz eigenen Charme: An schneereichen Tagen genießen Besucher von der Kaiserburg aus einen wunderbaren Blick über die bedeckten Dächer der Altstadt. Das Instagram-Profil der Stadt Nürnberg gibt dazu weitere Inspirationen für einen Urlaub in der Region rund ums Jahr.

Kalte Winter, warme Sommer – Wetter in Nürnberg

Das Wetter in Nürnberg präsentiert sich in den Monaten Dezember bis Februar winterlich mild – mit Temperaturen von durchschnittlich 0 bis 3 Grad. Das Thermometer kann jedoch gerade in den Nächten im Winter auf einige Minusgrade abfallen. In den Wintermonaten häufen sich außerdem die Regentage.

Die Sommer zeichnen sich durch ihre hohen Maximaltemperaturen von über 26 Grad aus. Der Klimawandel führte zu einem Anstieg von Hitzewellen: Eine längere Phase mit extremen Temperaturen findet seit den 1990er-Jahren mindestens einmal jährlich statt. Häufig kommt es zu mehreren Hitzewellen im Jahr und die Dauer dieser Ereignisse nimmt ebenfalls zu. Besonders heißes Wetter verzeichnete Nürnberg in diesen Jahren:

  • 1964
  • 1969
  • 1976
  • 1994
  • 2003
  • 2015
  • 2018

Im Jahr 2018 hielten die warmen Temperaturen von mehr als 30 Grad über einen Zeitraum von 17 Tagen an. Von der Hitzebelastung sind vor allem die Innenstadtlagen betroffen, weil sich die Luft aufgrund der dichten Bebauung hier mehr staut.

Mildes Wetter in Nürnberg vs. starke Unwetter und Stürme

Angenehme Sommer und relativ milde Winter: Das Wetter in Nürnberg ist das ganze Jahr über mäßigen Temperaturschwankungen unterworfen. Manchmal kommt es in Franken und der Umgebung jedoch zu heftigen Sturmböen und Unwettern – selbst wenn diese eher selten auftreten. Schlechtes Wetter mit Gewitter und starkem Wind kann sowohl in der warmen als auch in der kalten Jahreszeit aufziehen. Besonders betroffen sind die Monate Juni bis September.

Weingebiete und Wälder – Auswirkungen des Wetters in Nürnberg

In der gemäßigten Klimazone gedeihen Wälder mit Laub- und Nadelbäumen. Darunter finden sich Fichten und Kiefern, Birken, Eichen und Buchen. Regelmäßige Niederschläge, kaum Trockenperioden sowie eine kurze Schneedecke tragen zum Wachstum dieser Pflanzen bei. Das vorteilhafte Wetter in Nürnberg macht sich auch die Landwirtschaft zunutze: Franken ist für seine lange Weintradition bekannt. Das Weingebiet verfügt über mehr als 6.000 Hektar Anbaufläche und reicht über weite Teile des Maintals.

Auch interessant

Kommentare