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Nürnberger U-Bahn feiert 50-jähriges Bestehen

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U-Bahn in Nürnberg
Eine U-Bahn steht an der Haltestelle „Hauptbahnhof“ am Gleis. © Daniel Karmann/dpa

Nürnberg war zwar nicht die erste Stadt in Deutschland mit einer U-Bahn, aber Nürnberg war früh dran. Und bis heute ist sie die einzige, die U-Bahnen ohne Fahrer auf die Schiene schickt.

Nürnberg - Seit 50 Jahren fahren U-Bahnen durch Nürnberg. Am 1. März 1972 eröffnete die erste 3,7 Kilometer lange Strecke im neuen Stadtteil Langwasser im Südosten der Stadt. Damit war Nürnberg nach Angaben der Verkehrsbetriebe VAG nach Berlin, Hamburg und München die vierte Stadt in Deutschland mit einer U-Bahn.

„Man baute bewusst von diesem neuen Stadtteil Richtung Innenstadt“, erläuterte die VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger. Vorbild sei damals Stockholm gewesen, wo die Trabantenstädte über eine Tunnelbahn angebunden seien.

Sechs Jahre später erreichte die U-Bahnlinie 1 die Altstadt. Im Jahr danach begannen die Bauarbeiten für die U2. Die für die U3 folgten 2003. Fünf Jahre später startete auf der Linie Deutschlands erste fahrerlose U-Bahn. Die U2 wurde 2009 und 2010 ebenfalls auf den autonomen Betrieb umgestellt. Bis heute sind die beiden Linien der VAG zufolge die einzigen U-Bahnen bundesweit, die vollautomatisch fahren.

Heute umfasst das Nürnberger U-Bahn-Netz 41 Kilometer, entlang derer sich 49 Bahnhöfe befinden. Mehr als 400.000 Fahrgäste nutzten vor Corona die U-Bahnen täglich. Aktuell liegen die Zahlen nach Angaben von Seitzinger bei etwa 260.000 am Tag.

Bis 2026 soll das U-Bahn-Netz weiter wachsen. Dann sollen im Südwesten die beiden Bahnhöfe Kleinreuth bei Schweinau und Gebersdorf eröffnet werden. dpa

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